Eine Erlebnistour der besonderen Art ist der Hauensteiner Schusterpfad, einer von gut einem Dutzend Premiumwanderwegen der Verbandsgemeinde. Der knapp 16 Kilometer lange Rundweg schlängelt sich zu einem großen Teil auf naturnahen Pfaden um das traditionsreiche Schuhdorf Hauenstein. Auf dem Weg laden unzählige Felsmassive und Aussichtspunkte zum Staunen und Verweilen ein.
Details zur Wanderung Schusterpfad weiter unten (Karte, GPX-Daten, Beschreibung)
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Der Wasgau
Wer in einer Suchmaschine im Internet Wasgau eingibt, bekommt jede Menge Treffer. Allerdings haben die alle so rein gar nichts mit dem atemberaubenden Mittelgebirgszug im Süden von Rheinland-Pfalz zu tun, von dem wir hier berichten. Die Region befindet sich im Süden des Pfälzerwaldes und reicht bis über die Grenze nach Frankreich bis in den nördlichen Teil der Vogesen hinein. Damit ist der Wasgau Teil des grenzüberschreitenden Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen.
Er reicht von Pirmasens-Landau im Norden bis an das französische Elsass-Lothringen heran und birgt eine der waldreichsten Hügellandschaften Deutschlands mit massiven Buntsteinfelsen, die zum Teil über die Baumkronen hinausragen. Die höchste Erhebung im deutschen Teil des Wasgaus ist der Rehberg bei Annweiler mit knappen 577 Metern Höhe.
Der Wasgau besticht mit seinen imposanten meist rötlich gefärbten Buntsandsteinfelsen, die hier ebenso wie die mittelalterliche Geschichte die Landschaft prägen. Eine lange Tradition im Schusterhandwerk hat die Stadt Hauenstein. Und so wundert es kaum, dass einer der schönsten Wanderwege hier den Namen Schusterpfad erhalten hat.

Hauenstein
Wie lange es das Dorf am Nördlichen Rand des Wasgau tatsächlich schon gibt, weiß man heute nicht mehr so genau. In den Urkunden der Kirchengeschichte taucht es erstmals 1345 auf. Der Ort hat eine bewegte Geschichte hinter sich, denn im Laufe der Zeit wechselten nicht nur die Machthaber, sondern auch die Nationalität der Menschen. Mit der umliegenden Region wurde Hauenstein beispielsweise um 1800 für ein paar Jahre Teil der Französischen Republik, dann gehörte es zum Kaiserreich Napoleons. 1815 kam Hauenstein sogar zu Österreich. Dann schließlich ein Jahr später zum Königreich Bayern.

Man kann sich heute kaum noch vorstellen, wie weit die damaligen Herrschaftsgebiete reichten. Bis zum Zweiten Weltkrieg gehörte die Pfalz tatsächlich politisch zu Bayern. Sie bildete einen eigenen Regierungsbezirk als bayerische Pfalz oder auch Rheinpfalz. Erst nach 1946 trennte man die Region auf Anordnung der Französischen Besatzungsmacht von Bayern ab. Zusammen mit weiteren Gebieten wies man sie dem neu gegründeten Bundesland Rheinland-Pfalz zu.
Als Zeugnis der vielen Kriege findet man in der Region nicht nur unzählige Ruinen wehrhafter Burganlagen aus dem Mittelalter, sondern auch solche aus dem letzten Jahrhundert. Denn entlang der Grenze zu Frankreich reihen sich die Spuren der beiden Weltkriege aneinander. Im Klartext: Wehrtürme, Bunker und Anlagen der US-Armee, wie beispielsweise das Sonderwaffenlager Area One in der Nähe von Fischbach bei Dahn.

