KRÄUTERBUTTER SELBER MACHEN – unsere liebsten Rezepte

Kräuterbutter schmeckt toll zu Steak Fisch, verfeinert Gemüse oder einfach nur aufs Brot. Besonders lecker ist Kräuterbutter natürlich auf geröstetem Brot, oder wenn das Brot noch warm ist und sie leicht zerläuft. Egal, ob als klassische oder auch vegane Variante, Kräuterbutter ist einfach und im Handumdrehen selbst gemacht.

Nicht nur beim Grillen der Hit: Selbst gemachte Kräuterbutter

Klar, Kräuterbutter kann man im Supermarkt kaufen. Allerdings hört es bei der gängigen Variante dann meist schon auf. In manchen Läden gibt es vielleicht noch Knoblauchbutter, das war´s dann auch schon. Wer es etwas raffinierter mag, sollte seine Kräuterbutter selber machen. Es gibt doch so viele kreative Rezepte mit frischen Kräutern oder exotischen Gewürzen – ganz so, wie ihr es am liebsten habt. Hier findet ihr unsere liebsten Rezepte: von klassischer Kräuterbutter bis hin zu Bärlauchbutter oder einer frischen Zitronen-Thymian-Butter.

Kräuterbutter ohne Butter?!

Kräuterbutter braucht nicht unbedingt Butter als Grundlage. Wer den würzigen Brotaufstrich liebt, aber keine Butter verwenden möchte, kann auch ohne tierische Fette eine tolle Kräuterbutter herstellen. Ein feines Aroma mit frischen Kräutern ergibt auch

  • klassische pflanzliche Margarine
  • butterhaltiger Aufstrich (wie Butter mit Rapsöl)
  • laktosefreie Butter
  • vegane Alternativen auf der Basis von Raps- oder Leinöl und Kokosfett

Die beliebteste Butteralternative bei Kräuterbutter: pflanzliche Margarine

Was ist bei der Zubereitung von Kräuterbutter zu beachten?

Kommt die Butter direkt aus dem Kühlschrank, lässt sie sich nur schwer verarbeiten. Deshalb solltest du sie mindestens eine halbe Stunde vor der Zubereitung der Kräuterbutter aus dem Kühlschrank nehmen. Am besten holst du sie gleich aus dem Papier heraus und legst sie zum Temperieren gleich in eine Schüssel.

Ist die Butter oder pflanzliche Variante auf Zimmertemperatur, kannst du die Zutaten leicht mit einer Gabel untermischen. Außerdem nimmt sie jetzt die Aromen besser auf. Auch das Salz löst sich in zimmerwarmem Zustand besser.

Sind alle Zutaten gut unter die Butter gemischt, kannst du sie entweder in eine kleine Tupperdose mit Deckel füllen oder in einer Folie zu einer Rolle formen. Anschließend kommt sie noch einmal für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank, um wieder auszuhärten. Am besten bereitest du die Kräuterbutter bereits am Vortag zu, dann sind alle Aromen gut verteilt und die Butter schmeckt intensiver nach den feinen Kräutern und Gewürzen als frisch zubereitet.

Tipp: Steht die Kräuterbutter offen für mehrere Stunden im Kühlschrank, kann sie Gerüche (von Käse oder anderen Lebensmitteln) aufnehmen. Andererseits schmecken wahrscheinlich alle anderen Lebensmittel nach Knoblauch, wenn du eine kräftige Knoblauchbutter unverschlossen im Kühlschrank aufbewahrst. Am besten steckst du sie daher in einen verschließbaren Behälter.

Welche Kräuter passen zu Kräuterbutter?

Prinzipiell sind bei der Auswahl der Kräuter eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Von den klassischen Kräutern wie Petersilie und Schnittlauch bis hin zu mediterranen Kräutern wie Basilikum oder Oregano. Wer einen eigenen Garten oder einen Kräutertopf in der Küche oder auf dem Balkon stehen hat, nimmt einfach, wonach ihm der Sinn steht. Und noch einfacher geht es mit tiefgekühlten Kräutern. Es kann nie schaden, ein paar Kräuter im Gefrierschrank zu haben, so müsst ihr euch nicht nach der Jahreszeit richten und habt immer das passende Kraut zu Hause.

