Leuchtenberg Wanderweg 1 ins Lerautal

Inmitten des Nördlichen Oberpfälzer Waldes fließt zu Füßen einer der größten und am besten erhaltenen Burganlagen der Region, der Burg Leuchtenberg, der Leraubach. Er hat im Laufe der Zeit eine wildromantische Schlucht mit stattlichen Granitblöcken geschaffen, die heute zu den Geotopen in Bayern zählen. Der Oberpfälzer Waldverein hat sieben lokale Wanderwege angelegt, von denen der Wanderweg 1 auf nur fünf Kilometern die schönsten Sehenswürdigkeiten im Lerautal vereinigt.

Alle Infos zum Wanderweg 1 findet ihr weiter unten (Karte, GPX-Daten, Details)

Besucherinformationen Burg Leuchtenberg

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Geotop Gottes Hände im Lerautal bei Leuchtenberg

Das Lerautal

In Vorderen Oberpfälzer Wald südöstlich der Stadt Weiden in der Oberpfalz fließen Sautradlbach und Fahrenberger Bach zusammen und werden ab hier Leraubach genannt. Der Leraubach nimmt seinen Weg zunächst nach Süden und biegt dann nach Westen ab. Leuchtenberg umrundet er im Norden und mündet im Nordosten nahe der B22 dann in die Luhe.

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Infotafel Wanderwege Leuchtenberg

Besonders interessant an dem nur etwa zehn Kilometer langen Verlauf des Leraubaches ist der Teil nördlich von Leuchtenberg. Denn hier zwischen den Ortschaften Sargmühle und Burgmühle bildet der Bach einen etwa 1,5 Kilometer langen Talabschnitt zwischen der Erhebung Poppenhofer Eicha und dem 544 Meter hohen Waldberg Burgholz, in dem seine Fließaktivität mächtige Granitblöcke freigelegt hat, die bemerkenswerte Ähnlichkeit mit dem Naturschutzgebiet Doost aufweisen.

Im Bachbett liegen die Granitblöcke wie wild durcheinandergeworfen und sind teilweise mit einer dicken Schicht leuchtend grünem Moos überwachsen. Bis in die 1930er Jahren gab es hier noch viel mehr dieser Findlinge. Dann nahm man sie allerdings als Pflastersteine für den Bau der B22, die noch heute durch das Gebiet führt.

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Über den steinernen Schafssteg gelangen wir ins Lerautal

Naturschutzgebiet Lerautal bei Leuchtenberg

Um dem Raubbau an der Natur ein Ende zu setzen und die bemerkenswerte Flusslandschaft mit ihrer einzigartigen Flora und Fauna schon wenige Jahre darauf (1938) unter Schutz gestellt. Heute gehört nicht nur der Bachlauf zum Naturschutzgebiet, sondern auch über 90 Hektar der angrenzenden Wälder. Sie beherbergen bemerkenswerte Felsformationen wie Gottes Hände oder auch die Wolfslohklamm.

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Bank auf dem Plateau der Wolfslohklamm
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Blick hinab in die Wolfslohklamm

Wolfslohklamm

Hinter Sargmühle tritt der Leraubach am Schafsteg in ein nahezu geschlossenes Waldgebiet ein. Nur knapp 400 Meter weiter hat der Bach im Laufe der Zeit das harte Granitgestein besiegt und ein enges Durchsbruchtal geschaffen: die Wolfslohklamm.

Zwar ist die Wolfslohklamm nicht mit den berühmten Klammen in den Alpen wie der Breitachklamm vergleichbar, dennoch ist sie etwas ganz Besonderes. Das hat nicht nur das Landesamt für Umweltschutz LfU erkannt und die Klamm in die Liste der Geotope in Bayern aufgenommen.

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Granitfelsen in der Wolfslohklamm von unten gesehen

Schönstes Waldgebiet in Deutschland

2010 hat die Heinz-Sielmann-Stiftung (von der wir schon ausführlich berichtet haben) zusammen mit der EUROPARC Federation zusammen im Rahmen des Internationalen Jahr des Waldes den attraktivsten Wald unter den deutschen Naturschönheiten gesucht. Unter 42 Kandidaten hat in dem Online-Wettbewerb das Wattenmeer an der Nordseeküste den ersten Platz belegt. Gleich dahinter auf dem zweiten Platz wurde das Lerautal in der Oberpfalz gewählt. Nicht schlecht, bedenkt man doch, wie wenig bekannt das Fleckchen im Gegensatz zum Wattenmeer ist.