Größtes deutsches Schuhdorf
Hauenstein kann auf eine 300-jährige Schuhgeschichte zurückblicken. Und noch heute gibt es in dem eigentlich recht kleinen Dorf, das nur um die 3.500 Einwohner zählt, eine florierende Schuhindustrie. Im Ort: die Schuhmeile und das Deutsche Schuhmuseum. Auch für alle interessant, die ansonsten keinen Schuhfimmel haben.
Um 1790 trug es sich zu, dass die hiesige Garnison aufgelöst wurde und die vielen Soldaten rings um Pirmasens alle arbeitslos wurden. Um ihre Familien zu ernähren, wurden sie erfinderisch: Sie fertigten Schuhe aus Wolle und Stoff, sogenannte Schlappen. Wenn genügend Schlappen fertiggestellt waren, zogen sie durch die Lande und verkauften sie. Es dauerte nicht lange, da waren die Schuhe aus der Region bekannt und beliebt.

Vom Handwerk zur Industrie
Als dann im 19. Jahrhundert die Industrialisierung Einzug hielt, machte die Produktion schneller und günstiger. Und so entwickelten sich aus den kleinen familiären Betrieben ein paar Großbetriebe. In Schuhfabriken wurden rund um Pirmasens nun Schuhe industriell hergestellt. Und dabei stach der Ort Hauenstein besonders hervor. Innerhalb von nur wenigen Jahrzehnten erlangte das Dorf das Prädikat: größtes deutsches Schuhdorf.
Und daran änderten auch die beiden Weltkriege nichts. Zwar waren die Fabriken stark in Mitleidenschaft gezogen, doch schon bald machte man sich wieder daran, die Produktion aufzubauen und sogar noch zu erweitern. 1960 erreichte das rheinland-pfälzische Schuhdorf einen Höchststand bei den Beschäftigten. Rund 33.000 Mitarbeiter fertigten über ein Drittel aller Straßenschuhe aus Leder, die in Deutschland hergestellt und verkauft wurden.
Obwohl seit den 1970er Jahren die Produktion am Standort stark rückläufig ist, weil diese ins Umland oder in Niedriglohnländer ausgelagert wurden, so hält man hier doch an seiner Tradition fest. Seit den 2000er Jahren setzt die Region neue Signale für die Zukunft. Neben einem Prüf- und Forschungsinstitut hat man die Schuhfachschule durch eine neu gegründete Fachhochschule ergänzt. In Hauenstein ging die Offensive gegen den Strukturwandel sogar noch weiter. Hier gründete man 1996 das weltweit größte Schuhmuseum. Seit seiner Eröffnung erlebt auch die örtliche Schuhbranche einen enormen Aufschwung, sodass die Industriestraße heute zur Schuhmeile mit rund 30 Schuhgeschäften avancierte.

Das Schuhmuseum Hauenstein
Seit 20 Jahren ist das Schuhmuseum in Hauenstein eines der musealen Highlights der Region und der deutschen Schuhindustrie.
Adresse
Schuhmuseum
Turnstraße 5
76846 Hauenstein
Öffnungszeiten
- Dezember bis Januar geschlossen
- Februar: täglich 13:00 bis 16:00 Uhr
- März bis November: täglich von 9:30 bis 17:00 Uhr
Eintrittspreise
- Erwachsene: 8,00 Euro
- Kinder (6 bis 16 Jahre) und ermäßigter Eintrittspreis: 7,00 Euro
- Kinder unter 6 Jahren: frei
- Familienkarte: 20,00 Euro
- wenn ihr euch mit anderen zusammentut, bekommt ihr für eine Pauschale von 30 Euro auch eine Führung (zusätzlich zu 7,00 Euro Eintrittspreis)
- aktuelle Informationen

Wohnmobilstellplätze am Schuhmuseum
Hinter dem Schuhmuseum befindet sich seit 2022 ein wunderschön ruhig gelegener Wohnmobilstellplatz für 14 Wohnmobile.
- bezahlen könnt ihr im Schuhmuseum
- Strom und Wasser, Ver- und Entsorgung nur in den Sommermonaten
- keine Reservierung möglich
- Preis im Sommer: 10 Euro (inkl. Wasser, Abwasser und Müllgebühren)
- Preis für Strom (in der Saison): 1,00 Euro pro KWh (Münzautomat)
- rabattierter Preis im Winter (ohne Strom, Wasser etc.): 5,00 Euro
- aktuelle Infos

