FRÄNKISCHE SCHWEIZ

Wandertouren und Ausflugsziele im Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura

Eine der ältesten Ferienregionen in ganz Deutschland ist die Fränkische Schweiz zwischen Nürnberg, Bamberg und Bayreuth. Mit ihren geheimnisvollen Höhlen, wilden Felsen, mächtigen Burgen und romantischen Tälern eine abwechslungsreiche Region zum Abschalten und Entspannen, aber auch zum Entdecken. Nicht zu vergessen: die höchste Brauereidichte der Welt. Und das sind nur einige der unendlich vielen Gründe, warum die Fränkische Schweiz so beliebt ist und zu den schönsten Ecken in Bayern zählt.



Die „Entdeckung“ der Fränkischen Schweiz

Ihren Namen verdankt die Fränkische Schweiz den beiden Erlanger Studenten Ludwig Tieck und Heinrich Wackenroder. Früher hieß die Gegend Muggendorfer Gebürg und bezeichnete eigentlich nur die Gegend rund um das Wiesenttal.

Adlerstein zwischen Riesenburg und Quackenschloss bei Engelhardsberg im Wiesenttal
Adlerstein bei Engelhardsberg


Als die zwei Studenten sich an Pfingsten 1793 auf den Weg machten, die „Merkwürdigkeiten der Natur, die sie von Erlangen so nah hatten, kennenzulernen“, benutzten sie in ihren Schilderungen und Briefen an die Eltern von ihrer Pfingstreise mehrfach den Ausdruck Fränkische Schweiz, weil sie das Gebiet mit seinen Felsen, Bergen und Tälern an die Schweiz erinnerte.

Damit kurbelten die beiden den Tourismus der Region erst so richtig an. Damals war es in Mode, seinen Urlaub in der Schweiz zu verbringen. Und bei wem das Geld nicht für die echte Schweiz reichte, dann bestimmt für die Kleine Schweiz rund um das Wiesenttal.

Zu den Wahrzeichen der Fränkischen Schweiz zählt auch der Staffelberg


Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura

Heute ist die Region, die als Fränkische Schweiz bezeichnet wird, deutlich umfangreicher als zu Zeiten der beiden Namensgeber. 1968 gründete man den Naturpark Fränkische Schweiz – Veldensteiner Forst, der 2018 in Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura umbenannt wurde.

Der Naturpark ist fast deckungsgleich mit der Nördlichen Frankenalb, einem Teil der Fränkischen Alb, die sich zwischen dem Obermaintal bei Lichtenfels bis zum Pegnitztal bei Hersbruck erstreckt.

Kern der Fränkischen Schweiz ist das Wiesenttal und der Veldensteiner Forst, der zu den größten zusammenhängenden Waldgebieten in Bayern zählt. Hinzu kommen die Hersbrucker Alb, das Obere Maintal und – nicht zu vergessen – der Oberpfälzer Jura. Tatsächlich dehnt sich der Naturpark Fränkische Schweiz bis in die Oberpfalz aus, auch wenn diese eigentlich nicht zu Franken gehört.



Blick von der Binghöhle über das Wiesenttal bei Muggendorf


Ausflugsziele in der Fränkischen Schweiz

Ziele, die einen Ausflug lohnen, gibt es in der Fränkischen Schweiz jede Menge: mittelalterliche Burgen, geheimnisvolle Höhlen, abenteuerliche Kletterfelsen, romantische Flusstäler und noch so manches mehr. In luftige Höhen geht es auf dem Skywalk in Pottenstein oder einem der zahlreichen Aussichtstürme, auf denen ihr eine fantastische Aussicht über die Frankenalb habt.



Eine Zeitreise in die Welt der Könige und Markgrafen

Schon vor fast tausend Jahren war der heutige Naturpark Fränkische Schweiz bei Königen und Markgrafen beliebt. Strategisch lag das Gebiet günstig, denn hier verliefen die ehemaligen Handelsstraßen. Und schließlich musste man sein Gebiet ja auch gegen Eindringlinge verteidigen. Schöne Beispiele für gut erhaltene Burgen findet ihr in Wonsees mit der Burg Zwernitz, der Burg Pottenstein, der Burg Gößweinstein oder auch der Burg Rabenstein im Ahorntal.

Felsburg Tüchersfeld

Hinzu kommt, dass man auf den vielen Gipfeln der Mittelgebirgsregion Frankenalb natürlich die Möglichkeit hatte, Festungen mit gutem Weitblick zu errichten. Wen wundert es da, dass auf vielen felsigen Anhöhen im 11. und 12. Jahrhundert massive Burgen gebaut wurden.

Einige von ihnen durchlebten im 17. und 18. Jahrhundert eine Verwandlung zum pompösen Schloss. Andere wurden gleich als Landsitz der Adeligen erbaut. Hierzu gehört das Schloss Fantaisie in Eckersdorf, die beiden Schlösser der Eremitage in Bayreuth und Schloss Seehof in Memmelsdorf bei Bamberg. Es gibt so unglaublich viel zu entdecken, dass ihr hier in der Fränkischen Schweiz am besten gleich einen ausgiebigen Urlaub *Urlaub plant, um alles in Ruhe ansehen zu können.

Leider sind die meisten alten Burgen irgendwann zerstört und nicht wieder aufgebaut worden. Als geheimnisumwobene Ruinen ziehen sie heute dennoch die Besucher an. Egal, ob die Burgruine Streitberg, die Burgruine Rotenhahn oder die Burgruine Lichtenstein, sie alle tragen immer noch das Flair vergangener Zeiten in sich. Viele Ortschaften in der Fränkischen Schweiz haben daher ihre Existenz einer solchen Burg zu verdanken.