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Der steinerne Schafsteg ist der Eingang zum Lerautal

EUROPARC Federation

Diese Organisation kennt wahrscheinlich kaum jemand von euch. Wir haben zumindest bis jetzt noch nie von ihr gehört. Die EUROPARC hat nichts mit den Ferienparks in ganz Europa zu tun. Sie wurde 1973 in Basel in der Schweiz gegründet, hat aber ihren Sitz seitdem in Deutschland und unterstützt die Arbeit ihrer Mitglieder unter dem Motto Working for Nature in Schutzgebieten in ganz Europa. Inzwischen hat sie sich zur größten Schutzgebietsorganisation in Europa entwickelt und damit nachhaltig das Bewusstsein für den Schutz der Natur gestärkt.

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Felsformation Hoher Stein
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Wildromantisches Lerautal

Zu den über 400 Mitgliedern der Federation in 41 Ländern gehören nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Behörden und private Unternehmen, die mit ihrem Engagement und finanziellen Mitteln bislang unzählige Projekte umgesetzt haben. Zu den Mitgliedern zählen beispielsweise der Deutsche Naturschutzbund NABU, sämtliche Nationalparkverwaltungen in Deutschland, viele Biosphärenreservate oder auch das Mountainbike Forum Deutschland e.V. (um nur einige zu nennen).

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Burg Leuchtenberg

Die Geschichte der Burg Leuchtenberg auf der 585 Meter hohen abgeflachten Granitkuppe des Leuchtenberges 170 Meter über dem Tal beginnt wahrscheinlich bereits im 10. Oder 11. Jahrhundert mit den Herren von Lengenfeld, die hier auf dem Leuchtenberg schon eine wehrhafte Anlage errichtet hatten. Da Friedrich III. von Lengenfeld bis zu seinem Tod 1119 lediglich zwei Töchter gezeugt hatte und keinen Sohn, starb mit ihm das Geschlecht aus.

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Gerhard I. von Lukenberg

Die Besitztümer der Lengenfelder kamen zum einen in die Hände des Pfalzgrafen Otto I. von Wittelsbach, der die ältere Tochter geehelichte hatte. Der andere Teil fiel an den zweiten Schwiegersohn und Mann der jüngeren Tochter Gebhard I.; Gebhard erhielt den nördlichsten Teil der Ländereien, also die Herrschaft Waldeck um Kemnath und Eschenbach herum.

Unter ihm taucht die darauf weiter ausgebaute Burganlage Leuchtenberg, damals noch Lukenberg oder Luikenberg genannt, erstmals in den Urkunden auf, als Gebhard I. die neuerbaute Kirche vom Bamberger Bischof weihen ließ. So richtig an Bedeutung gewann das Geschlecht allerdings erst mit den Nachkommen von Gebhard. Anscheinend hatte alle drei Söhne Friedrich Barbarossa auf seinen Italienzügen begleitet. Ob dies oder andere Beziehungen dafür verantwortlich waren, weiß man heute leider nicht mehr. Fakt ist aber, dass die Leuchtenberger kurze Zeit später in den Grafenstand erhoben wurden.

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Blick vom Äußerenr Markt auf die Kirche St. Margareta

Landgraf Diepold I. von Leuchtenberg

Der Enkel des ersten Lukenbergers, Diepold I., konnte die Landgrafenwürde erlangen und mit ihr die Erweiterung seines Territoriums bis nördlich von Regensburg. Mit ihm wurden die Leuchtenberger, so wie sie sich seit 1159 nannten, zu einem der bedeutendsten Adelsgeschlechter im damaligen Nordgau und damit in der heutigen Oberpfalz.

