Einer der atemberaubendsten Wanderwege im Fichtelgebirge ist der Weißmain-Ochsenkopf-Steig, der entlang des Weißmains auf den Gipfel des zweithöchsten Berges in Franken und gleichzeitig im Norden Bayerns führt. Der etwa 11 Kilometer lange Rundweg führt auf naturnahen Wegen hinauf auf den Gipfel des Ochsenkopfes und folgt dann ab der Quelle dem Weißmain wieder hinab zum Ausgangspunkt. Für alle, die den steilen Aufstieg scheuen, empfehlen wir die Auffahrt mit der Seilbahn, die den Rundweg auf etwa 9 Kilometer verkürzt.
Alle Infos zur Wanderung auf dem Weißmain-Ochsenkopf-Steig (Karte, GPX-Daten, Details)
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Der Ochsenkopf
Bis vor etwa 200 Jahren dachte man, der Ochsenkopf sei der höchste Berg im Fichtelgebirge. Erst als genaue Messungen möglich waren, entdeckte man, dass der Schneeberg den Ochsenkopf noch um 27 Meter überragt.
Einst hieß der zweithöchste Berg im des Fichtelgebirgsmassivs einfach nur der Hohe Vichtelberg. Doch als der Nürnberger Lorenz von Ploben 1495 eines der Bergwerke der Region zum Lehen erhielt, taucht in den Urkunden die Bezeichnung Fichtelberge bei dem Ochsenkopf auf. Und so übertrug sich der Name im Laufe der Zeit auf den Berggipfel.

Namensgebung
Der Stierkopf, der in einen der Granitblöcke auf dem Gipfel eingemeißelt wurde, ist noch heute gut erkennbar. Doch welchen Ursprung der in den Stein gemeißelte Stierkopf tatsächlich hat, darüber gibt es so einige Theorien:
#1 Er könnte ein Symbol für den slawischen Gott Radegast sein, der hier oben geopfert wurde. Denn früher verlief die Grenze zwischen dem fränkischen und slawischen Reich genau hier über den Ochsenkopf.
#2 Eine Sage berichtet über so manchen Krieg und Friedensschluss der Slawen und Franken. Eine besonders schöne handelt von einem Frankenfürst und einer slawischen Königstochter, die sich hier oben kennen- und lieben gelernt haben. Ihre Hochzeit wurde auf dem Gipfel gefeiert und als Erinnerung ein Stierkopf in den Stein geschlagen.

#3 Es wäre auch möglich, dass die Wenden auf dem Berg ihren höchsten Gott, dessen Zeichen die Sonne war, verehrten. Bei ihren Festen trieben sie Stiere um das Freudenfeuer herum, denn diese Tiere waren nach ihrer Lehre heilig und verkörperten sinnbildlich Kraft, Stärke und Männlichkeit.
#4 Neben vielen weiteren Theorien vermutet man heute, dass das Zeichen von Alchemisten oder Bergleuten stammt, die dem Berg das Element Quecksilber zuordneten. Denn hier wurden tatsächlich Vorkommen von Silber, Eisen, Zink und Quecksilber nachgewiesen. Das Zeichen war also wohl ursprünglich einmal ein bergmännisches Symbol, das im Laufe der Zeit immer wieder nachbearbeitet (und verunstaltet) wurde, bis schließlich ein Ochsenkopf-Bildnis daraus wurde.

Sendeturm
Seit 1958 befindet sich der 177 Meter hohe Sendeturm des Bayerischen Rundfunks direkt gegenüber vom Asenturm auf dem Gipfelplateau des Ochsenkopfes. Schon von Weiten erkennt man die spitze Nadel aus Stahlbeton, die hoch über die Baumwipfel hinausragt. Der Sendeturm versorgt nicht nur Oberfranken und ganz Bayern mit Radioempfang, sondern auch unzählige Bürger in der ehemaligen DDR. Das eigentliche Wahrzeichen des Ochsenkopfes ist allerdings der Asenturm.
Das Schneeloch
Hier soll sich auch ein ehemaliger Stolleneingang befunden haben, das sogenannte Schneeloch. Als das Schneeloch 1988 von einer Gruppe Höhlenforschern vermessen wurde, konnten in der rund 10 Meter langen Höhle jedoch keine Anzeichen für Bergbautätigkeiten gefunden werden.