Kloster der Unbeschuhten Karmelitinnen
Die Ursprünge des Ordens reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Damals war der Orden ein Männerorden, der vollständig Brüder der allerseligsten Jungfrau Maria vom Berge Karmel heißt. Der Berg Karmel liegt im Norden Israels und sein Name bedeutet Weinberg Gottes. Dann kam es aber 1562 zu einer Reform durch Teresa von Avila, die ein Leben nach den ursprünglichen Ordensregeln erstrebte.
Sie war es, die zusammen mit einigen Mitschwestern das erste Kloster in Avila im spanischen Kastilien gründete. Diesem Kloster folgten 16 weitere in Spanien, die bald zusammen mit zwei anderen Brüdern den Ordenszweig der Unbeschuhten Karmeliten bildeten. Und von Spanien aus verbreitete sich der Ordenszweig in die ganze Welt. Bei uns wurde von Köln aus das erste Karmelitinnenkloster 1662 in Aachen gegründet.

Das Kloster in Hauenstein stammt aus dem Jahr 1958. Es liegt östlich des Ortes auf einer Anhöhe. Nach einer recht kurzen Bauzeit von nur sieben Monaten zogen elf Ordensschwestern in die neuen Gebäude. Schon bald vergrößerte man das Klosterareal und umgab den Klostergarten mit einer Mauer. Bis 1986 wuchs die Gemeinschaft auf 34 Schwestern an. Eigentlich viel zu viele für das kleine Kloster.
Nicht nur wegen des Platzes in den Gebäuden, sondern es gibt auch eine Regel, nach der die Klostergemeinschaft auf maximal 21 Schwestern begrenzt ist. Und so gründeten die Karmelitinnen von Hauenstein aus ein neues Kloster in Speyer. Die Zeiten änderten sich. 2022 waren nur noch sieben Schwestern übriggeblieben. Und da diese auch schon alle recht alt waren, verließen die Nonnen Hauenstein nach 65 Jahren, um zu sich zu ihren Schwestern in Essen, Speyer, Wemding und Lettland zu verteilen. Seitdem steht das Kloster hier im Wasgau leer.

Felsen auf dem Schusterweg
So richtig interessant machen den Rundweg die vielen Felsen aus Buntsandstein, die sich an manchen Stellen wie die Perlen auf einer Kette aneinanderreihen. Manche von ihnen haben fantasievolle Namen, andere nicht. Was aber keineswegs bedeuten muss, dass sie weniger beeindruckend sind. Überall kann man die für den Sandstein typischen Verwitterungsmerkmale (Wabenverwitterung) erkennen.
Verwitterung
Einen sehr großen Einfluss auf die Verwitterung haben die Temperaturen. Diese natürlichen Schwankungen zwischen Tag und Nacht, Sommer und Winter, und auch Befeuchtung und Abtrocknen sorgen dafür, dass die Strukturen im Gestein sich ausdehnen und zusammenziehen, sodass die inneren Strukturen geschwächt werden und Stücke abbrechen. Regenwasser sorgt außerdem dafür, dass sich Teile aus dem Sandstein-Gerüst herauslösen.
Neben diesen physikalischen Phänomenen sind es die chemischen Prozesse, die dafür sorgen, dass der Sandstein verwittert. Regenwasser enthält Kohlendioxid, dass mit Wasser zu Kohlensäure reagiert und damit den kalkhaltigen Stein auflöst. Schadstoffe in der Luft können nicht nur zu schwarzen Ablagerungen führen, sondern auch mit dem Gestein selbst reagieren. Und letztendlich leben auch Flechten und Mikroorganismen auf der Oberfläche, deren Ausscheidungen den Sandstein schädigen können.

