Vom Steinbruch Worzeldorf zum Alten Kanal

Seit dem 15. Jahrhundert wird im Süden Nürnbergs der berühmte Nürnberger Burgsandstein abgebaut. Aus ihm wurden nicht nur die mittelalterliche Kaiserburg und die fünf Kilometer lange Stadtmauer errichtet, sondern auch die historischen Patritzierhäuse, die Lorenzkirche, die Sebalduskirche und das berühmte Pellerhaus am Egidienplatz. Der letzte Steinbruch seiner Art in Mittelfranken, in dem heute noch Burgsandstein gebrochen wird, ist der Steinbruch in Worzeldorf. Eine Reise in die Geschichte der Stadt könnt ihr auf dem Rundweg um den Steinbruch Worzeldorf zum Ludwig-Donau-Main-Kanal erleben.

Alle Infos zur Wanderung weiter unten (Karte, GPX-Daten, Details)

Historischer Innenhof Pellerhaus

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Nürnberger Reichswald bei Worzeldorf

Nürnberger Burgsandstein

Der für die mittelfränkische Gegend typische Burgsandstein entstand vor rund 200 Millionen Jahren, einer Zeit, die als Mittlerer Keuper bekannt ist. Damals lag die Region am Rand eines flachen Meeres, in das die Flüsse große Mengen von Sand anschwemmten. Der spätere Rückzug des Meeres und die Überlagerung mit anderen Materialien führten dazu, dass sich die angeschwemmten Sandbänke verfestigten und daraus Gestein, Sandstein, entstand.

Sandstein ist jedoch nicht gleich Sandstein. Je nach Region ist die Zusammensetzung doch recht unterschiedlich. Diese und die Verfestigung des Gesteins haben einen großen Einfluss auf die Verwitterung. Weiche Partien werden schneller abgetragen, härtere Bereiche wie der Burgsandstein bleiben als Hügel herauspräpariert. Das ist der Grund, warum sich nicht jeder Sandstein zum Bau von Häusern eignet.

Der Name Burgsandstein stammt von der speziellen Zusammensetzung des Gesteins, auf dem die Nürnberger Kaiserburg steht. Dieser Burgsandstein zeichnet sich durch seine charakteristische rotbraune Färbung aus, die von dem darin enthaltenen Eisenoxid verursacht wird. Ein recht hoher Anteil an Quarz macht diesen Sandstein besonders widerstandsfähig und beständig gegenüber Verwitterung, weshalb er sich als besonders hochwertiger Baustoff erweist.

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Namensgebend für den Burgsandstein ist die Kaiserburg

Gotik, Renaissance, Barockzeit oder Jugendstil

Nicht nur die mittelalterliche Kaiserburg und die historische Stadtmauer bestehen aus dem berühmten mittelfränkischen Baumaterial. Schaut man sich in der Altstadt um, so prägt letztendlich eines all die wunderschönen historischen Häuser und Kirchen: der Sandstein, aus dem sie errichtet wurden. Doch mit dem Bau der schmucken Häuser und historischen Gebäude ist der Verbrauch an Sandstein noch lange nicht abgeschlossen.

Sandstein ist weich – und nicht unendlich beständig gegenüber Wind, Wasser und letztendlich Umweltverschmutzung. Für die Reparatur und die Sanierung solcher Bauten wird natürlich wieder Sandstein verwendet. Und da dieser je nach Region, aus der er stammt, eine andere Zusammensetzung hat – und damit auch anders aussieht – wird für die historischen Bauten derselbe Stein genutzt, aus dem sie auch gebaut wurden, damit er sich perfekt ins Ensemble einpasst. Nürnberger Burgsandstein eben.

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Meist wirkt hier alles verlassen

Steinbruch Worzeldorf

Auch wenn das Spektakel inzwischen Seltenheitswert hat: Alle paar Jahre erschüttert ein großer Knall den Süden der Metropole, wenn das heißbegehrte Gestein bei einer der seltenen Großsprengungen aus dem benachbarten Gestein gelöst und im Anschluss mit schwerem Gerät abgebaut wird. Bei einem solchen Ereignis werden schon einmal bis zu 350 Tonnen Sandstein gewonnen.