Asenturm mit Gaststätte
Der höchste Punkt des Ochsenkopfes liegt mit 1024 Metern auf dem Felsen, auf dem ein Vermessungspfeiler steht. Heute liegt er knapp neben dem Eingang zur Asenturm-Gaststätte. Der Asenturm geht auf eine Konstruktion aus Holz zurück, das 1876 zur Landvermessung errichtet wurde. Nachdem der Fichtelgebirgsverein das Gerüst mehrfach ausgebessert hatte, war es dann aber um 1920 vollends baufällig geworden.
Und so begann man 1922 unter der Aufsicht der Ortsgruppe Bischofsgrün mit dem Vorhaben, einen Aussichtsturm aus Stein zu bauen. Und weil der Ochsenkopfgipfel inzwischen ein beliebtes Ausflugsziel geworden war, sollte auch gleich eine Gaststätte für die Wanderer mit hinzukommen.
Namensgebung
Für den Namen des Turms wählte man damals einen Begriff aus der nordischen Mythologie: die Asen. So nannte man das Göttergeschlecht, das über die Welt und die Menschheit herrschte und in der Götterwelt Asgard lebte. 12 Hauptgötter gab es, darunter auch einige, die wohl fast jeder kennt:
- Odin (oder Wotan): oberster Göttervater
- Thor (oder Donar): Gott des Donners
- Freya: Göttin der Liebe und des Frühlings

Baukosten
Unglücklicherweise fiel die Bauphase des Asenturms und der Gaststätte in eine Zeit, die die Baukosten in schwindelerregende Höhen trieb. Denn den Ersten Weltkrieg hatte die Weimarer Republik durch die Aufnahme von Kriegsanleihen finanziert. Als dann 1919 noch hohe Reparationszahlungen hinzukamen und im Ruhrgebiet ein Streik finanziert werden musste, stand die Regierung kurz vor dem Bankrott.
Um den Staatsbankrott abzuwenden, kam die Regierung auf die geniale Idee einfach mehr Papiergeld zu drucken. Der Schuss ging erwartungsgemäß nach hinten los und führte 1923 zu einer solch exorbitanten Inflationsrate, dass der Preis für den Bau des Turmes und der Gaststätte auf dem Ochsenkopf letztendlich 2,5 Milliarden Mark (kein Schreibfehler!) betrug.
Neue Besitzer
Über 100 Jahre befand sich die Gaststätte und der Asenturm im Besitz des Fichtelgebirgsvereins. Doch in den letzten Jahren waren die Bauten so sehr in die Jahre gekommen, dass eine aufwendige Sanierung anstand. Und da der Verein die Sanierungsmaßnahme der höchstgelegenen Gaststätte Frankens nicht stemmen konnte, den Betrieb aber auch in Zukunft gewährleisten wollte, verkaufte man im Oktober 2025 schweren Herzens die Bauten an den Bayreuther Architekten Bernd Deyerling und Sabrina Damrot vom Hotel am Fichtelsee.
Nach nur zwei Monaten konnte der Betrieb der Gaststätte unter neuer Leitung wieder aufgenommen werden. Mit dem Besitzerwechsel kommt auch ein neuer Name: die Gaststätte heißt jetzt Ochsenkopf Hüttn am Asenturm. Ganz abgeschlossen ist der Umbau noch nicht, soll aber bis zur Wintersaison 2026/27 beendet sein.
Unser Tipp: Das BUCH über die interessante Geschichte des Asenturms findet ihr HIER.

Der Goethefelsen
Ein Stück vom Sende- und Asenturm entfernt zieht sich eine Felsrippe auf dem Gipfel nach Südosten. Früher wurden diese Felsen einmal Dreiadlerfelsen oder auch Dreiahornfelsen genannt. Diese Felsenrippe erstreckt sich über eine Fläche von etwa 40 mal 15 Meter und liegt kurz unter Gipfelniveau bei einer Höhe von etwa 1012 Meter.
Und weil der berühmte Johann Wolfgang von Goethe ihn im Juli 1785 bei einer seiner Wanderungen im Fichtelgebirge auch diesen Felsen besuchte, gab dies dazu Anlass, sie in Goethefelsen umzubenennen. Dass Goethe auch eine Zeichnung des Felsmassivs angefertigt hatte, erfuhr man erst 1986, als diese vom Forstdirektor Anton Böhm wiederentdeckt wurden. Die Felsen mit ihrer typischen Wollsackverwitterung sind nicht nur als Naturdenkmal geschützt, sondern stehen auch in der Liste der Geotope Bayerns. Ringsum befindet sich übrigens ein ausgedehntes Blockmeer.