Blitzfels am Netto-Markt
Beginnt man die Tour am Netto-Markt in Hauenstein und geht den schmalen Pfad bergauf, trifft man schon nach wenigen Metern auf die erste beeindruckende Felsformation. Der sogenannte Blitzfels verjüngt sich hinter einer Bank auf der linken Seite und der Pfad führt durch eine enge Felsenpforte auf die andere Seite. Auf der linken Seite öffnet sich an der Felswand ein imposantes Felsentor.

Neding-Felsmassiv
Der Neding oder Nedingfelsen verläuft auf über einem Kilometer Länge vom Queichtal bis zum Sattel des Mischberges. In der Gipfelregion findet man ein Felsenband aus Buntsandstein, das durch bizarre Formationen einzelner Felsen geprägt ist. Besonders schön ist das sogenannte Felsentor und der 12 Meter hohe, freistehende Nedingfelsen mit seinem Gipfelkreuz, der als Naturdenkmal ausgewiesen ist.
Wandert man auf dem Schusterpfad am Neding-Hauptfelsen vorbei in östliche Richtung, kommt man am Ende des Grats zu einer kleineren Felsenkette, die Ostgratfelsen genannt wird. Sie besteht aus verschiedenen Türmen, deren Nordseite sehr steil ins Tal abfällt. Hier befindet sich am Ende eines schmalen Grates ein Aussichtspunkt am Gipfelkreuz.
Felsenmassive am Weimersberg
Auf den ersten Blick erscheint der bewaldete Weimersberg im Süden der Ortschaft fast ein wenig unscheinbar. Doch wer sich die Mühe macht, ihn genauer zu erkunden, der findet hier so einige markante Buntsandsteinfelsen. Und der Schusterpfad führt an vielen von ihnen vorbei. Um die Felsen genauer zu betrachten, sind jeweils kurze Abstecher notwendig, die über einen schmalen Grat bis zum nackten Sandsteinriff mit grandioser Aussicht führen. Am Nordhang liegt der Kreuzfelsen und der Kahle Felsen, den Westhang krönt der Dorreinfelsen und der Backelstein am Südhang ist ebenso spannend.
Kreuzfelsen
Was ihr euch auf keinen Fall auf dem Hauensteiner Schusterpfad entgehen lassen dürft, sind die vielen kleinen Abstecher zu den Aussichtspunkten an den Steilkanten des Bergmassivs. Denn gerade sie sind es, die den Premiumwanderweg rings um Hauenstein ausmachen. Hier ist es ein Genuss, ein wenig zu verweilen oder die vielen kleinen Nischen zu erkunden, in denen seltene Pflänzlein wachsen, die mit den extremen Bedingungen hier auf dem kahlen Sandstein bestens zurechtkommen.