Obwohl die Stadt einst stattliche 30 Steinbrüche zählte, zu denen beispielsweise die Steinbrüche am Schmausenbuck gehörten oder auch weitere Steinbrüche hier am Glasersberg, gibt es heute nur noch einen einzigen aktiven Steinbruch in der Metropolregion, in dem Burgsandstein abgebaut wird. Damit hat der Steinbruch in Worzeldorf eine herausragende Stellung und ist wirklich einzigartig. Denn er liefert für die Restaurierungen der stadtbildprägenden Bauten das Material.

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Sandsteinbrocken am Kraterrand
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Spuren auf dem Sandstein

Worzeldorfer Quarzit

Der Steinbruch am Ortsrand der mittelfränkischen Metropole bringt vielfältige Gesteine, beziehungsweise ihre Varianten, an die Oberfläche. An der Wand hinter der Halle liegt im Westen des Steinbruchs ein Bereich mit Worzeldorfer Quarzit, das ist ein stark verkieselter Burgsandstein, der besonders hart ist. Im Osten hingegen liegt ein Feld mit dem „normalen“ Burgsandstein von mittlerer bis weicher Qualität. Seit dem Jahr 2000 befindet sich der Steinbruch im Besitz des Familienbetriebs GS Schenk.

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Besonders attraktiv: der See im Bruch
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Blöcke Burgsandstein

Der Betreiber: Das Familienunternehmen GS Schenk

Seit einem Viertel Jahrhundert wird der Steinbruch in Worzeldorf nun von der Fa. GS Schenk aus Fürth, einem Traditionsunternehmen, das seit 1914 besteht und bereits von der vierten Generation geführt wird. Ursprünglich stammt die Familie des Firmengründers Georg Schenk aus Amerdingen im Nördlinger Ries. Aus der angesehenen Steinmetzmeisterfamilie ist inzwischen ein bekanntes Unternehmen mit vielseitigem Aufgabenfeld im Hoch- und Tiefbau geworden.

Die Firma baut den Sandstein nicht nur ab, sondern wirkt auch weiterhin in der hauseigenen Steinmetzewerkstatt an der Verarbeitung des Steins mit. Viele der historischen Häuser von Nürnberg sind im Zweiten Weltkrieg zerstört worden und hätten ohne den Steinbruch nicht wieder in ihrem ursprünglichen Charme aufgebaut werden können.

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Lorenzer Reichswald bei Worzeldorf

Nachdem die großen Steinblöcke also aus dem Wald herausgeholt wurden, transportiert man sie nach Fürth, denn in Burgfarrnbach befindet sich die hauseigene Steinmetzwerkstatt des Betreibers. In der Regel werden keine ganzen Sandsteinquader zur Sanierung historischer Gebäude verwendet, sondern lediglich Platten, die an der bestehenden Fassade angebracht werden. Hin und wieder ist auch ein größeres Stück notwendig, wenn es darum geht, eine Skulptur oder ein aufwendiges Profilstück herzustellen.

Die Rohblöcke zersägt man also erstmal in die passende Größe. Die Steinmetze bearbeiten im Anschluss die Platten oder Blöcke traditionell mit Hammer und Meißel, um beispielsweise ein Relief einzuarbeiten. Dabei ist die Ausbeute nicht gerade hoch. Denn um einen Kubikmeter Endprodukt herzustellen, benötig man ganze 8 Kubikmeter Rohsandstein. Nach Fotos oder alten Zeichnungen und Plänen wurde mit dem Worzeldorfer Burgsandstein beispielsweise der historische Innenhof des Pellerhauses aus dem Jahr 1605 wieder hergestellt.

Martin Peller und seine Prachtvilla

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Pellerhof am Egidienplatz in Nürnberg

Damals war Martin Peller sicherlich einer der reichsten Männer in Deutschland. Und das sah man seinem Haus auch an. Mit all seinen Arkaden, geschmückten Giebeln und unzähligen Verzierungen in der Sandsteinfassade eine wahre Meisterleistung! Das war für den Kaufmann, der Geschäfte mit halb Europa machte, ein wichtiges Anliegen, denn die Nürnberger Patrizier mochten den Emporkömmling aus der tiefsten Provinz nicht besonders. Deshalb plante er einen Palazzo, der in der Geschichte der Stadt alles andere in den Schatten stellen sollte.