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Friedhofskapelle und Marienbild auf dem Wanderweg 1

Aufstieg 14. Jahrhundert

Denn zusammen mit der Standeserhebung hatten sich nicht nur die Ländereien vergrößert, sondern auch die Rechte und damit der Einfluss im Land. Bis ins 14. Jahrhundert konnten sie Gebiete in Mittelfranken, Schwaben, im Egerland erwerben. Zusätzlich erbten sie die Grafschaft Hals vor den Toren Passaus, sodass die Landgrafschaft Leuchtenberg zum größten und einflussreichsten Herrschaftsgebiet in Bayern wurde, das nicht zu den Wittelsbachern oder der katholischen Kirche gehörte.

Und das beginnende 14. Jahrhundert brachte weitere Vorteile mit sich. Ulrich von Leuchtenberg wurde Vertrauensmann Kaiser Ludwigs des Bayern und Träger des Reichsbanners und konnte 1332 die damals noch bäuerliche Ansiedlung Pfreimd von den niederbayerischen Herzögen erwerben. Hierhin verlegten sie dann später auch ihren Hauptsitz, sodass Pfreimd bald die Stadtrechte erhielt. In ebendieser machtvollen Position gelang es ihnen, weitere Märkte und Städte zu gründen, unter ihnen Betzenstein, Grafenau und Plattling.

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Naturschutzgebiet Lerautal bei Leuchtenberg im Oberpfälzer Wald

Der Untergang des Geschlechts

Leider setzte in den folgenden Jahrhunderten trotz Erhebung in den Fürstenstand der langsame aber unaufhaltbare Niedergang der Dynastie ein, als ungünstige Umstände, Kriege und Streitigkeiten innerhalb der Familie zu Notverkäufen führten und schließlich zu hoher Verschuldung. Als letzter Vertreter der männlichen Nachkommen starb Maximilian Adam von Leuchtenberg 1646 in Nördlingen als Kaiserlicher Kommandant. Die Reste der Besitztümer fielen mit seinem Tod an die Wittelsbacher.

Doch es dauerte keine 60 Jahre, da zog 1705 Kaiser Joseph I. in die Landgrafschaft. Mit ihm wurde die Region nun Bayerische Provinz. Der Dreißigjährige Krieg ging auch nicht schadlos an der Burg vorbei, die danach aber weiter als Wohnsitz für die Pfleger diente. Doch damit nicht genug der Katastrophen: 1842 zerstörte ein Großbrand die Anlage und den Marktflecken, 1882 stürzte der Bergfried ein, nachdem ihn ein Blitz getroffen hatte.

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Die Anlage

Seit ihrer Gründung ist die Burganlage Leuchtenberg beständig ausgebaut worden. Man betritt sie durch ein versteckt liegendes, einfaches Tor am Ende einer ansteigenden Auffahrt.

Vorburg

Hinter dem Torbau befindet sich auf der rechten hinteren Seite die ehemalige Vorburg, in ihr die ehemalige Gerichtsschreiberei, von der aber heute nur noch ein paar Mauerreste zu sehen sind. Dahinter befindet sich die Ringmauer, die die gesamte Anlage einfasst.

Die Hauptburg

Auf der linken Seite liegt die Kernburg, die man über einen mehrgliedrigen Torbau betritt. Der Großteil der heute noch erhaltenen Anlage stammt aus der Zeit von Ulrich I., also so rund um 1300 und umfasst die Ringmauer nebst Bergfried, den Palas und eine Kapelle.

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Kapelle Maria Magdalena

Um 1440 erfolgten weitere Ausbauten, bei der ein neuer Westflügel in der Kernburg entstand und die Kapelle umgebaut wurde. Der Chorraum der Kapelle geht noch auf Ulrich I. zurück, 1440 wurde das gotische Langhaus angebaut. Im 17. und 18. Jahrhundert kam eine Sakristei, ein barocker Altar und das prägnante Spitzdach am Turm hinzu. Die Kapelle hat recht stattliche Ausmaße und erinnert eher an eine Kirche. Das Spitzdach ist übrigens in etwa genauso hoch wie der Bergfried und trägt daher maßgeblich zur Silhouette und Wiedererkennungswert der Anlage bei. Im Jahr 1903 wurde die Kirche renoviert.