Der Weißmainfelsen
Im Gegensatz zum Goethefelsen, der aus Randgranit besteht, ist der Weißmainfelsen – eigentlich eine Felsengruppe – am Osthang des Berges aus Kerngranit aufgebaut. Vor den steil in den Himmel ragenden Felsen mit der charakteristischen Matratzen- oder Wollsackverwitterung befindet sich seit vielen Jahren ein Picknickareal.
Bevor ihr euch allerdings ausruht, solltet ihr noch auf den höchsten Felsen hinaufgehen, denn seit 1878 ist dieser mit Steinstufen und Treppen versehen. Die Aussicht auf den Waldstein, Schneeberg und den Basaltkegeln im Kemnather Land ist allerdings heute etwas eingeschränkt, da die Sicht durch die hohen Bäume versperrt ist. Es lohnt sich auch, das Granitmassiv ein wenig näher zu erkunden, denn überall finden sich Spalten und Treppen, hinter denen es etwas zu entdecken gibt.

Die Weißmainquelle
Am Osthang des Ochsenkopfes tritt der Weiße Main aus einer ummauerten Quelle ans Tageslicht, um sich anschließend talwärts zu schlängeln. Der Weiße Main, auch Weißmain genannt, ist der kürzere und wasserreichere der beiden Mainquellflüsse. Am Ortsrand von Kulmbach trifft er auf den Roten Main und bildet mit ihm zusammen den Main. Der Name Weißer Main wurde zur Unterscheidung zum Roten Main eigeführt und stammt von seinem Quellgebiet, denn das Granitgestein an der Weißmainquelle lässt ihn hell und klar erscheinen.
An der Quellfassung ist oben eine Tafel aus Proterobas-Gestein angebracht, das hier einst in einem Steinbruch abgebaut wurde. Der ursprüngliche Name der Felsengruppe weist auf weise Männer, also Druiden hin: Weißmannsfelsen.
Der Main ist der wichtigste Fluss in Franken. In der Antike nannte man ihn Moenus oder Moin. Das Wort Moin stammt aus dem Keltischen und beschreibt einen Fluss mit starken Windungen. Erst ab dem 15. Jahrhundert gibt es die Schreibweise Main.
An der Weißmainquelle liegt der Fürstenbrunnen, den der Bischofsgrüner Wildmeister 1717 im Auftrag des Bayreuther Markgrafen errichtete. Erneuert wurde diese Fassung 1827. Nach 1886 wurde an dieser eine Syenitplatte mit der Inschrift Weissmainsquelle angebracht. Wenn man etwas genauer hinsieht, entdeckt man am Deckstein noch das Wappen der Hohenzollern. An dem idyllischen Örtchen im Wald stehen ein paar Tische und Bänke, die zu einer kurzen Rast einladen.
Geologie im Fichtelgebirge
Die Geschichte des Fichtelgebirges begann vor etwa 300 Millionen Jahren (zum Vergleich: das Alter der Erde wird auf etwa 5000 Millionen Jahre geschätzt). Das machen Wissenschaftler am Alter der Gesteine fest, die hier gefunden wurden. Die ältesten Gesteine stammen aus dem jüngeren Präkambrium – und das war vor etwa 750 Millionen Jahren. Zu dieser Zeit war die Region des heutigen Mitteleuropas durch ein flaches tropisches Meer bedeckt, in das die Flüsse feines Abtragungsmaterial einschwemmten, das wir heute als Ton- und Sandsteinschichten vorfinden.
Aufgebaut ist das Fichtelgebirge jedoch vorwiegend aus Granit und nicht aus diesen Ablagerungen auf dem Meeresboden. Wo kommt also der Granit her? Im Obercarbon (vor etwa 285 Millionen Jahren) wurde das Fichtelgebirge, der Frankenwald und unzählige Mittelgebirge in Mitteleuropa geschaffen. Und zwar im Zuge der variszischen Gebirgsbildung, dem wichtigsten tektonischen Ereignis zu jener Zeit. Plattenbewegungen sorgten dafür, dass der Kontinent Gondwana mit dem alten Kontinent Laurussia kollidierte und die beiden zusammen einen Superkontinent namens Pangäa bildeten. Man kann sich kaum vorstellen, welch ungeheure Kräfte bei dieser Kollision frei wurden.