Backelstein
Der Backelstein erhebt sich um die 60 Meter nahezu senkrecht vom Tal über die Fichtengipfel bis zum Plateau auf dem Berg. Auf dem Felsenriff stand einmal eine frühmittelalterliche Spornburg aus Holz, von der heute allerdings kaum noch etwas zu sehen ist, weil sie schon früh mitsamt den Felsen unter ihr ins Tal gestürzt sein soll. Über die Burganlage, ihre Bewohner oder auch die genaue Bauweise weiß man heute nicht mehr viel, lediglich ein paar Pfostenlöcher im Fels weisen noch auf ihre Existenz hin.
Über einen kleinen Abstecher gelangt man vom Wanderweg bis zur Spitze des Backelsteins mit imposanter Aussicht auf Hauenstein. Wer die jeweiligen Felsvorsprünge begehen möchte, sollte trittsicher sein und festes Schuhwerk anhaben. Bei Nässe und Glätte raten wir von waghalsigen Kletterversuchen dringend ab, da der Grat nicht gesichert ist und akute Absturzgefahr herrscht! Bitte beachtet unbedingt auch die Hinweisschilder. Das Gebiet ist Vogelschutzgebiet und kann im Frühjahr teilweise für Wanderer gesperrt sein. Bitte haltet euch an die Verbotsregeln!
Hühnerstein
Der Hühnerfelsen oder Hühnerstein ist ein beliebter Aussichtspunkt auf vielen der hier entlanglaufenden Rundwege. Eine Steiganlage führt bereits seit den 1970er Jahren zum kleinen Gipfelplateau des 12 Meter hohen Felsen hinauf, der früher einmal die Grenze zwischen der Kurpfalz und dem fürstbischöflichen Speyer markierte. Heute verläuft hier die Grenzlinie zwischen den Gemeinden Hauenstein und Schwanheim.
Die Aufstiegsleiter mitsamt Absturzsicherung ist 2007 erneuert und zeitgleich der Felsen selbst von Bäumen freigestellt worden, um die Aussicht zu verbessern. Mit Hund ist die Steiganlage mit ihren rund 40 Stufen nur bedingt begehbar. Wir sind lieber nicht zusammen hinaufgeklettert. Mit Hühnern hat der Felsen allerdings nichts zu tun. Man sagt, dass sich sein Name von dem Wort Hunnenstein oder Hünenstein ableitet.

Naturdenkmal Dicke Eiche
Wer sich schon auf eine wunderschöne alte Eiche freuen sollte, der wird ein wenig enttäuscht sein. Denn die gewaltige Traubeneiche, die mit einem Stammumfang von über fünf Metern zu den stattlichen Exemplaren gehörte, ist von zerstörungswütigen Vandalen nach 300 Jahren hier im Wald so verstümmelt worden, dass er im Jahr 2010 aus Sicherheitsgründen gefällt werden musste. Es ist wirklich traurig. Heute liegt ihr monströser Stamm am Wegesrand, flankiert von einem idyllischen Picknickplatz, einer Gedenktafel und einem Infoschild, die nur vage an die einstige Schönheit erinnern.
Wanderheim Dicke Eiche
Kurz vor dem Platz, an dem einst die Dicke Eiche Stand, befindet sich das gleichnamige Wanderheim des Pfälzerwaldvereins. Hier könnt ihr nicht nur übernachten (was hoffentlich auf dem Rundweg nicht nötig sein sollte), sondern auch eine gute Verpflegung für hungrige und durstige Wanderer bekommen. Allerdings hat die Gaststätte nicht täglich geöffnet. Schaut also lieber im Vorfeld nach, wenn ihr hier einkehren möchtet (wir haben nämlich leider nicht nachgesehen und prompt vor verschlossenen Türen gestanden).
Öffnungszeiten
- Samstag und Sonntag
- alle Feiertage (außer 1. und 2. Weihnachtsfeiertag und Neujahr)
- Mai bis Ende Oktober: zusätzlich mittwochs
- „Zwischen den Jahren“ täglich
- jeweils von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr
- Heiligabend und Silvester bis 16:00 Uhr geöffnet
- leider keine Hunde erlaubt
- Alle Infos

