Das Stiftland ist bekannt für seine unzähligen Karpfenweiher. Deshalb wird der Landkreis Tirschenreuth in der Oberpfalz auch als das Land der Tausend Teiche bezeichnet. Eine Besonderheit in der Region sind die Weiher im Süden von Wiesau. Sie liegen in einem dichten Waldgebiet und heißen daher auch Wiesauer Waldseen. Eine beschauliche Runde durch die herrliche Landschaft gewährt der Wanderweg Nr. 4. Der zweite Teil verläuft durch die Muckenthaler Teichpfanne auf der Markierung 4A.
Alle Infos zur Wanderung findet ihr weiter unten (GPX-Daten, Karte, Details)
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Das Land der tausend Teiche
Wer sich eine Karte der Oberpfalz ansieht, der findet in dem Dreieck zwischen Tirschenreuth, Mitterteich und Wiesau unzählige Weiher, die sich endlos aneinanderzureihen scheinen. Um die 200 Weiher sind es alleine hier. Bei den meisten von ihnen handelt es sich um Teiche, in denen Fischzucht betrieben wird. In den Gewässern schwimmen die beliebten Karpfen, die weit über die Region bekannt sind.
Das Tor zum Steinwald
Die verkehrsgünstige Lage macht Wiesau zu einem perfekten Ausgangsziel für unzählige Wanderungen. Der Markt wird auch als östliches Tor zum Steinwald bezeichnet. Allerdings lohnt es sich auch, die unzähligen Seen, Teiche und Weiher im Süden von Wiesau bei einer Wanderung zu erkunden.

Die Wiesauer Weiher oder Wiesauer Waldseen
Bei den Waldseen bei Wiesau handelt es sich nicht wie bei den vielen anderen Seen und Teichen rund um Tirschenreuth um Fischweiher, sondern um ehemalige Tongruben. Hier in den Wäldern bei Wiesau wurde ab dem späten 19. Jahrhundert Lehm und Ton abgebaut, um diese in den örtlichen Ziegeleien und in der Porzellanindustrie weiterzuverarbeiten.
Als nach deren Stilllegung das Grundwasser nicht weiter abgepumpt wurde, sammelte es sich in den ehemaligen Tongruben, sodass sich aus den bis zu 15 Meter tiefen Tagebauten nun eine romantische Seenlandschaft entwickelt hat.
Tonwarenfabrik Schwandorf
Im Zuge der Industrialisierung ab der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt sich in der mittleren Oberpfalz ein bedeutender Standort der Keramikindustrie. Denn hier in der Region finden sich Lagerstätten besonders hochwertigen Tons, die hierfür als Ausgangsmaterial genutzt werden. Schon im Jahr 1840 taucht im Katasteramt eine Abteilung im Staatswald bei Wiesau auf, die Thongrube genannt wurde. Das lässt darauf schließen, dass der Abbau von Ton hier in der Region schon länger erfolgte. Allerdings wurde er wohl zunächst für die Ziegelhütte bei Falkenberg genutzt.
Zu größerer Bedeutung kam der Tonabbau jedoch, als Schwandorf 1859 an das Bahnnetz angeschlossen wurde. 1865 entstand zunächst aus einer einfachen Ziegelhütte eine Ziegelei, die dann 1873 zur Tonwarenfabrik Schwandorf firmierte. Mit der Erfindung und Nutzung von sogenannten Gasringöfen war es ab jetzt möglich, besonders energieeffizient und mit hoher Qualität Mauerziegel, Dachziegel oder auch Klinker herzustellen. Bald erweiterte die Tonwarenfabrik Schwandorf ihr Sortiment mit glasierten Viehtrögen, Kanalisations- und Drainagerohren und feinkeramischen Produkten.