Ein wenig Hintergrundgeschichte

Martin Peller wurde als Sohn des Ratsherrn Baltasar Peller im Jahr 1559 in Radolfzell am Bodensee geboren. Damals gehörte die Familie zur Monarchie der Habsburger und können bis 1270 zurückverfolgt werden, jedoch nicht zweifelsfrei belegen. In den Geschichtsbüchern beginnt die Stammreihe deshalb mit Baltasar Peller.

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Gewölbedecke im Eingangsportal des Pellerhauses

Martin lernte 1581 in Venedig, wo er bereits als Konsul ein gutes Ansehen genoss und großen Einfluss auf die deutschen Handelsleute ausübte, den Nürnberger Kaufmann Barhtolomäus Viatis kennen, der gebürtiger Venezianer war. Anscheinend verstand sich mit diesem so gut, dass er ihm nach Nürnberg folgte und in dessen florierender Handelsgesellschaft zunächst als Handlungsgehilfe tätig war. Ab 1583 vertritt Martin Peller sogar bereits die Interessen Viatis in Venedig.

Als Martin und sein Bruder 1585 vom Kaiser in den erblichen Adelstand erhoben wurden, stieg Martin auch gesellschaftlich auf. 1590 heiratete er die Tochter seines Chefs Maria Viatis und wird Teilhaber an der Handelsgesellschaft. Das war der Beginn eines der erfolgsreichsten Handelsunternehmen – und das nicht nur in regional. Es heißt, dass das Unternehmen Viatis-Peller Marktführer und in so manchem Bereich eine Monopolstellung innehatte. Damit brachten die Familien ein beträchtliches Vermögen zusammen.

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Blick von der Ballustrade im 1. Stock des Pellerhauses

Das Pellerhaus

Um 1600 kaufte Martin Peller das Haus der Familie Groland am Egidienplatz, das er allerdings zunächst einmal abreißen lässt, um Platz für einen Neubau zu schaffen. Und aus diesem Plan entsteht eines der schönsten Bürgerhäuser Deutschlands, das sogenannte Pellerhaus.

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Aber obwohl das Pellerhaus sicherlich das schönste Haus in ganz Nürnberg war, wohnte Peller mit seiner Frau bei seinem Schwiegervater, nutzt sein Prunkanwesen lediglich in den letzten Jahren seines Lebens. Nach dem Tod von Bartholomäus Viatis erben Maria und ihr Bruder sein Vermögen, Martin Peller bekommt das Anwesen in Schoppershof und wird Hauptgesellschafter der Handelsgesellschaft. Seitdem trägt die Familie den Namen Peller von Schoppershof.

Nach seinem Tod wurde Martin Peller 1629 auf dem Johannisfriedhof in prominenter Gesellschaft begraben. Hier befinden sich auch die Überreste von Veit Stoss, Willibald Pirckheimer und Albrecht Dürer, um nur einige bekannte lokale Persönlichkeiten zu nennen. Das Pellerhaus blieb bis 1828 im Besitz der Familie Peller und gelangte dann letztendlich in die Hände den Besitz der Stadt Nürnberg.

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Rekonstruktion des historischen Pellerhauses

Zerstörung im Zweiten Weltkrieg

Leider wurde das grandiose Prellerhaus im letzten Jahr des Zweite Weltkriegs durch Bombenangriffe der Alliierten fast vollständig zerstört. Lediglich Teile des Erdgeschosses und des Innenhofs blieben stehen, die in den 1950er Jahren im Rahmen des Wiederaufbaus in einen Neubau, das Neue Prellerhaus, integriert wurden und das Stadtarchiv beherbergten. Damals ein Prachtbau der Zeit, heute ein Skurrilum in der Innenstadt.