Der Granit
Gebirge falteten sich auf und Spannungen sorgten für tiefe Risse im Erdmantel, sodass glutflüssige Magma in die Erdkruste steigen konnte. Dort erstarrte es in mehreren Kilometern Tiefe zu Granit, der heute rund 40 Prozent des Gesteins im Fichtelgebirge ausmacht.
Über viele Millionen Jahre wurde das weichere Deckgestein durch Erosion abgetragen. Dann kam vor etwa 5 Millionen Jahren ein weiteres Ereignis hinzu, das dazu geführt hat, dass dieser Bereich des Erdmantels entlang der sogenannten Fränkischen Linie angehoben wurde. Flüsse schnitten sich in die Landschaft und formten das heute hufeisenförmige Gebirge. Seitdem nagen auch weiter Wind, Wasser und Frost an den Granitmassen, sodass im Laufe der Zeit die markanten Felsformationen und riesige Blockmeere entstehen konnten, die wir heute so gerne betrachten.

Seilbahnen am Ochsenkopf
Der sagenumwobene Ochsenkopf ist der Berg im Fichtelgebirge, der die meisten Besucher anzieht. Das mag vor allem daran liegen, dass man seinen Gipfel seit 1969 sowohl von Norden als auch von Süden mit der Seilbahn erreichen kann. Die Seilbahnen am Ochsenkopf sind im Jahr 2024 erneuert worden und ihr könnt jetzt auf der Nordseite statt in einfachen Sesselliften – die leider für Hunde völlig ungeeignet waren – in bequemen Kabinen auf den Gipfel fahren. Eine echte Bereicherung!
Zwar gibt es auch im Süden eine Seilbahnstation, und zwar in Fleckl (Adresse Fleckl 40, 95485 Warmensteinach), die auf den Gipfel führt, wir empfehlen euch allerdings, die Nordstation anzufahren, da der Weißmain-Ochsenkopf-Steig hier entlangführt und ihr keine langen Zuwege in Kauf nehmen müsst.

Adresse
NORDBAHN
Fröbershammer 27, 95493 Bischofsgrün
Öffnungszeiten
- Sommermonate: täglich 10 bis 17 Uhr
- Winter: 9 bis 16 Uhr
Preise
nur Berg- ODER Talfahrt, Sommer wie Winter
- Erwachsene (ab 16 Jahren): 11,50 Euro
- Kinder (6 bis 15 Jahre): 6,00 Euro
- Ermäßigt: 10,50 Euro
- Familienkarte (1 Erw. + 1 Kind): 16,50 Euro
- Familienkarte (1 Erw. + 2 Kinder): 20,00 Euro
- Familienkarte (2 Erw. + 1 Kind): 27,00 Euro
- Bereits das dritte Kind fährt kostenlos mit
- Kinder unter 6 Jahren: frei
- Hunde: 2,50 Euro
Wir sind an einem sehr heißen Tag am Ochsenkopf gewesen und haben uns daher den Aufstieg gespart und sind lieber mit der neuen Kabinenbahn auf den Gipfel hochgefahren. Das hat uns fast 360 Höhenmeter eingespart. Im Nachhinein sind wir sehr froh über unsere Entscheidung, denn über den verwurzelten Steig haben wir sehr lange wieder zurück ins Tal gebraucht.
Ein paar Details zur Nordbahn:
- Länge: 2178 Meter
- Höhenunterschied: 359 Meter
- Stützenzahl: 17
- Maximale Stützenhöhe: 24 Meter
- Anzahl Fahrzeuge: 40
- Maximale Geschwindigkeit: 6 m/s (22 km/h)
- Maximale Beförderung: 1600 Personen pro Stunde

Der Karchesweiher
Am Fuße des Ochsenkopfes, direkt an der B303 liegt ein künstlich angelegter See namens Karchesweiher. Er stammt wahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert, wo er für die Holzflösserei genutzt wurde. Dazu staute man den Weißmain zu einem See auf. Zu Zeiten der Eisenverhüttung baute 1706 der Hammermeister Weller in Karches den Weißmainhochofen, in dem der Eisenglimmer geschmolzen wurde. Zu dem Eisenhammer gehörte auch eine Wohnung am Karchesweiher für den Arbeiter, der die Schmelze überwachte.
Später wurde das Anwesen nebst Teich staatlich und beherbergte den hiesigen Waldaufseher. 1898 bekam der Waldaufseher einen Neubau, da das alte Wohnhaus in die Jahre gekommen war. Seit 1970 ist der Karchesweiher wieder in Privatbesitz. Seine heutige Größe unterscheidet sich von der früheren, da seine Größe durch den Bau der Bundesstraße in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beschnitten wurde.