Tonwerk Wiesau
Diese Fabrik florierte so sehr, dass schon 1883 in Wiesau ein Zweigwerk entstand, das neben dem Betriebsgebäude auch über einen Gasringofen auf dem Gelände hatte, in dem feuerfeste Steine und Dachdeckermaterial produziert werden konnten. In der Folgezeit expandierte das Werk weiter, hatte aber auch Rückschläge in den Kriegen hinzunehmen. Während der Betrieb zugunsten der Produktion von Granaten und Pulver im Ersten Weltkrieg eingestellt wurde, traf 1945 ein Bombenangriff den Bahnhof in Schwandorf. Dabei wurde auch die benachbarte Tonwarenfabrik zerstört und musste in den Folgejahren komplett neu aufgebaut werden.
In den 1950er Jahren endet die Selbstständigkeit des Unternehmens mit dem Anschluss an die Porzellanfabrik Kahla aus Thüringen. Die Tonwarenfabrik Schwandorf wird zunächst Niederlassung der Porzellanfabrik Arzberg, dann Zweigniederlassung der Kahla AG, die es übrigens auch heute noch als Kahla GmbH in Kahla im Saale-Holzland-Kreis in Thüringen gibt. 1994 wird die Keramikproduktion in Schwandorf wegen der nachlassenden Auftragslage eingestellt, gleichzeitig schließt auch die Zweigniederlassung in Wiesau.
Inzwischen sind die meisten Gebäude zurückgebaut und von der ehemaligen Fabrik ist kaum noch etwas zu erkennen. Wenn ihr noch altes Porzellan habt, schaut doch mal nach, ob auf der Unterseite nicht ein Schwan zu erkennen ist. Über viele Jahre war er das Markenzeichen der Tonfabrik Schwandorf/Wiesau. Anfang 2026 könnt ihr die Erzeugnisse der ehemaligen Tonfabrik noch im Stadtmuseum Schwandorf besichtigen. Hier befindet sich bis Mitte März 2026 eine Ausstellung zum Thema Design trifft Alltag.
Adresse
Stadtmuseum Schwandorf
Rathausstr. 1
92421 Schwandorf
Öffnungszeiten
- Mittwoch, Freitag, Sonntag
- 14:00 bis 17:00 Uhr
- Donnerstag: 12:00 bis 18:00 Uhr
Eintrittspreise
- Erwachsene: 3,00 Euro
- Kinder bis 14 Jahre: frei

Der Kippweiher
Der bekannteste der Waldseen hier am Rand des Naturparks Steinwald ist sicherlich der Kippweiher, auch einfach nur Kipp genannt, eine ehemalige Kaolingrube, die im Laufe der Zeit zu einem Badesee ausgebaut wurde. Gespeist wird der Weiher vorwiegend durch Grundwasser. Ein idyllischer Badesteg führt von der Liegewiese in das smaragdgrüne Wasser hinein, im See eine Badeinsel. Es ist auch ein Kinderbecken bzw. Nichtschwimmerbecken angelegt, sodass hier die ganze Familie einen vergnüglichen Tag verbringen kann.
Am Kiosk könnt ihr in den Sommermonaten Eiscreme und kühle Getränke kaufen, nebenan befinden sich Duschen, Toiletten und Umkleidekabinen. Wem der Sinn nach einem Spiel am Ufer steht, der kann sich auf dem Beach-Volleyballfeld austoben oder Tischtennis spielen. Und natürlich gibt es auch einen Kinderspielplatz.
Adresse
Badeweiher Wiesauer Kipp
Kornthaner Weg
95676 Wiesau OT Schönhaid
Öffnungszeiten und Eintrittspreise (Stand 2026)
- Rund um die Uhr geöffnet
- Hunde nicht erlaubt
- Kostenloser Eintritt
- Mitgebrachte Boote (ohne Motor) erlaubt, kein Verleih
- Achtung: der See ist bis zu 15 Meter tief!
Forstbetrieb Waldsassen
Der Wald rings um die Wiesauer Weiher werden vom Freistaat Bayern bewirtschaftet. Den größten Anteil im Landkreis Tirschenreuth betreut der Forstbetrieb Waldsassen, etwa 23.000 Hektar. Das Gebiet reicht von Schirnding im Norden bis nach Windischeschenbach im Süden – und damit auch den Steinwald mit den Höhenlagen am Oberpfalzturm.

