SAFARI IN AFRIKA

Was du über eine Safari in Afrika wissen solltest

Bei einer Abenteuerreise in den Süden oder Osten Afrikas gehört eine Safari einfach dazu. Denn was gibt es schöneres, als die afrikanische Tierwelt in freier Wildbahn auch wirklich hautnah zu erleben. Wer das erste Mal eine Safari macht, sollte ein paar wichtige Dinge beachten.

Das Wort Safari stammt aus dem Swahili und bedeutet im eigentlichen Sinne nichts anderes als Reise. Als die Geschichte der Safaris vor etwa 150 Jahren begann, ging es dabei vor allem um Expeditionen und geografische Erkundungen Afrikas. Während der Kolonialzeit rückte dann immer mehr die Jagd auf Großwild in den Vordergrund. Safaris wurden damit zu einem Privileg der reichen Oberschicht, die Afrika auf der Jagd nach Trophäen bereiste.

Gepardenmutter mit ihren Kindern

Inzwischen hat sich der Begriff Safari jedoch stark gewandelt. Heute bezeichnet man meist Ausflüge oder Reisen in die afrikanische Wildnis als Safari. Ziel ist es nicht, das Wild zu erlegen, sondern die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu erleben und zu fotografieren.

Einst waren Safaris mit einem erheblichen finanziellen, zeitlichen und organisatorischen Aufwand verbunden. Mit zunehmender Verbesserung der Infrastruktur in den klassischen Safari-Ländern und dem Tourismus als Haupteinnahmequelle hat sich diesbezüglich einiges geändert. Aus diesem Grund ist es möglich, auch als Selbstfahrer in bestimmtem Umfang auf Safari zu gehen. Tage- oder sogar wochenlange Reisen durch die Wildnis, womöglich noch unter gefährlichen und anstrengenden Bedingungen, sind nicht mehr notwendig. Heutzutage gibt es eine Safari auch als Kurztrip und wird dann Game Drive oder Pirschfahrt genannt.

Giraffen vor den Toren des Etosha Nationalparks

Klassische Safari-Länder

Vor allem das östliche und südliche Afrika sind berühmt für ihre Safaris. Die populärsten Ziele sind die großen Naturschutzgebiete und Nationalparks:

  • Ostafrika: Massai Mara in Kenia, Uganda und Tansania
  • südafrikanische Länder: Botswana und Namibia (Grenzgebiete), Etosha Nationalpark in Namibia und Krüger Nationalpark in Südafrika

Selbst fahren oder geführte Safari?

Bei Zielen wie dem Etosha Nationalpark in Namibia muss man nicht unbedingt eine geführte Safari unternehmen, um auch wirklich Tiere zu beobachten. Es ist problemlos möglich, selbst zu fahren. Trotzdem stellt sich die prinzipielle Frage: Was ist besser für meine Reise und muss ich mich wirklich für eins von beidem entscheiden?

Verlassenes Straußengelege in der Kalahari

Erwartungen an den Safari-Urlaub

Wer zum ersten Mal einen Safari-Urlaub in Afrika macht, hat viele Fragen rund um die Planung und die Vorbereitungen der Reise. Wenn für euch dieser Urlaub vor allem Spontanität und freie Zeiteinteilung bedeutet, geht es euch wie den meisten Menschen, die hoffen, ihre ganz persönliche Freiheit auf einem Safari-Trip zu finden.

Doch ist man ehrlich, bestimmen auf einer Safari vor allem die Natur und die Tierwelt den Tagesablauf: früh aufstehen, festgelegte Mahlzeiten und vorbestimmte Safari-Touren. Denn um Erfolg bei den Tierbeobachtungen zu haben, ist eine ganz bestimmte Routine notwendig. Zeit für persönliche Vorlieben bleibt da leider selten – zumindest nicht auf einer geführten Safari-Tour.

Macht euch also unbedingt im Vorfeld Gedanken über eure Ziele und den Inhalt einer solchen Reise. Wer lieber flexibel ist und spontan entscheiden möchte, für den ist eine Selbstfahrer-Safari empfehlenswert. Ihr könnt problemlos die eine oder andere geführte Tagestour unternehmen, wenn euch der Sinn danach steht. Wer sich aber für mehrtägige Touren entscheidet, sollte sich mit dem Tagesablauf und das Tempo auf einer solchen Safari anfreunden können.

Geführte Safari

Natürlich hat alles so seine Vor- und Nachteile. Da sind geführte Safaris keine Ausnahme.

Guide in der Namib – auf der Suche nach den „Little Five“

Vorteile:

  • du kannst entspannter nach Tieren Ausschau halten, da du nicht selbst fahren musst
  • in den Jeeps hat man eine bessere Aussicht, da die Sitze höher liegen
  • der Guide weiß, wo man die Tiere findet und worauf man achten muss
  • du bekommst gleich noch Hintergrundinformationen zur Pflanzen- und Tierwelt
  • die Fahrer sind über Funk vernetzt und informieren sich gegenseitig bei spektakulären Sichtungen
  • oft ist ein Picknick oder ein Sundowner mitten in der Savanne oder Wüste integriert
  • auch Nachtsafaris sind möglich, so kannst du die Tierwelt von einer völlig anderen Seite erleben
  • du kommst in Gegenden, die für private Fahrzeuge gesperrt sind

Leopard in der afrikanischen Savanne (Namibia)

Nachteile:

  • manchmal versperrt ein anderer Teilnehmer die Sicht
  • du kannst nicht überall da anhalten, wo und wie lange du gerne möchtest
  • im offenen Jeep kann es ganz schön heiß oder (nachts) kalt werden

Selbstfahrer-Safari

In vielen Gebieten lohnt es sich, auch selbst mit dem Mietwagen auf Pirschfahrt zu gehen. Hat man Zeit genug, trifft man immer auf ein paar interessante Tiere.