Weißmain-Ochsenkopf-Steig
Unzählige Wanderwege – sowohl lokale wie auch Weitwanderwege – queren den Ochsenkopf. Darunter auch der zertifizierte Qualitätswanderweg Weißmain-Ochsenkopf-Steig. Der Rundweg von etwa 11 km beginnt in Bischofsgrün und führt über den Gipfel des Berges, vorbei am Schneeloch, dem Sendeturm und dem Asenturm zum Weißmainfelsen und der Quelle des Weißmains. Einen kurzen Abstecher zum Goethefelsen empfehlen wir ausdrücklich.
Gesamtweg: etwa 11 km
Wer den gesamten Rundweg bestreiten möchte, hat zwei Möglichkeiten: einmal im Uhrzeigersinn oder entgegengesetzt. Je nach Kondition ist es nicht egal, wie herum ihr den Rundweg lauft, denn entgegen dem Uhrzeigersinn habt ihr auf etwa 2 km fast 400 m Höhenunterschied zu bewältigen. Deutlich moderater geht es auf der Route im Uhrzeigersinn zu.
Auffahrt mit Seilbahn: etwa 9 km
Auf der verkürzten Route mit der Seilbahnauffahrt, verpasst ihr eigentlich keine einzige der Sehenswürdigkeiten. Der Rundweg ist als Premiumwanderweg zertifiziert und ihr braucht euch keinerlei Gedanken zu machen, dass ihr euch verlaufen könntet. Die Beschilderung ist perfekt, neben den Wanderwegsymbolen weisen auch Tafeln auf die nächste Sehenswürdigkeiten hin, oft sogar mit Entfernungsangaben.

Beschreibung kurze Route
Wenn ihr mit der Seilbahn bis zum Gipfel fahrt, seht ihr schon beim Aussteigen die Wegweiser zum Schneeloch, die über einen kurzen Abstecher unter der Seilbahn hindurch zu erreichen sind. Im Anschluss geht es auf demselben Weg wieder zurück und über die Freifläche mit der Schneekanone zwischen dem Sendeturm auf der rechten Seite und dem Asenturm auf der linken Seite hindurch. Hinter dem Asenturm geht es leicht links zum eigentlichen Gipfel des Ochsenkopfes. Hier stehen bereits die Wegweiser zur Weißmainquelle, denen wir folgen.
Auf dem durchwurzelten Pfad geht es nach kurzer Strecke rechts über einen Abstecher zum Goethefelsen, dann weiter stetig leicht den Hang hinab zur Weißmainquelle, die ihrerseits leicht abseits des Wanderweges liegt und über einen kurzen Stichweg zu erreichen ist. Wieder auf dem Weißmain-Ochsenkopf-Steig zurück folgen wir der Beschilderung Richtung Weißmainfelsen. Es geht vor dem Felsmassiv vorbei durch den Wald, in leichtem Zickzackkurs durch weitere Grantifelsen hindurch bis zum Rupprechtsbrünnlein.
Hier biegen wir nach rechts ab und folgen der Markierung nach Karches. Hinter dem Karchesweiher liegt ein großer Parkplatz, den wir hinter den Häusern nach links überqueren. An dessen Ende führt eine Holzbrücke über den Weißmain in den Wald und leitet uns über einen schmalen Pfad immer am Weißmain entlang bis zur Talstation Nord, von der wir gestartet sind.
#1 Kurze Route mit Seilbahn
Route kurz

Detailkarte Gipfelbereich

Höhenprofil

Details
- Start/Ziel: Talstation Nord, Bischofsgrün
- Distanz: 9,9 km
- Dauer: 4 bis 4,5 Stunden
- Schwierigkeit: mittel
- Markierung: Weißmain-Ochsenkopf-Steig (rundes Symbol mit Granitfelsen)
- Anstieg: 391 m (mit Seilbahn)
- Abstieg: 388 m
- für Kinderwagen/Buggy geeignet: nein
TOUREN-DATEN FÜR GPS-GERÄTE UND WANDER-APPS
So funktioniert´s: Anleitung zum Download und Importieren in eine Wander-App oder ein mobiles GPS-Gerät
Komplette Runde, lang
Route lang
Achtung: geänderte Richtung!