Muckenthaler Teichpfanne
Hinter den Eisenbahngleisen verlassen wir den Rundweg 4, um auf der Markierung 4A weiterzuwandern. Auf dieser Seite beginnt die Muckenthaler Teichpfanne, die ebenfalls Teil der Tirschenreuther Teichpfanne mit ihren insgesamt 4.700 Teichen ist. Diese Weiher sind von Menschenhand geschaffen, um Fischzucht zu betreiben. Um die Fische und das Ökosystem kümmern sich sogenannte Teichwirte.
Im Gegensatz zu so manch anderem Fisch, folgt die Karpfenzucht traditionell einem komplizierten System. Dabei werden die Rogner, das sind die weiblichen Karpfen, und die Milchner, also die männlichen Karpfen, in getrennten Gewässern gehalten. Kommt im Mai und Juni die Laichzeit, so setzen die Teichwirte eine bestimmte Anzahl Karpfen beider Geschlechter in einen speziellen Teich gesetzt, der vollständig mit Gras bewachsen ist.
Dieses Gras ist sehr wichtig, denn aus dem befruchteten Eiern, die im Wasser schwimmen, schlüpfen nach etwa vier Tagen Embryonen, die sich an genau diesen Grashalmen festhalten. Noch ein paar Tage später entwickeln sie sich zu Larven. Diese werden dann abgefischt und in andere Teiche gesetzt. Bis zum ausgewachsenen Karpfen wechseln die Fische mehrfach den Weiher. Über den Winter verharren sie im Grund in einer Art Winterstarre. Es dauert drei Jahre, bis die Karpfen die ideale Größe erreicht haben, um als Speisekarpfen zwischen Dezember und April (alle Monate mit einem R) in den vielen Karpfenrestaurants auf den Tisch zu kommen.
Traditionelles Karpfendorf Kornthan
Auch Kornthan, ein Gemeindeteil von Wiesau, ist historisch mit der Teichwirtschaft verknüpft. Im Jahr 1280 taucht Kornthan erstmals als Churbentannen in den Urkunden auf, als Ulrich von Pfreimd von den Grafen von Leuchtenberg die Erlaubnis erhält, dem Kloster Waldsassen ebendieses Churbentannen mit seinen drei Höfen zu überschreiben.
Bereits zu dieser Zeit lebten die ansässigen Bauern dort vor allem vom Fischfang, da sich der Boden nur schlecht für die Landwirtschaft eignete. Im 12. Jahrhundert hatten die Zisterziensermönche die professionelle Karpfenzucht eingeführt. 1618 verkaufte der damalige Landesherr den Weiher an vier Kornthaner Bauern, bis heute befinden sich die Weiher im Besitz der Nachkommen ebendieser Fischbauern.
Ende September starten in der Region pünktlich zur Karpfensaison die Erlebniswochen Fisch. Zu dieser Gelegenheit veranstaltet der Fischhof Bächer eine Geisterstunde am Teich. Der Gowerlhof bietet ein Abfischen für Kinder an. Am zweiten Wochenende im Oktober findet alljährlich die Korntaner Karpfenkirchweih statt. Zu diesem Fest kommen die Menschen von nah und fern, um die Spezialitäten zu genießen und an den Teich- und Betriebsführungen teilzunehmen. Heute gilt Kornthan als einer der schönsten Fischbauerndörfer Altbayerns. Aktuelle Informationen zu Veranstaltungen findet ihr HIER.