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Fassade des Pellerhaus aus den 1950er Jahren

Wiederaufbau

Der historische Pellerhof mit seinen verspielten Arkaden im Renaissancestil, der beim Neubau in den 1950er Jahren stiefmütterlich behandelt wurde, war nicht nur den Altstadtfreunden, sondern auch dem Steinmetzmeister Harald Pollmann ein wichtiges Anliegen. Jahre dauerte die Planung, den Hof wieder in seinem ursprünglichen Glanz erscheinen zu lassen.

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Zugänglich am Wochendende nachmittags

Es galt erst einmal gegen Windmühlen anzukämpfen, denn vielleicht war die Abneigung gegen Peller noch nicht aus den Herzen der Stadtherren verbannt. Auch Bürgermeister Mali war nicht für die Restaurierung des historischen Pellerhofes zu begeistern. Erst zwischen 2008 und 2018 konnte das sportliche Vorhaben dann endlich unter der Mitwirkung der Altstadtfreunde e.V. in die Tat umgesetzt werden.

Tausende von Spendern haben an dem Wiederaufbau mitgewirkt. Insgesamt sind über 5 Millionen Euro in das Projekt geflossen – und rund 220 Kubikmeter Sandstein verbraucht worden. Glücklicherweise wurde das Pellerhaus bereits in den 1930er Jahren aufwändig saniert, sodass nach seiner Zerstörung wenigstens noch detaillierte Pläne vorlagen, an die sich die Restauratoren halten konnten.

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Im Pellerhof fühlt man sich fast wie im antiken Rom

Besucherinformationen Pellerhaus

Heute befindet sich in dem Gebäude das Haus des Spiels. Der Pellerhof kann an den Wochenenden immer nachmittags besichtigt werden. Zu diesen Zeiten finden auch kostenlose Führungen durch ehrenamtliche Mitarbeiter der Altstadtfreunde statt.

Adresse

Pellerhaus (Haus des Spiels)

Egidienplatz 23
90403 Nürnberg

Öffnungszeiten
  • Freitag, Samstag und Sonntag
  • 14:00 bis 17:00 Uhr
Eintrittspreise
  • Zutritt und Führungen kostenlos
  • Keine Anmeldung erforderlich
  • Aktuelle Infos
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Aufgelassene Steinbrüche
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Infotafel

Steinbrüche und Naturschutz

Manch einer mag meinen, dass ein Steinbruch die Natur zerstöre. Eine verbreitete Meinung, die in vielen Fällen jedoch so nicht stimmt. Denn wenn behutsam vorgegangen wird, so entsteht mit dem Abbau von Gesteinen ein völlig neues Biotop, das Lebensraum für viele seltene und extrem spezialisierte Tiere und Pflanzen wird. Hier in Worzeldorf arbeitet man eng mit dem Bund Naturschutz zusammen, um vom Aussterben bedrohten Arten wie Fröschen, Salamandern oder auch Schlangen einen optimalen Lebensraum zu erhalten. Hier ist beispielsweise die Gelbbauchunke zu Hause, die man allerdings nur sehr selten sieht.

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Alte Steinbrücke über den Ludwig-Donau-Main-Kanal bei Nürnberg-Worzeldorf

Ludwig-Donau-Main-Kanal

Unter den Nürnbergern heißt er nur Alter Kanal oder Ludwigskanal – und alle lieben einen Sonntagsspaziergang entlang der alten Treidelpfade. Dieses Jahr (2026) feiert der Ludwig-Donau-Main-Kanal seinen 180. Geburtstag. Erbaut wurde er – wie der Name bereits ahnen lässt – von König Ludwig I. von Bayern. Schon nach seiner Thronbesteigung 1825 griff er die schon seit Jahrhunderten kursierende und nie umgesetzte Idee auf, eine schiffbare Wasserstraße zwischen Donau und Main zu bauen, um damit letztendlich die Nordsee (bei Rotterdam) mit dem Schwarzen Meer zu verbinden.