Wanderung auf dem Hauensteiner Schusterpfad
Beschreibung
Zunächst geht es vom Parkplatz aus links auf dem mit Schusterpfad ausgewiesenen Pfad am Netto-Markt vorbei. Der Weg windet sich durch den Blitzfels (1) und führt dann immer weit oberhalb von Hauenstein an der Flanke des langgestreckten Berges entlang. Hinter dem Backöfele (2) passieren wir die Falkenburgstraße geradeaus und gelangen anschließend zum ersten Felsenturm des Neding-Massivs (3), das sich dann mit einer langgestreckten Sandsteinformation oberhalb des Weges entlang zieht. Mittendrin ein Felsentor, am Ende dann ein Grat, der zur Aussichtsplattform mit dem Gipfelkreuz führt.
Ein Stück weiter biegen wir der Markierung Schusterpfad folgend nach rechts ab. Es geht den Hang hinab am Ortsrand entlang am ehemaligen Kloster (4) vorbei, dann nach links ein Stück über die Wiesen und Weiden. Wir folgen dem Streckenverlauf zweimal nach rechts und kommen an eine asphaltierte Straße (An der Vogelhege). Dieser folgen wir nach links und biegen an deren Ende nach links auf die Weißenburger Straße.
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Hinter dem letzten Haus auf der rechten Seite biegen wir an der Einmündung der Am Weimersberg Straße nach links und gleich wieder rechts in den Wald hinein (gut ausgeschildert). Im Wald halten wir uns zweimal direkt rechts und wandern auf dem Pfad parallel zum Am Weimersberg entlang. An der Gabelung nach gut 200 m halten wir uns links und kommen am Ende des Weimersberges zum ersten Abstecher zum Felsentisch und Kreuzfelsen (5).
Ab hier geht es immer Richtung Süden am Hang des Weimersberges entlang. Alle paar Meter zweigt wieder ein Abstecher nach links. Zunächst zum Kahlen Felsen, dann zum Dörreinfelsen und zum Backelstein. Hinter dem Backelstein halten wir uns immer rechts. Der Pfad führt uns zunächst nach Osten, dann (rechts) nach Süden an einer Schutzhütte (9) vorbei zum Hühnerstein (10). Hinter dem Hühnerstein passieren wir die nächste Kreuzung geradeaus, dann nehmen wir den linken Weg. Die Markierung führt uns weiter durch den Wald bis nahe an die PWV-Hütte (11). Um die Hütte zu erreichen, müssen wir ein kurzes Stück nach rechts. Ansonsten gehen wir weiter geradeaus.
An der nächsten Gabelung nehmen wir den rechten Weg, der uns zur (inzwischen gefällten) 300-jährigen Eiche mit Picknickplatz (12) führt. An der Kreuzung vor der Eiche nehmen wir den rechten Weg und wandern an der Flanke des Mittelschachenberges entlang durch den Wald. An einer Gabelung gehen wir rechts und gelangen zur Winterkirche (13). Wenn ihr an der Kreuzung ein paar Meter nach rechts lauft, befindet sich dort der kleine Marienbrunnen.
An der Kreuzung bei der Winterkirche gehen wir geradeaus weiter und folgen der Markierung Schusterpfad über den Hang des Winterbergs an der Himmelspforte (15) vorbei zur Schutzhütte und dem Trifelsblick (16). An der folgenden Gabelung halten wir uns links, an der T-Kreuzung wieder links. An der nächsten Gabelung geht es rechts weiter, etwa 300 m später biegen wir nach rechts ab und gelangen an eine Sternkreuzung mit der Schutzhütte Vier Buchen.
Hier nehmen wir den ersten Weg nach rechts und halten uns gleich wieder rechts. Der Schusterpfad leitet uns nun Richtung Zimmerberg. An der Gabelung nehmen wir den rechten Zweig, dann passieren wir eine Lichtung am Rauschlochfelsen. An deren Ende biegen wir nach rechts ab und nehmen bei der strahlenförmigen Kreuzung den dritten Weg von rechts. Auf dem rechten Weg ist ein kurzer Abstecher zum Zimmerberg-Türmchen (18) möglich.
Nach etwa 150 m wandern wir scharf links auf den Pfad, dann über eine Rechskurve im Weg geradeaus weiter. An der nächsten Kreuzung biegen wir nach rechts ab und gelangen am Mondfelsen vorbei wieder zum Ausgangspunkt zurück.
Route

Höhenprofil

Details
- Start/Ziel: Am Netto-Markt, Pirmasenser Str. 6 (Pfad rechts neben dem Markt)
- Alternativer Startpunkt: Schuhmuseum, Turnstraße 5
- Länge: 15,9 km (inkl. Abstecher zu den Felsen)
- Dauer: 5 bis 5,5 Stunden
- Markierung: Schusterpfad (Schuh auf gelbem Grund)
- Anstieg: 435 m
- Für Kinderwagen/Buggy geeignet: nein
- DOWNLOAD KARTE als pdf: Hauensteiner-Schusterweg-Karte.pdf
GPX-DATEN FÜR GPS-GERÄTE UND WANDER-APPS
So funktioniert´s: Anleitung zum Download und Importieren in eine Wander-App oder ein mobiles GPS-Gerät