Perfekt für mediterrane Kräuterbutter: Thymian

  • Petersilie
  • Schnittlauch
  • Basilikum
  • Dill
  • Oregano
  • Majoran
  • Estragon
  • Salbei
  • Rosmarin
  • Thymian

Welche Kräuter ihr für die Butter verwendet, ist eurem eigenen Geschmack überlassen. Ich richte mich meist danach, was alles so im Garten oder in meiner Tiefkühltruhe verfügbar ist. Petersilie gehört für uns aber in jedem Fall immer mit dazu. Getrocknete Kräuter sind nicht die beste Wahl. Häufig schmecken sie in der Butter seifig oder nach Stroh. Deshalb verwende ich ausschließlich frische Kräuter.

Welche Menge soll ich machen?

Wie viel Kräuterbutter du vorzugsweise machst, hängt natürlich davon ab, zu wie vielen Personen ihr beim Essen seid. Für zwei Personen reicht meist schon eine halbe Portion, also 125 g Butter. Für eine Grillparty mit über 20 Gästen geht gut und gerne schon mal die doppelte Menge (500 g) drauf. Bei einer großen Gästeschar kannst du gleich verschiedene Varianten anbieten, das kommt immer gut an.

Tipp: Ich selbst mache immer gleich eine ordentliche Portion. Was übrig bleibt, wird in einer Rolle aus Frischhaltefolie oder in kleinen Töpfen eingefroren. So habt ihr auch später immer etwas in der Gefriertruhe, wenn es einmal schnell gehen muss oder gerade keine frischen Kräuter da sind.

Unsere liebsten Kräuterbutter-Rezepte

Mal klassisch, mal exotisch – wir variieren gerne, je nachdem, ob wir die Kräuterbutter zu Baguette oder Stockbrot, Fleisch, Fisch oder Gemüse essen.

Klassische Kräuterbutter

Wer die Kräuterbutter gleich mit mehreren Kräutern würzen möchte, sollte natürlich eine entsprechend geringere Menge der einzelnen Kräuter verwenden. Als Faustregel für die Menge an Kräutern insgesamt gilt:

Etwa ein drittel Kräuter und zwei Drittel Butter (Volumen).

Wenn du dich an diese Mengenangaben hältst, brauchst du dir keine Gedanken darüber zu machen, wie groß ein Bund Kräuter ist.

Wer keinen Knoblauch verträgt oder mag, kann darauf auch ganz verzichten. Auch die Kräuter alleine ergeben schon einen fantastischen Geschmack!

Zutaten

  • 1 Bund frische Kräuter
  • 250 g Butter oder Alternative
  • Salz
  • 1 Knoblauchzehe

Zubereitung

  1. Kräuter waschen und abtrocknen. Blätter abzupfen und mit dem Küchenmesser, einen Wippmesser oder der Küchenmaschine klein hacken.

  2. Weiche Butter mit Salz abschmecken.

  3. Knoblauchzehe schälen und in kleine Würfel schneiden und unter die Butter mengen. Wer keine stinkenden Finger möchte, sollte dabei Handschuhe tragen. Alternativ kann die ungeschälte Knoblauchzehe auch durch die Knoblauchpresse drücken. Die Schale bleibt automatisch in der Presse hängen.

  4. Kräuter unter die Masse mischen und kalt stellen

Knoblauchbutter

Es geht natürlich auch ohne Kräuter. Für Steak oder Fisch ist auch eine feine Knoblauchbutter die perfekte Ergänzung.

  • 250 g Butter
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Bund Petersilie
  • Salz
  • 1 Bio-Zitrone
  1. Knoblauchzehe schälen und in kleine Würfel schneiden und unter die Butter mengen. Wer keine stinkenden Finger möchte, sollte dabei Handschuhe tragen. Alternativ kann die ungeschälte Knoblauchzehe auch durch die Knoblauchpresse drücken. Die Schale bleibt automatisch in der Presse hängen.