Traumhafte Hofgärten, winzige Terrassengärten und wilde Felsengärten

Für Blumen- und Gartenliebhaber empfehlen sich die vielen Parks und Schlossgärten wie der Schlosspark Seehof. Rund um Bayreuth gibt es sie wie Sand am Meer. Hier haben sich im 18. und 19. Jahrhundert die Markgräfin Wilhelmine und ihre Verwandten ausgetobt: sei es der Hofgarten Bayreuth, der Hofgarten der Eremitage oder auch der Schlosspark Fantaisie. Eine der Parkanlagen Wilhelmines, der sich von allen anderen so völlig unterscheidet und bei dem man sich fragen mag, ob es sich hier überhaupt um einen Park handelt, möchten wir euch ganz besonders an Herz legen: den Felsengarten Sanspareil.

Terrassengarten in Hollfeld

Natürlich gibt es noch unzählige andere, ein Geheimtipp ist und bleibt jedoch der Terrassengarten in Hollfeld, der sich mitten im Ort steil an den Felshang schmiegt. Ein weiteres Kleinod liegt versteckt am Rande der kleinen Ortschaft Eschenbach bei Hersbruck im Nürnberger Land: der Wengleinpark. Dieser kleine „Kurpark“ wurde von dem Industriellen Carl Wenglein für seine kranke Tochter direkt am Eingang zum Hirschbachtal in der Hersbrucker Schweiz angelegt.



Höhlen in der Fränkischen Schweiz

Was wäre eine Reise in der Fränkischen Schweiz ohne den Besuch einer der unzähligen Höhlen. Schließlich waren sie der Anlass dafür, dass schon vor über 200 Jahren Professoren und ihre Studenten das Land der tausend geheimen Höhlen erforschten. Dann kamen die Schriftsteller und Künstler, die auch die oberirdischen Schönheiten des Mittelgebirgszugs mit seinen romantischen Tälern und Burgen für sich entdeckten. Die Karstregion hat eine Fülle von Tropfsteinhöhlen hervorgebracht, die zu einem Teil zu Schauhöhlen ausgebaut wurden.

Zu den bekanntesten Publikumsmagneten unter der Erde hier im Fankenland gehören die Teufelshöhle in Pottenstein, die Sophienhöhle im Ahorntal, die Maximiliansgrotte im Veldensteiner Forst, die König-Otto-Höhle in Velburg, die Osterhöhle bei Trondorf und unser persönlicher Geheimtipp, die Binghöhle in Streitberg. Neben ihnen scheint es an jeder Wegbiegung eine weitere kleine oder große Höhle zu geben, viele von ihnen, wie die Einsturzdoline Riesenburg, die Höhlenruine Quackenschloss und die Petershöhle bei Hartenstein sind begehbar und können auch von Familien mit Kindern auf einer kleinen Wanderung erforscht werden.

NOCH MEHR HÖHLEN IN DER FRÄNKISCHEN SCHWEIZ



Romantische Täler im Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura

Charakteristisch für die Fränkische Schweiz sind nicht nur die bizarren Felsenklippen, die gen Himmel zu wachsen scheinen, oder die tausenden von Höhlen. Tatsächlich beeindrucken auch die tiefen Täler, an deren Südhängen hier und da seltene Wacholderheiden wachsen. Schöpfer und Lebensader des Naturparks sind vor allem die Flüsse Wiesent und Pegnitz, die hier noch weitestgehend natürlich mäandrieren dürfen und deshalb hier und da von romantischen Auenlandschaften umgeben sind.

Stiller ist es an ihren vielen Nebenflüssen, die weitere paradiesische Täler geschaffen haben. Im Ailsbachtal findet man nicht nur Wacholderheiden und Trockenwiesen, an den Ufern des Ailsbachs wachsen im Mai und Juni auch seltene Orchideen. Besonders ruhig ist es im wunderschönen Lochautal zwischen Plankenfels und Schönfeld.



Tradition und Moderne: Verträumte Dörfer im Frankenjura

Drunten im Tal schmiegen sich kleine Ortschaften mit Tradition an die Bäche und Flüsse, die diese Täler in Jahrtausenden geschaffen haben. Allen voran die Wiesent, dem Hauptfluss und der Wiege der Fränkischen Schweiz. An der Wiesent liegen die bekanntesten Dörfer im Naturpark: Pottenstein, Gößweinstein, Waischenfeld, Muggendorf und Streitberg. Andere Ortschaften sind durch ihre ehemaligen adligen Bewohner bekannt. Hierzu gehören sicherlich Eckersdorf, Wonsees oder auch Ahorntal. Und überall gibt es tolle *Ferienwohnungen für Familien mit Kindern.



Wandern in der Fränkischen Schweiz

Nirgendwo in Deutschland lassen sich schroffe Felsen und geheimnisvolle Höhlen, waldreiche Berge und romantische Täler, alte Kultur und atemberaubende Natur auf so eindrucksvolle Weise kombinieren wie auf einer Tour durch die Fränkische Schweiz. Am besten geht das auf einer entspannten Wanderung. Der Naturpark ist perfekt mit gut ausgeschilderten Wanderwegen durchzogen, auf denen man auf engstem Raum und kurzer Route schon eine Fülle verschiedener Highlights entdecken kann. Am schönsten ist es jedoch, einfach mal aufs gerate wohl durch die Landschaft zu streifen und sich überraschen zu lassen, was der Weg so an kleinen und großen Sehenswürdigkeiten bereithält. DIE SCHÖNSTEN WANDERTOUREN IN DER FRÄNKISCHEN SCHWEIZ


Auf unserer INTERAKTIVEN KARTE von Bayern findet ihr alle unsere Highlights in der Fränkischen Schweiz!

4 Gedanken zu „FRÄNKISCHE SCHWEIZ“

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