STOCKBROT-REZEPTE

Stockbrot: So einfach gelingt das Knüppelbrot

Ihr habt abends Lust auf eine gemütliche Runde am Lagerfeuer? Das geht auf den Campingplätzen in Kanada fast überall. Und wir zeigen euch, wie ihr Stockbrotteig mit oder auch ohne Hefe zubereiten könnt, sodass er immer gelingt und gut schmeckt. Hier erfahrt ihr auch, wie ihr den Teig verfeinern könnt und welches Holz sich für das Stockbrot eignet.

Trommel deine Kinder, vielleicht auch noch die Nachbarn zusammen, denn heute zündeln wir: Es gibt Stockbrot! Dieses schnelle Brot, das regional auch Knüppelteig, Knüppelbrot oder Knüppelkuchen genannt wird, besteht entweder aus Hefeteig oder einem schnell zusammengerührten Quark-Öl-Teig, den ihr ganz nach Lust und Laune mit herzhaften oder auch einmal süßen Zutaten verfeinern könnt.

Stockbrotteig mit Hefe

Anleitung Schritt für Schritt

Zutaten für den Grundteig (ca. 8-10 Portionen)

  • 250 g Mehl (Weizen, Dinkel oder auch Vollkorn)
  • ½ Teelöffel Salz
  • 150 ml lauwarmes Wasser
  • ½ Würfel frische Hefe (oder ein Päckchen Trockenhefe)
  • ½ Teelöffel Zucker (oder ½ Esslöffel Honig)
  • 2 Esslöffel Öl

Schritt 1

Gebt das Mehl und das Salz in eine Schüssel. In einer großen Tasse oder einem Messbecher wird die Hefe und der Zucker (Honig) in lauwarmes Wasser gebröselt und unter Rühren aufgelöst.

Schritt 2

In die Mitte des Mehls eine Mulde drücken und das Wasser-Hefe-Gemisch sowie das Öl hineingeben. Wenn ihr ein Handrührgerät dabei habt, verrührt ihr den Teig mit dem Knethaken. Ansonsten funktioniert das auch prima mit den Händen (vorher einmehlen). Am besten macht ihr das gleich draußen, denn dort ist es egal, ob etwas Mehl aus der Schüssel fällt und ihr müsst anschließend nicht sauber machen.

Schritt 3

Schüssel mit dem Teig abdecken (Klarsichtfolie oder feuchtes Handtuch) und 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Schritt 4

Inzwischen ein paar lange, feste Stöcke am dünneren Ende entrinden. Alternativ könnt ihr auch einen Streifen Alufolie fest um Die oberen 15 cm des Stockes wickeln und dies mit Öl bestreichen.

Schritt 5

Noch einmal den Teig und die Hände mit etwas Mehl bestäuben und gut durchkneten. Stockbrotteig in 8 bis 10  Stücke Teilen und zwischen den Händen zu 20 Zentimeter langen Strängen rollen. Sollte der Teig kleben, fettet ihr am besten die Händen einfach mit ein paar Tropfen Öl ein.

Schritt 6

Je einen Teigstrang spiralförmig um das Stockende schlingen und an den Enden leicht festdrücken. Das Stockbrot etwa 10 bis 12 Minuten über dem Feuer rösten und den Stock dabei gelegentlich drehen, damit das Brot von allen Seiten braun wird.

Stockbrot ohne Hefe

Wenn es etwas schneller gehen soll, dann verwendet einfach unseren Quark-Öl-Teig.

Anleitung Schritt für Schritt

Zutaten für den Grundteig (6-8 Portionen)

  • 250 g Mehl
  • 150 g Quark
  • 6 Esslöffel Öl
  • 1 Ei
  • 1 Teelöffel Salz
  • 2 Teelöffel Backpulver

Schritt 1

Quark, Ei, Öl und Salz in eine Schüssel geben und mit dem Handrührer oder einem Löffel gut verrühren.

Schritt 2

Backpulver mit dem Mehl mischen und zur Quark-Mischung geben. Mit dem Knethaken oder den bemehlten Händen zu einem glatten Teig verkneten. Den Stockbrotteig zu einer Kugel formen und in Klarsichtfolie wickeln. 15 Minuten in den Kühlschrank legen.

Schritt 3

Den Teig in sechs bis acht Stücke teilen und zu 20 cm langen Strängen formen.

Schritt 4

Je einen Teigstrang spiralförmig um ein Stockende wickeln und an den Enden festdrücken. Stockbrot etwa 10 Minuten über dem Lagerfeuer oder dem Grill goldbraun backen, dabei gelegentlich drehen.

Stockbrot verfeinern – Rezepte

Magst du das Stockbrot gerne etwas herzhafter? Dann misch einfach etwas geriebenen Käse, beispielsweise Gouda, oder auch getrocknete Tomaten, Oliven, Speckwürfel oder gehackten Knoblauch unter die Teigmasse, bevor du die Stockbrote über dem Feuer backst.

  • Oliven
  • getrocknete Tomaten
  • Speckwürfel
  • Parmesan und Rosmarin
  • Rosmarin und Thymian
  • Knoblauch und Petersilie
  • gemischte Kerne
  • geriebener Käse

Soll es süß werden, kannst du das Stockbrot mit Schokocreme, Marmelade oder Zuckerguss bestreichen. Du kannst natürlich auch ein paar Rosinen oder Schokosplitter in den Teig geben.

Tipps für die Zubereitung

  • Grundsätzlich gilt: Weniger ist mehr!
  • Die Teigstränge dürfen am Stock nicht zu dick sein, damit das Stockbrot gut durchgaren kann. Etwa einen Zentimeter (fingerdick) ist perfekt.
  • Wenn du den Stock in Alufolie wickelst, bevor du den Teig darüber gibst, wird das Brot etwas schneller gar.
  • Das Brot ist fertig, wenn es außen schön goldbraun und knusprig ist.
  • Halte den Teig nicht zu dicht an die Glut oder ins Feuer, sonst wird das Stockbrot außen Schwarz und ist innen noch nicht fertig.

Welche Stöcke eignen sich für das Stockbrot?

Wenn ihr Stöcke für das Stockbrot aussucht, dann achtet darauf, keine giftigen oder auch zu trockenen Stöcke zu verwenden. Gut sind Stöcke aus Buche, Weide, Ahorn oder auch Haselnuss. Weniger geeignet sind Äste von Nadelhölzern, da sie viele Harze und Öle enthalten, die leicht Feuer fangen. Am besten entfernt ihr die Rinde am Ende und haltet die Spitze für fünf Minuten über das Feuer, ohne es anzubrennen. Der Stock sollte mindesten einen Meter lang sein, besser 150 cm. So vermeidest du Verbrennungen. Umwickele die Spitze des Stockes mit Stockbrotteig oder auch mit Alufolie. So kannst du verhindern, dass die Stockspitze Feuer fängt.

Für den Einkauf in Kanada

Wir haben lange herumgerätselt, als wir die Zutaten für das Stockbrot im Walmart in Kanada eingekauft haben. Damit ihr gleich wisst, nach was ihr suchen müsst, hier kurz die Einkaufsliste in englischer Sprache:

  • Mehl – flour
  • Vollkornmehl – wholemeal flour
  • Hefe – yeast
  • Backpulver – baking powder oder baking soda
  • Quark – quark oder curd cheese
  • Knoblauch – garlic
  • Kräuter – herbs
  • getrocknete Tomaten – sun-dried tomatoes
  • Speck – bacon
  • Schinken – ham
  • Olive – olive

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