Essen und trinken
Auf dem Schusterpfad liegt die Hütte des Pfälzerwaldvereins Dicke Eiche (Adresse und Öffnungszeiten siehe oben). In Hauenstein sind weitere Gaststätten und Cafés vorhanden.
- Hotel Hauensteiner Hof, Burgstraße 18
- Landgasthof Hotel Zum Ochsen, Marktplatz 15
- Waldhotel Felsentor, Bahnhofstr. 88
- Neu´s Back Café, Pirmasenser Str. 3
- Gaststätte Zwickerstubb, Hauptstr. 4
- Bäckerei und Konditorei Müller, Marktplatz 13
- Paddelweiher Hütte, Dahner Str. 100
Anfahrt: Wie komme ich nach Hauenstein?
Anreise mit der Bahn
Bahnlinie RB 55 Landau-Pirmasens, der Einstiegspunkt zum Schusterweg liegt nur 80 m vom Bahnhof entfernt. Vom Bahnsteig aus geht ihr über die Bushaltestellen geradeaus hinüber und biegt vor dem ersten Haus in der Falkenbergstraße nach links auf den Pfad (Schusterpfad). Alternativ könnt ihr natürlich auch die 500 m bis zum Netto gehen und von dort aus den Rundweg regulär starten.
Anreise mit Pkw, Motorrad oder Wohnmobil
Über die A6
Wenn ihr aus dem Osten aus Richtung Nürnberg oder Heilbronn kommt, nehmt ihr auf der A6 die Ausfahrt 30 (Speyer/Koblenz/Saarbrücken). Dann folgt ihr der A61 und nehmt nach 11 km die Abfahrt 63 Landau/Speyer. Ab hier haltet ihr euch immer Richtung Landau und bei Landau Richtung Pirmasens. Hinter Annweiler und Rinnthal kommt der Abzweig nach Hauenstein.
Über die A61
Aus dem Norden kommend nehmt ihr auf der A61 die Ausfahrt 61 Landau/Neustadt a.d. Weinstraße und haltet euch zunächst immer Richtung Landau, dann Richtung Pirmasens. Hinter Rinnthal biegt ihr nach Hauenstein ab.

Parken
- Parkplatz am Pennymarkt/Netto, Pirmasenser Str. 1
- Alternativeinstieg: Deutsches Schuhmuseum, Turnstr. 5 (Parkplatz für Pkw und Stellplatz Wohnmobil)
Ein weiterer Startpunkt liegt auf dem Parkplatz des Schuhmuseums. Von hier aus geht ihr die Turnstraße weiter Richtung Wald, biegt dort am Waldrand nach links ab und folgt der Straße Am Weimersberg bis zur Weißenburger Straße/L495. Dort haltet ihr euch noch vor der Straße auf den Pfad nach rechts und folgt ab hier der Markierung Schusterpfad.
Fazit
Zweifelsfrei ist der Hauensteiner Schusterpfad rings um den Luftkurort Hauenstein in der Südwestpfalz ein Rundweg in Premiumqualität. Die Routenführung ist perfekt gewählt: ein sehr großer Teil verläuft auf naturnahen Pfaden durch den duftenden Kiefernwald, den Weg säumen unzählige Felsformationen, atemberaubende Aussichten und nicht zuletzt die gute Beschilderung machen die Tour zu einem echten Erlebnis. Bei Nässe und Glätte ist der Rundweg weniger zu empfehlen, da bei diesen Bedingungen die Abstecher zu den steil abfallenden Felsen zu gefährlich sind.