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Historisches Schleusenwärterhaus am Alten Kanal

Es dauerte allerdings noch gut 10 Jahre, bis alle Pläne zur Ausführung fertig waren. Entstanden ist in 10 Jahren Bauzeit eine 172 Kilometer lange Wasserstraße zwischen der Donau bei Kelheim und dem Main bei Bamberg. Den doch enormen Höhenunterschied von 264 Metern überwinden über 100 Kammerschleusen, von denen die meisten heute noch – zu großen Teilen – erhalten sind. Und für Touristen fahren seit Jahren auch wieder von Pferden gezogene Treidelschiffe. Das in Burgthann heißt Elfriede und fährt an einigen Wochenenden im Sommer.

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Mitte im Wald am Fuß des Glasersberg befindet sich ein alter Wasserspeicher

Alter Wasserspeicher

Auf einem unserer vielen Streifzüge sind wir auf ein altes Gebäude am Glasersberg gestoßen, das wohl früher als Speicher für Wasser gedient hat. Ob das Haus mit den zwei großen Becken für den Steinbruch als Zwischenspeicher oder als Trinkwasserspeicher gedient hat, das wissen wir leider nicht. Wenn ihr mehr Informationen dazu habt, dürft ihr uns gerne eine E-Mail oder hier auf der Webseite eine Bemerkung schreiben, denn wir sind doch sehr neugierig.

Auf dem Rundweg haben wir für alle, die sich auch dafür interessieren, einen kleinen Abstecher eingezeichnet, um es anzuschauen – auf eigene Gefahr natürlich.

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In den alten Wasserbecken waren Graffiti-Künster am Werk

Wanderung vom Steinbruch Worzeldorf zum Alten Kanal

Startpunkt des Rundweges ist der Parkplatz an der Schwanstetter Straße.

Alternativ könnt ihr auch in der Straße Am Hochwald parken. Hier in der Sackgasse am Ortsrand sind eigentlich immer ein paar Plätze frei. (Von hier aus nehmt ihr den mit den blauen Punkten markierten Weg und trefft dann nach etwa 200 m auf den Wanderweg).

Vom Wanderparkplatz an der Schwanstetter Straße aus halten wir uns waldeinwärts und nehmen gleich den rechten Zweig an der Gabelung. Hier folgen wir der Markierung Dr.-Fritz-Linnert-Weg an der Schranke vorbei auf einem breiten Schotterweg, der uns nach einer Rechtskurve direkt zum Steinbruch führt. Vor den ersten Sandsteinquadern auf der linken Seite leitet uns der Dr.-Fritz-Linnert-Weg über einen steil ansteigenden Trampelpfad nach links und im Anschluss wieder relativ eben weiter durch den Nürnberger Reichswald. Nach etwa 250 m gabelt sich der Weg, wir nehmen den rechten Abzweig und bleiben auf der Markierung.

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Aufgelassener Steinbruch am Glasersberg

Abstecher zum ehemaligen Wasserspeicher: Nach etwas über 100 m geht nach rechts ein Weg ab zu einer Anhöhe. Wer den Lost Place besuchen möchte, kann hier eine kurze Schleife machen. Dazu geht ihr den Weg nach rechts und haltet euch an der Gabelung links. Hinter einer Rechtskurve liegt das alte Gebäude auf der linken Seite. Hinter dem Haus treffen wir auf eine Kreuzung, an der wir zunächst geradeaus, dann nach rechts weitergehen. Dieser Pfad bringt uns wieder zum Abzweigpunkt zurück, wo wir uns rechts halten.

Wer den Abzweig nicht gehen möchte, wandert einfach weiter geradeaus und trifft dann auf einen geschotterten Forstweg. Hier wenden wir uns nach links, überqueren die gleich folgende Kreuzung geradeaus und folgen dann der Markierung ein paar Meter weiter über den Trampelpfad nach rechts in den Wald. Von hier aus geht es immer geradeaus über den Dr.-Fritz-Linnert-Weg zum Glasersberg, auf dessen Gipfel skurril gewachsene Bäume stehen und an dessen Flanken noch Reste ehemaliger Steinbrüche zu sehen sind. Wir halten uns an den vielen Abzweigungen immer leicht rechts auf der Markierung, die uns in einem weiten Rechtsbogen zu einer Kreuzung mit einem breiten Schotterweg leitet, an der eine Bank zu einer kurzen Rast einlädt.