Bergfried
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Im Zentrum der Anlage ragt der rechteckige Bergfried, der an der Basis wohl noch einige Steine aus den Anfängen der Burg enthält, gute 24 Meter in die Höhe und ist deshalb auch von außen und bereits von Weitem gut erkennbar. Ursprünglich soll der sieben mal sieben Meter umfassende Bergfried sogar einmal 30 Meter in die Höhe geragt haben.

Seine Mauern sind bis zu 2,5 Meter dick und sitzen direkt auf einem gewaltigen Granitblock. Damals befand sich der Eingang zum Bergfried, der als Wachturm und anderen Zwecken gedient hat auf etwa neun Metern Höhe und wurde auch Lehenturm oder der Hohe Turm genannt.

Zwinger

Aus dieser Zeit stammt auch der wehrhafte Zwinger, in dem man bei Grabungen eine Münze aus dem ersten Drittel des 15. Jahrhunderts fand. Im späten Mittelalter war es notwendig, die Anlage auf den neuesten Stand der Technik zu bringen, denn der doch recht flache Hügel brachte nur wenig Schutz. Daher umringt seitdem ein massiver Zwinger die Kernburg, der an der Außenseite im Westen (zum Parkplatz hin) mit halbrunden Mauertürmen ausgestattet ist.

Gleich hinter dem Bergfried befindet sich eine sogenannte Dürnitz, das war ein beheizbarer Aufenthalts- oder Speiseraum in Burgen für die Dienstleute oder Gäste. Das Gebäude aus dem 14. Jahrhundert ist noch bemerkenswert gut erhalten. Ganz im Süden liegt der Palas, hier in der Anlage hat er eine ungewöhnliche, zweigeteilte Form mit dreieckigem Vorraum und trapezförmigen Hauptbau.

Als die Leuchtenberger nach 1332 ihren Hauptsitz nach Pfreimd verlegten, wurde die Burg Leuchtenberg von landgräflichen Pflegern bewohnt und bewirtschaftet. Um 1440 bauten diese die Hauptburg noch einmal aus und legten in diesem Zug auch einen Zwinger an.

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Ansicht der Burg vom Burgweg aus

Besucherinformationen Burg Leuchtenberg

Heute befindet sich die Burg Leuchtenberg in staatlicher Hand (Freistaat Bayern), wird aber vom Markt Leuchtenberg verwaltet. In der Sommersaison ist die Anlage für Besucher geöffnet.

Adresse

Burg Leuchtenberg
Burgweg 10
92705 Leuchtenberg

Öffnungszeiten
  • April bis Oktober
  • Mittwoch bis Sonntag: 10:30 bis 17:00 Uhr
  • Im Juli und August bis 18:00 Uhr
  • Burgwartin: Rita Lingl
Eintrittspreise
  • Erwachsene: 3,50 Euro
  • Kinder ab 6 Jahren und ermäßigter Eintritt: 2,00 Euro
  • Führungen nur nach vorheriger Anmeldung
  • Aufpreis 2,00 Euro pro Person

Wir hatten leider Pech und haben einen Tag erwischt, an dem die Burgwartin krank war. Deshalb konnten wir die Burg nur von außen betrachten. Wir versprechen, bei nächster Gelegenheit noch einmal wieder herzukommen, um die Burgbesichtigung nachzuholen!

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Geotop Steinbruch NW von Leuchtenberg

Burgfestspiele Leuchtenberg

Jedes Jahr zwischen Mitte Mai und Ende Juli ist auf der Burg in dem lediglich 1.200 Einwohner zählenden Marktflecken so richtig was los. Denn zu dieser Zeit finden die bekannten Burgfestspiele im größten Freilichttheater im Osten Bayerns statt. Die Stücke werden von dem über 180 Mitwirkende zählenden Landestheater Oberpfalz aufgeführt, stattliche 100 Vorstellungen pro Saison.

Das Programm ist sehr abwechslungsreich, von Musicals über Volksstücken bis hin zu Jugend- oder Kindertheater reicht das Repertoire und sucht nicht nur deshalb seinesgleichen. Das finden auch die 30.000 Zuschauer jedes Jahr.