Gedenkstätte und Mahnmal
Im Jahr 1864 ist Wiesau an das Schienennetz angeschlossen worden. Keiner konnte damals ahnen, dass hier im Zweiten Weltkrieg regelmäßig sogenannte Todeszüge vorbeifahren. Am 23. November 1944 fuhr vom Bahnhof Wiesau ein Rangierzug Richtung Süden aus. Leider war die Weiche falsch gestellt. Das Unglück war vorprogrammiert: Kurz hinter dem Ortsausgang von Wiesau krachte der Güterzug bei der Bahnunterführung nahe den Wiesauer Waldseen in einen Reisesonderzug.
In diesem Reichszug, der alles andere war als ein bequemer Reisezug, sondern einer der Todeszüge, befanden sich hunderte Häftlinge aus dem KZ Flossenbürg, die in das Konzentrationsaußenlager Leitmeritz nach Böhmen gebracht werden sollten. Über 50 der rund 400 Menschen starben bei dem Zugunglück, viele wurden schwer verletzt. Fünf von ihnen, die nicht so schwer verletzt waren, dass sie noch laufen konnten, flohen. Aber sie kamen nicht weit, denn sie wurden kurzerhand von den Nazis erschossen.
Noch vor einigen Jahren standen hier 56 Holzkreuze, um an das Zugunglück zu erinnern, das hier im November 1944 ganz Wiesau erschütterte. Seit 2019 sind sie von einem Gedenkstein ersetzt worden, der zwar vordergründig an den Zusammenstoß der Züge und die vielen Opfer erinnern soll, eigentlich aber ein Mahnmal für all diejenigen darstellen soll, an denen die Verbrechen im Dritten Reich verübt wurden.

Wanderweg 4 und 4A: Wiesauer Waldseen und Muckenthaler Teichpfanne
Beschreibung
Wir haben den Rundweg vom Sportplatz in der Egerstraße aus gestartet. Alternativ könnt ihr auch die ebenfalls kostenlosen Parkplätze am Marktplatz nutzen.
Vom Sportplatz aus gehen wir auf dem Fußweg die Egerstraße nach rechts bis zur Staatsstraße 2169 zurück und überqueren diese auf der Fußgängerbrücke. Hinter der Brücke folgen wir der Markierung 4 nach links, wandern am Ritterteich vorbei und biegen hinter der Eisenbahnunterführung nach etwa 50 m auf den Feldweg nach rechts ab.
Dieser beschreibt nach knapp 100 m eine Linkskurve, führt am Feldteich vorbei und anschließend an er Gabelung rechts durch eine Weiherkette aus vier Teichen hindurch. Hinter dem Bach beschreibt der Weg zunächst eine Rechts-, dann eine Linkskurve, um dann an einem weiteren unbenannten Weiher vorbei zu einer Kreuzung zu führen. Hier gehen wir auf dem breiten Weg geradeaus weiter, passieren ein paar Teiche auf der linken, dann einen größeren auf der rechten Seite.
An dessen Ende biegen wir nach links ab auf den Finsterweg, der uns an einem kleinen Waldstück vorbei zum Wiesauer Kipp mit seinem smaragdgrünen Wasser führt. Am Ende des Badesees befindet sich der Badesteg sowie die Liegewiese mit dem Kiosk. Wir biegen noch vor dem Kiosk nach rechts ab, gehen durch die Anlage hindurch (mit Hund eine Abzweigung weiter nehmen!) und tauchen auf dem Forstweg in den Wald ein.
Der Weg führt uns etwas oberhalb des Ufers entlang mit Blick auf den Kipp auf der rechten Seite. An einer Gabelung halten wir uns der Markierung 4 folgend rechts, an der T-Kreuzung wieder rechts. Alsbald können wir auf der linken Seite hinter den Bäumen den Silbersee erkennen, um den wir an der Gabelung den linken Zweig nehmend herumgehen. Nach etwa 100 m (oder alternativ nach 150 m) biegen wir auf den Pfad nach rechts ab und gelangen nach wenigen Metern zu einem breiten Weg, an dem wir uns links halten und dessen Verlauf wir bis zu den Eisenbahngleisen folgen. Ab hier verlassen wir die Markierung 4 und wandern auf der Markierung 4A weiter! Dazu gehen wir geradeaus weiter über die Bahngleise.
ACHTUNG: Die Schranke ist hier stets geschlossen! Bitte nicht einfach über die Gleise laufen, sondern bitte den Hebel an dem gelben Kasten am Zaun drücken. Dann öffnet jemand die Schranke. Ihr müsst euch dann auf der anderen Seite melden, damit sie wieder geschlossen wird. (Genaue Beschreibung auf dem Infoschild).
Auf der anderen Seite biegen wir gleich hinter den Gleisen auf den Weg nach links ab und folgen dem Streckenverlauf immer geradeaus an den Scharloheteichen auf der rechten Seite, der Bahnstrecke auf der linken Seite. Nach etwa 1 km (hinter dem dritten Teich) biegt der Wanderweg nach rechts ab, verläuft über den Damm zwischen zwei Teichen entlang und trifft auf eine Kreuzung. Hier halten wir uns links und wandern zwischen dem Kleinen Thurnerteich (auf der rechten Seite) und dem Großen Thurnerteich hindurch bis zu einer Gabelung.
Vor uns liegt der Kreislerweiher, vor dem wir uns rechts halten und ein Stück an seinem Ufer entlanggehen. An der folgenden Gabelung nehmen wir den rechten Zweit und biegen bei nächster Gelegenheit der Markierung 4A folgend nach links ab, dann nach etwa 100 m wieder links zum Ufer des Burkhardsteichs, der uns auf der rechten Seite ein Stück begleitet. Am Ende des Burkhardteichs biegen wir nach rechts ab, am Ende des schmalen Damms nach links und gleich wieder rechts.
Auf der rechten Seite passieren wir den Wirlerteich, auf der linken Seite liegt der Naglerteich. Hier befindet sich eine Bank. Am Kuhloheteich beschreibt der Wanderweg eine weite Linkskurve und leitet uns anschließend geradeaus weiter. An der folgenden Kreuzung biegen wir nach rechts ab und gehen ab hier immer geradeaus bis zu einer asphaltierten Straße am Ortsrand von Kornthan, an der auf der gegenüberliegenden Seite die ersten Häuser stehen. Hier biegen wir nach rechts ab und halten und gleich wieder links.