1 Naturpfad am Weißmain – 2 Karchessee und Waldrasthaus – 3 Rupprechtbrünnlein – 4 Weißmainfelsen – 5 Weißmainquelle – 6 Goethefelsen – 7 Sendeturm – 8 Asenturm mit Gaststätte – 9 Wahrzeichenfels und Schneeloch
Höhenprofil

Details
- Start/Ziel: Talstation Nord, Bischofsgrün
- Distanz: 11,2 km
- Dauer: 5 bis 6 Stunden (nur für Wanderer mit guter Kondition zu empfehlen)
- Schwierigkeit: mittel
- Markierung: Weißmain-Ochsenkopf-Steig (rundes Symbol mit Granitfelsen)
- Anstieg: 441 m
- Abstieg: 435 m
- für Kinderwagen/Buggy geeignet: nein
- DOWNLOAD Karte als pdf: Weißmain-Ochsenkopf-Steig-komplett-Karte.pdf
TOUREN-DATEN FÜR GPS-GERÄTE UND WANDER-APPS
So funktioniert´s: Anleitung zum Download und Importieren in eine Wander-App oder ein mobiles GPS-Gerät

Essen und trinken
Direkt an der Tastation Nord gibt es eine Gaststätte und je nach Saison zwei Imbisse. Auf dem Gipfel liegt die legendäre Gaststätte am Asenturm und am Fuße des Ochsenkopfes direkt am Wanderweg das Waldrasthaus Karches. Bitte erkundigt euch im Vorfeld nach den Öffnungszeiten und Ruhetagen, wenn ihr dort einkehren möchtet.
- Ochsenkopf Hüttn am Asenturm, Ochsenkopf, Fichtelberg
- Liftstube an der Talstation Nord, Fröbershammer 28, Bischofsgrün
- Waldrasthaus Karches, Karches 2, Bischofsgrün
- Imbiss Bratort Ochsenkopf an der Talstation Nord, Fröbershammer 27, Bischofsgrün
- Imbiss Maria Alm an der Talstation Nord, Fröbershammer 48, Bischofsgrün
Anfahrt: Wie komme ich zum Ochsenkopf
Aufstiegsmöglichkeiten auf den Berg gibt es viele, denn der Ochsenkopf ist von unzähligen Wanderwegen durchzogen. Wir starten unsere Tour an der Talstation Nord, also am Ortsrand von Bischofsgrün.
Über die A9
Wer über die A9 Nürnberg-Berlin anreist, nimmt die Ausfahrt 41 Bayreuth Nord/Flughafen/Warmensteinach und hält sich immer Richtung Goldkronach, dann Richtung Bischofsgrün.
Über die A70
Aus dem Westen fahrt ihr über die A70 über Schweinfurt bis zur A9, dort weiter Richtung Berlin. An der nächsten Ausfahrt Bad Berneck verlasst ihr die Autobahn und fahrt über die B303 nach Bischofsgrün.

Parken
Der Parkplatz für die Talstation Nord ist schon weit im Voraus ausgeschildert.
- Adresse fürs Navi: Fröbershammer 27, 95493 Bischofsgrün
- gebührenpflichtig
- Tageskarte: 5 Euro (gilt für Pkw, Motorräder und Wohnmobile)
Fazit
Der Rundweg Weißmain-Ochsenkopf-Steig führt fast ausschließlich auf einem schmalen, naturbelassenen und stark durchwurzelten wie steinigen Pfad auf und um den Ochsenkopfgipfel. Plant sehr viel Zeit ein, denn ihr könnt nur sehr langsam wandern. Wenn es sehr heiß ist oder ihr nicht so viel Kondition habt, um den Aufstieg zu meistern, empfehlen wir die Auffahrt mit der Seilbahn. Hier könnt ihr auch euren Hund mitnehmen. Bei Schnee und Nässe/Frost kann der Rundweg unpassierbar oder gefährlich glatt werden. Von Mai bis Oktober sollte er aber durchgängig passierbar sein. In den Wintermonaten raten wir zu den speziellen Winterwanderwegen auf dem Ochsenkopf.





