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Ehemaliger Steinbruch

Im Naturschutzgebiet Lerautal lieg knapp vor dem Ortsrand ein ehemaliger Steinbruch, in dem sogenannter Leuchtenberger Granit abgebaut wurde. Dabei handelt es sich um eine grobkörnige Granitvariante, der Einschlüsse von bis zu 1 Millimeter großen Granaten enthält

Inzwischen hat sich der etwa 50 mal 30 Meter große Steinbruch mit Wasser gefüllt, sodass die Aufschlusswand nicht mehr zugänglich ist. Trotzdem kann man noch sehr gut erkennen, dass der Granit hier keine für ihn typische Verwitterung, sogenannte Wollsackverwitterung, aufweist, da er hier im Steinbruch noch nicht lange den Elementen ausgesetzt ist.

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Felsengruppe die Zwillinge

Geotope rings um Leuchtenberg

Sowohl der ehemalige Steinbruch als auch die Wolfslohklamm, das Teufelsbutterfass, die Gottes Hände, der Hohe Stein sowie der Burgberg sind in die Liste der Geotope Bayerns aufgenommen. Bis auf das Butterfass sind alle auf dem Rundweg enthalten. Es gibt in der direkten Umgebung aber noch viel mehr Getope!

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Leraubach nördlich von Leuchtenberg

Wanderung auf dem Rundweg 1 Leuchtenberg durch das Lerautal

Wir starten auf dem Besucherparkplatz der Burg. Von hier aus gehen wir den kurzen Weg wieder zurück zur Straße Hinter der Burg und biegen dort nach links ab. Über die Hackergasse gelangen wir zu den ersten Häusern und biegen hinter diesen nach links ab (immer noch Hackergasse). Diese führt uns zum Marktplatz mit dem Rathaus auf der rechten und der Kirche St. Margareta mit dem Marienbrunnen auf der linken Seite.

Wir folgen dem Straßenverlauf immer geradeaus über den Inneren Markt, der dann in den Äußeren Markt übergeht und uns am Friedhof mit der St.-Sebastian-Kapelle auf der rechten Seite vorbeiführt. Nach etwa 200 m geht auf der linken Straßenseite der Weg Zum Sportplatz ab. Dort in der Einfahrt führt gleich der Wanderweg 1 schräg in das kleine Waldstück empor zum Hohen Stein.

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Wir wandern bis zur T-Kreuzung weiter und biegen dort nach links ab. Nach etwa 70 m weist ein Holzschild nach rechts zum Zwillingsfelsen. Nach dem Abstecher wandern wir weiter auf dem Hauptweg, biegen dann kurz später nach links ab und gelangen durch ein Waldstück zur Bundesstraße (B22). Wir überqueren diese, auf der rechten Seite steht eine Infotafel auf einem Wanderparkplatz (Alternativer Startpunkt).

Wir wandern geradeaus in den Wald hinein und folgen dem Holzschild nach links ein Stück in den Wald bis zum Geotop Gottes Hände, danach gehen wir denselben Weg wieder zurück und halten uns dort links. Den Leraubach überqueren wir über den Schafssteg und biegen anschließend an der Gabelung nach links ab und dann wieder links, um ab hier durch das romantische Lerautal zu wandern.

Der naturnahe Weg führt uns an der Wolfslohklamm vorbei, ein kurzer Stichweg bringt uns auf ein Plateau mit Bank, dann weiter abwärts zu den Granitfelsen der Schlucht. Ab hier wandern wir immer am Leraubach entlang, über eine Kreuzung geradeaus hinüber. Kurz nachdem wir uns an einer Gabelung links gehalten haben, dann wieder links, überqueren wir den Leraubach über einen Steg und gelangen kurz vor Burgmühle zur B22.

Wir überqueren die Bundesstraße ein zweites Mal und gehen auf der anderen Seite geradeaus wieder in den Wald. Der Weg steigt leicht an, an der Gabelung halten wir uns links bis zu einer T-Kreuzung. Dort biegen wir nach rechts ab und gelangen zum aufgelassenen Steinbruch, in dem sich ein See gebildet hat. Weiter geht es vor dem Steinbruch nach links, dann oberhalb des Steinbruchs nach rechts.