Wir passieren die Kreuzung geradeaus und kommen nach gut 300 m am Ludwig-Donau-Main-Kanal aus, an dessen Seite ein noch immer bewohntes historisches Schleusenhaus steht. Hier verlassen wir den Dr.-Fritz-Linnert-Weg und wechseln auf den Jakobsweg Nürnberg-Eichstätt, indem wir uns vor der Steinbrücke auf dem Fußweg rechts halten. Bei der zweiten Schleuse auf unsrem Weg gelangen wir an den Ortsrand von Worzeldorf, durch das wir am Ufer des Kanals komplett hindurchwandern.

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Das Pellerhaus liegt NICHT auf dem Weg, sondern in der Altstadt von Nürnberg

Hinter dem letzten Haus biegen wir nach rechts ab und laufen ab sofort wieder auf der Markierung Dr.-Fritz-Linnert-Weg weiter. Dieser führt uns kerzengerade durch den Wald bis zur Schwanstetter Straße. Diese überqueren wir (Achtung: keine Ampel und oft sehr viel Verkehr!) und kommen wieder am Wanderparkplatz aus, von dem wir gestartet sind.

Route

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Höhenprofil

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Details

  • Start/Ziel: Wanderparkplatz an der Schwanstetter Str. (etwa 100 m vor dem Ortseingang auf der linken Seite von Nbg. aus kommend)
  • Alternativer Startpunkt: Wanderparkplatz am Ende der Straße Am Hochwald
  • Länge: 4,6 km
  • Dauer: 2 bis 2,5 Stunden
  • Schwierigkeit: mittel
  • Markierung 1: Dr.-Fritz-Linnert-Weg
  • Markierung 2: (am Alten Kanal entlang): Jakobsweg Nbg.-Eichstätt oder Deininger Weg
  • Anstieg: 92 m
  • für Kinderwagen/Buggy geeignet: nein (vom Parkplatz zum Steinbruch ja)
  • DOWNOAD KARTE als pfd: Steinbruch-Worzeldorf-Karte.pdf
  • DOWNLOAD Beschreibung als pfd: Steinbruch-Worzeldorf-Beschreibung.pdf

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Essen und trinken

In Worzeldorf, Herpersdorf und Weiherhaus gibt es zahlreiche Einkehrmöglichkeiten:

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Anfahrt: Wie komme ich nach Worzeldorf?

Über die A73

Auf der A73 nehmt ihr die Ausfahrt Nürnberg Süd (Münchener Str.) und haltet euch an der Ampel Richtung Worzeldorf/Kornburg auf die Schwanstetter Straße. Kurz vor dem Ortseingang geht nach links ein Waldweg ab.

Über die A6

Am Autobahnkreuz Nürnberg Süd wechselt ihr auf die A73 Richtung Nbg/Fürth und nehmt dann die nächste Ausfahrt Nbg. Süd. Am Ende der Ausfahrt biegt ihr Richtung Worzeldorf/Kornburg ab. Ab hier wie auf der A73.

Aus Nürnberg

Wenn ihr über die Münchener Straße ortsauswärts fahrt, biegt ihr nicht auf die Autobahnen ab, sondern fahrt geradeaus weiter über die Schwanstetter Str. Richtung Kornburg. Kurz vor dem Ortseingang von Worzeldorf geht es links in den Wald.

Parken

An der Schwanstetter Str. gibt es kurz vor dem Ortseingang einen Parkplatz auf der linken Seite (über einen kurzen Waldweg zu erreichen, nicht ausgeschildert).

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Moosbewachsene Sandsteine im Reichswald

Fazit

Der Steinbruch zeigt sich zu jeder Jahreszeit in einem anderen Gesicht. Es lohnt sich also, auch mehrfach hierher zu kommen. Bei Schnee, Frost und Nässe können Teile des Weges schwer passierbar sein, dann gilt es möglicherweise eine Ausweichroute auf breiteren Wegen zu suchen. Der Rundweg ist nicht komplett mit Kinderwagen oder Buggy befahrbar. Ihr kommt jedoch gut vom Parkplatz bis zum Steinbruch.



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