  2. Butter, Margarine oder Alternative mit Salz abschmecken.

  3. Die Schale der Zitrone abreiben.

  4. Alle Zutaten gut mischen und kühl stellen.

Bärlauchbutter

Eine perfekte Alternative zu Knoblauch

Eine tolle Alternative zu Knoblauch ist Bärlauch. Allerdings gibt es das feine Gewürz frisch meist nur im Frühjahr. Ihr könnt Bärlauch natürlich im Laden kaufen, aber auch selbst in den Wald gehen und gleich eine größere Menge sammeln. Es lohnt sich, einen Vorrat im Gefrierfach anzulegen, damit ihr jederzeit die feine Bärlauchbutter zubereiten könnt und nicht aufs nächste Frühjahr warten müsst.

Zutaten

  • Bärlauch (etwa 10 bis 15 Blätter)
  • 250 g Butter
  • Salz
  • Currypulver oder Kurkuma

Selbstgemachte Bärlauchbutter

Zubereitung

  1. Butter mit Salz abschmecken und eine Prise Currypulver zufügen.

  2. Bärlauch waschen, abtrocknen und klein schneiden oder hacken. Anschließend unter die Butter mischen und kaltstellen.

Röstzwiebel-Butter

Mal anders: Röstzwiebelbutter

Röstzwiebeln schmecken nicht nur zum Hotdog toll. Auch in einer Kräuterbutter, oder besser gesagt Zwiebelbutter, sind sie eine tolle Variante! In der Butter verwendet man aber keine fertigen Röstzwiebeln. Sehr viel besser sind die Aromen in der Zwiebelbutter, wenn ihr die Zwiebeln frisch anröstet. Schmeckt toll zu Grillfleisch oder auch im Burger. Und natürlich zu warmem Baguette oder selbst gemachtem Stockbrot.

Zutaten

  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • Salz
  • 250 g Butter oder Margarine

Zubereitung

  1. Weiche Butter mit Salz abschmecken.

  2. Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schneiden.

  3. Einen Esslöffel der Butter in der Pfanne erhitzen und die Zwiebelwürfel darin anbräunen.

  4. Erkalten lassen und unter die Butter mischen. Anschließend in den Kühlschrank stellen.

Zitronen-Thymian-Butter

Mal was ganz anderes als sonst ist eine feine Zitronen-Thymian-Butter. Sie verzichtet komplett auf Knoblauch und andere starke Gewürze und Zutaten. Zitronen-Thymian-Butter hat ein besonders feines Aroma, das es aber in sich hat. Sie schmeckt nicht nur perfekt zu Fisch oder Gemüse, sondern auch zu vielen anderen Gerichten. Probiert es einfach mal aus!

Zutaten

  • 1 Bund Thymian
  • 125 g Butter
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz

Zitronen-Thyman-Butter

Zubereitung

  1. Bio-Zitrone mit heißem Wasser abspülen, trocken tupfen und die Schale abreiben. Achtet darauf, nur das Gelbe der Schale abzureiben und nicht auch die dicke, weiße Schicht. Sie hat nur wenig Zitronenaroma und schmeckt oft bitter.

  2. Thymian waschen und trocken schütteln. Die Stängel von Thymian sind meist schon leicht verholzt, deshalb solltet ihr sie nicht mit verwenden. Die Blättchen müsst ihr aber nicht einzeln abzupfen. Besonders schnell geht es, wenn ihr die Thymian-Stängel an der Spitze haltet und mit dem Daumen und Zeigefinger die Blätter nach unten abstreift. So lösen sie sich leicht vom harten Stängel.

  3. Knoblauch schälen und in kleine Würfel schneiden. Wer eine Knoblauchpresse hat, muss die Knoblauchzehe nicht schälen und kann sie einfach durchdrücken. Die Haut bleibt automatisch in der Presse zurück.

  4. Die weiche Butter mit Salz und Zitronensaft abschmecken. Anschließend alle anderen Zutaten untermischen.

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