Wir erreichen die St2169 in der Höhe des Feuerwehrhauses, überqueren die Straße (Achtung, kein Fußgängerüberweg) und halten uns dort rechts. Am Ufer des Kornthaner Weihers stehen ein paar Informationstafeln zur Teichwirtschaft und seltenen Tieren im Ökosystem der Weiher. Wir wandern an der Straße entlang weiter. Vor einem großen alten Gebäudekomplex macht die Straße eine Linkskurve. Hier geht nach rechts eine Straße ab.
Nur ein paar Meter vor der Abzweigung führt uns ein Trampelpfad nach rechts zu einer etwas versteckt liegenden Weiherkette, vor der der Weg nach links abbiegt und im Anschluss am Ufer entlangführt. Hinter dem letzten Teich biegen wir nach links ab, dann bei nächster Gelegenheit nach rechts. Vor den Bahngleisen biegt der Wanderweg 4A nach links ab, leitet uns an einer Gedenkstätte vorbei, hinter der wir wieder auf die Markierung 4 treffen. Wir wandern am Ritterteich vorbei und teffen dann auf die St2170.
Nach der Überquerung der Staatstraße (Achtung, keine Fußgängerampel) führt uns der Apelweg auf der gegenüberliegenden Seite nach Wiesau hinein. An der ersten Kreuzung biegen wir nach rechts in die Friedenfelser Straße, die uns bis zum Kirchplatz bringt. Hier biegen wir nach rechts ab und halten uns gleich wieder links in die Bahnhofstraße.
Diese bringt uns bis zum Marktplatz (alternativer Startpunkt), an dessen Ende wir nach rechts in die Marktstraße biegen. Wir gehen weiter geradeaus. Dort, wo die Hauptstraße kreuzt, wandern wir geradeaus auf der Egerstraße weiter bis zum Parkplatz am Sportplatz.
Route