Wüstenluchs

Vorteile:

  • du kannst halten, wo du möchtest (falls erlaubt)
  • du kannst so lange bleiben, wie du magst
  • keine anderen Insassen blockieren die Sicht
  • du hast eine Klimaanlage und eine Heizung
  • billiger als eine geführte Safari

Nachteile:

  • nachts darfst du nicht fahren
  • du fährst an vielen Tieren vorbei, weil du sie gar nicht wahrnimmst
  • du manövrierst dich womöglich aus Unwissenheit in eine gefährliche Situation
  • du musst lange herumfahren, weil du nicht weißt, wo sich die Tiere gerade aufhalten

Worauf solltest du achten, wenn du eine Safari buchst

Nimm immer genügend zu trinken und eine Jacke mit. In den offenen Jeeps kann es ziemlich kühl werden. Halte die Augen offen und gib dem Fahrer Bescheid, wenn du etwas entdeckst.

  • wie viele Personen sind in der Gruppe (je kleiner, umso besser, nicht mehr als 8-10 Personen)
  • gibt es Verpflegung
  • wie lange dauert die Safari (einige Stunden, den ganzen Tag)
  • zu welcher Tageszeit findet die Safari statt (in der Mittagshitze sieht man nur wenige Tiere)

Was solltest du beachten, wenn du auf der Safari selbst fährst?

Tierbeobachtungen brauchen vor allem eins: Zeit. Also sei nicht ungeduldig, wenn du nicht gleich spektakuläre Tierbeobachtungen machst. Manchmal sieht man lange Zeit keine Tiere. Aber dann ist es wie beim Pilzesammeln: Hat man erst einmal einen Suchblick, entdeckt man plötzlich überall etwas. Die Geduld wird sicherlich belohnt und nach etwas Fahrerei triffst du bestimmt auch auf Tiere.

Elefantenkind (Vorsicht, denn die Familie ist nicht weit!)

Am besten, du hälst deine Kamera auf dem Schoß oder um den Hals gehängt immer griffbereit. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten für ein tolles Foto. Meist dann, wenn du gar nicht damit rechnest.  Achte nicht nur auf die großen Tiere. Manchmal ist ein Mistkäfer, der eine riesige Mistkugel vor sich her rollt, oder ein kleiner Vogel auch sehr interessant.

Gefahren auf einer Safari

Wer in Afrika eine Safari (egal ob für einige Stunden, Tage oder Wochen) in einem Wildschutzgebiet plant, der fragt sich bestimmt, wie sicher eine solche Tierbeobachtung ist. Um möglichen Gefahren aus dem Weg zu gehen, ist grundsätzlich umsichtiges und vor allem angepasstes Verhalten notwendig. Alle Tiere, die euch begegnen, sind Wildtiere – und damit potenziell gefährlich! Solange ihr diesen Tieren jedoch mit Rücksicht, Respekt und gesundem Verstand begegnet, habt ihr nichts zu befürchten.

Auf einer geführten Safaritour begleitet euch ein geschulter und erfahrener Guide, der sich gut in dem Gebiet und der Tierwelt auskennt. Er weiß mögliche Gefahren gut einzuschätzen. Es ist aber wichtig, sich immer an die aufgestellten Regeln zu halten, um eure Sicherheit zu garantieren.

  • fahrt nie zu nahe an die Tiere heran
  • dringt mit dem Wagen niemals in eine Herde ein
  • verlasst niemals das Auto (nur an dafür vorgesehenen Stellen, und dann auch mit Umsicht)
  • versucht nicht, die Aufmerksamkeit der Tiere auf euch zu lenken (hupen, klatschen, Tierlaute nachahmen oder auch rufen)
  • seid ihr zu Fuß unterwegs, rennt bei Gefahr nicht plötzlich weg! Das signalisiert Schwäche und regt die Tiere an, euch zu verfolgen
  • tragt bei einer Walking-Safari immer lange Hosen, Stiefel oder zumindest knöchelhohe Schuhe und dicke Socken (Abwehr von Schlangen und Zecken)
  • seht immer auf den Weg, wo ihr hintretet
  • bleibt immer auf dem ausgetretenen Pfad und lauft nicht querfeldein durch hohes Gras (falls möglich)
  • fasst niemals in Löcher oder Felsspalten (es könnten Schlangen oder andere Tiere darin leben)
  • stellt euch niemals direkt unter einen Baum, in dem große Webervögelkolonien leben (es könnten sich Schlangen darin aufhalten)

Und vergesst nicht: auf jeder Farm lohnt sich die Frage nach Findelkindern und Wildtieren, die mit der Hand aufgezogen wurden. Auch eine Safari zu Fuß – und sei es nur über das Farmgelände – ist ein wahres Abenteuer. Überall sind Tiere: große, kleine, auf und im Boden, in den Bäumen, in der Luft. Du musst nur richtig hinsehen!


Auf all meinen Reisen mit dabei:

meine leichten Wüsten-Wanderschuhe!

 


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