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Der Weg bringt uns bis nach Leuchtenberg. Wir folgen der Straße Am Buchenbaum nach links und gelangen zur Hackergasse, auf der wir geradeaus weitergehen. Nach etwa 70 m geht nach links ein Fußweg ab (Burgweg), der uns durch die Häuser hindurch zum Eingang der Burg bringt. Der Weg führt durch die Anlage hindurch und endet am Ausgang auf der gegenüberliegenden Seite am Parkplatz. Sollte die Burg geschlossen haben, wandert ihr einfach am Burgweg bei erster Gelegenheit über den Trampelpfad nach links wieder zum Parkplatz zurück.

Route

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Höhenprofil

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Details

  • Start/Ziel: Parkplatz an der Burg (Hinter der Burg/Hackergasse)
  • Alternativer Start: Wanderparkplatz an der B22
  • Länge: 5,7 km
  • Dauer: 2 Stunden
  • Markierung: Wanderweg 1 (schwarze 1 auf rotem Grund)
  • Schwierigkeit: mittel
  • Höhendifferenz: 135 m
  • für Kinderwagen/Buggy geeignet: nein
  • DOWNLOAD Karte als pdf: Leuchtenberg-Lerautal-1-Karte.pdf
  • DOWNLOAD Wegbeschreibung als pdf: Leuchtenberg-Lerautal-1-Beschreibung.pdf

GPS-DOWNLOAD FÜR GPS-GERÄTE UND WANDER-APPS


So funktioniert´s: Anleitung zum Download und Importieren in eine Wander-App oder ein mobiles GPS-Gerät 

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Plateau oberhalb der Wolfslohklamm

Essen und trinken

Obwohl der Markt Leuchtenberg gerade einmal 1.200 Einwohner zählt, ist er bezüglich seiner Sehenswürdigkeiten wie auch der Gastronomie gut aufgestellt. Wir sind gleich früh morgens losgelaufen und haben uns in der Bäckerei Woldrich erst einmal mit einem Kaffee und etwas zu essen ausgestattet.

  • Bäckerei Woldrich, Äußerer Markt 13
  • Gaststätte Lindenhof, Äußerer Markt 4
  • Gasthof Zum Burgkrug, Innerer Markt 4
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Anfahrt: Wie komme ich nach Leuchtenberg?

A93 – aus dem Süden

Aus dem Süden aus Richtung Regensburg fahrt ihr auf der A93 nach Norden und wechselt am Kreuz Oberpfälzer Wald auf die A6 Richtung Prag.

A93 – aus dem Norden

Wer aus Richtung Hof über die A93 anreist, fährt die Ausfahrt Altenstadt a.d. Waldnaab ab, biegt an der Kreuzung nach rechts und hält sich dann immer auf der B22.

A6

Wer aus Richtung Nürnberg oder Prag über die A6 kommt nimmt die Ausfahrt Leuchtenberg und fährt dann über die B22 weiter.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Züge fahren in der Regel bis nach Weiden. Von hier aus nehmt ihr den Bus Linie 1930 nach Vohenstrauß bis zum Marktplatz. Ab hier kommt ihr nur mit dem Rufbus/-taxi 1984 nach Leuchtenberg zu verschiedenen Haltestellen.

Parken

Direkt unterhalb der Burg befindet sich ein kostenloser Parkplatz. Ein alternativer Startpunkt für den Rundweg befindet sich direkt an der B22 in der Höhe zur Abzweigung ins LerautaL.

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Ein Großteil des Rundwegs verläuft über naturnahe Waldpfade

Fazit

Der Rundweg ist für geübte und trittsichere Wanderer ganzjährig machbar, ja im Winter bei Eis und Schnee sogar ein ganz besonderes Erlebnis. Allen anderen empfehlen wir eine Wanderung zwischen März und Oktober, zumal zu dieser Zeit die Burg besichtigt werden kann. Für Kinderwagen oder Buggy können wir die Strecke nicht in Gänze empfehlen, da immer wieder unwegsame und holprige Teilstrecken dabei sind.



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