Höhenprofil

Details
- Start/Ziel: Parkplatz am Sportplatz Wiesau,
- Alternativer Startpunkt: Marktplatz Wiesau
- Länge: 12 km
- Dauer: 3,5 Stunden
- Markierung 1: Rundweg 4 (schwarze 4 auf gelbem Grund)
- Markierung 2: Rundweg 4A (ab der Eisenbahnschranke)
- Schwierigkeit: leicht
- Anstieg: 90 m
- Für Kinderwagen/Buggy geeignet: ja, für geländetaugliche Modelle (trotzdem kann es gelegentlich etwas holprig sein)
- DOWNLOAD Karte als pdf: Wiesauer-Waldseen-Karte.pdf
- DOWNLOAD Wegbeschreibung als pdf: Wiesauer-Waldseen-Beschreibung.pdf
TOURENDATEN FÜR GPS-GERÄTE UND WANDER-APPS
Zum Herunterladen der GPX-Daten auf den DOWNLOAD-Button klicken!
So funktioniert´s: Anleitung zum Download und Importieren in eine Wander-App oder ein mobiles GPS-Gerät
Ihr könnt den Rundweg 4 auch einzeln wandern: 7 km, 2 Stunden, leicht (führt vor den Bahngleisen wieder nach Wiesau zurück)

Essen und trinken
In Wiesau sind etliche Lokale ansässig, in die ihr einkehren könnt. Denkt daran: alle Monate mit R im Namen sind Karpfensaison auf der Speisekarte!
- Eiscafé Cortina, Marktplatz 5 (im Winter geschlossen)
- Musikkneipe Mythos, Marktplatz 7
- Hotel Restaurant Bayerischer Hof, Bahnhofstr. 44
- Holzfellas Hotel + Restaurant, Industriestraße 8
- Zoigl Stefflwirt, Kirchplatz 7
- Franz Joseph (Sportzentrum), Egerstraße 20
- Pizzeria Cara Mia, Tonwerkstraße 27
- Fischerstüberl Bächers Fischerhof (nur in Monaten mit dem Buchstaben R), Muckenthal 4, Kornthan
Anfahrt: Wie komme ich nach Wiesau?
Über die A6
Wenn ihr über die A6 aus dem Westen (Nürnberg) oder aus Richtung Prag (Osten) kommt, nehmt ihr die Abfahrt 70 Richtung Berlin/Weiden auf die A93. Nach gut 40 km fahrt ihr an der Abfahrt 19 und fahrt immer Richtung Falkenberg. In Falkenberg geht nach Wiesau links ab über die St2170.
Über die A93
Wenn ihr aus dem Süden oder Norden über die A93 anreist, nehmt ihr die Ausfahrt 19 und haltet euch immer Richtung Falkenberg. In Falkenberg geht es links Richtung Wiesau ab.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
In Marktredwitz und Weiden gibt es größere Bahnhöfe, die beispielsweise auf der Strecke Nürnberg/Hof angefahren werden. Von Marktredwitz aus nehmt ihr die RB23 Richtung Regensburg. Von Weiden aus ebenfalls die RB23 (diesmal Richtung Weiden). Vom Bahnhof in Wiesau aus sind es nur etwa 200 m bis zum Marktplatz, an dem der Rundweg begonnen werden kann.
Parken
Kostenlose Parkplätze gibt es sowohl auf dem Marktplatz als auch am Sportplatz in der Egerstraße. Der Rundweg kann an beiden Punkten begonnen werden.

Fazit
Vor allem im Frühjahr bis in den Herbst hinein ist der Rundweg ein lohnenswertes Ziel. Zu dieser Zeit gibt es an den Teichen unzählige Wasservögel, die hier brüten oder auf ihrer Reise in die Sommer- oder Winterquartiere haltmachen. Im Frühjahr könnt ihr seltene Moorfrösche in ihrem blauen Hochzeitskleid, Eidechsen und Salamander antreffen. Wer in den Wintermonaten um die Waldseen wandert, muss zwar eventuell mit etwas gefrorenem Schnee und erschwerten Wanderbedingungen rechnen, ist dafür aber zu genau der richtigen Zeit hier im Stiftland, um den legendären Karpfen in den vielen Gasthäusern auf der Speisekarte zu finden.



















