Jagdanlage Rieseneck (Thüringen)

Im Süden Thüringens, zwischen der Ortschaft Hummelshain mit seinem Jagd- und Residenzschloss und dem geschwungenen Flussbett der Saale im Westen liegt ein ganz besonderes Stückchen Wald namens Rieseneck. Denn hier befindet sich seit dem 16. Jahrhundert eine weitläufige Anlage in wunderschöner Landschaft, die drei Jahrhunderte zur Hof- und Staatsjagd der adligen Herrschaften im Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg gedient hat: die Jagdanlage Rieseneck. Heute ist sie die einzige noch erhaltene mittelalterliche Jagdanlage in ganz Europa.

Alle Informationen zum Rundweg (Karte, GPX-Daten, Details)

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Rundweg Jagdfieber durch die Jagdanlage Rieseneck

Hummelshain

Der kleine Ort Hummelshain im heutigen Saale-Holzland-Kreis in Thüringen entstand in der Mitte des 14. Jahrhunderts als Ausgangspunkt für die fürstlichen Jagden in der wald- und wildreichen Region an der Saale. Darauf weisen noch heute das alte und das neue Jagdschloss sowie zahlreiche weitere Gebäude in und um den Ort  hin. Sowohl die Bauten hier in Hummelshain als auch in der Jagdanlage Rieseneck befinden sich in einem sehr guten Erhaltungszustand und können von Besuchern besichtigt werden, auch wenn die Innenräume der Gebäude bis auf wenige Tage im Jahr nicht zugänglich sind.

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Das sogenannte Blasehaus in der Jagdanlage Rieseneck

Historische Jagdanlage Rieseneck

Für den Hochadel war die Jagd für lange Zeit eine probate Art, sich selbst in den Mittelpunkt zu rücken. Und deshalb wurde das Jagdgeschehen selbst mit enormen Geldbeträgen finanziert und mit dem Bau von schicken Jagdschlössern ergänzt. So manch ein Fürst hat diese Leidenschaft damals bis zum Exzess betrieben und sich finanziell dabei nahezu ruiniert. Auch beim Bau der Jagdanlage Rieseneck waren die Kosten eher nebensächlich, um eine perfekte Situation für die Jäger zu schaffen. Und um die hoheitlichen Gäste unterzubringen, nutzte man das Jagdschloss Hummelshain, das sich nur drei Kilometer östlich von Rieseneck befindet.

Die Ursprünge

Schon seit langer Zeit war das Areal zwischen den Ortschaften Orlamünde und Hummelshain ein attraktiver Ort für Wild aller Art. Dafür überquerten die Tiere sogar die Saale, um von der anderen Seite zu dem begehrten Platz zu gelangen. Und so lag es nahe, dass die Jägersleute diesen glücklichen Umstand nutzten. Um noch mehr Wild anzulocken, legten sie bereits Anfang des 16. Jahrhunderts Salzlecken an.

In den folgenden Jahrhunderten baute man diesen Grundstein sukzessive aus, schuf einen Wildacker mit Futterplätzen und schuf ein System aus Gräben und Versteckplätzen für die Jäger. Was den Namen Rieseneck angeht, ist man sich des Ursprungs nicht zu hundert Prozent sicher. Eine der Möglichkeiten zur Namensgebung ist das altdeutsche Wort riz, das so etwas wie Wald, Zweig oder auch Gebüsch beschreibt. Eine andere Variante geht auf das riesige Eck zurück, das das Plateau zwischen Schleifgrund und Drehbachgrund zur Saale hin bildet.

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Laufgraben in der Jagdanlage Rieseneck

Laufgräben und unterirdische Gänge

Um sich vom Wild unbemerkt fortzubewegen und in eine perfekte Schussposition zu bringen, hub man in unmittelbarer Nähe des Brunftplatzes des Rotwildes Gräben aus, sogenannte Laufgräben, in denen die Jäger und ihre Helfer dem Wild nähern konnten, ohne von diesem gesehen zu werden. Diese mit Holz verstärkten, nach oben offenen Gräben mündeten in langen, unterirdischen Gängen. Damit das Wild auch tatsächlich zahlreich dort erschien, legte der Wildwart täglich Futter hinter der Anlage aus.

Das Blasehaus

Das Wildfutter lagerte im Erdgeschoss des sogenannten Blasehaues, gleich in der Nähe der Brunftau, einer Art offene Waldwiese. Dies hatte seinen Namen von der Angewohnheit des Wildwartes, in dessen Obergeschoss ins Horn zu blasen. Schnell erkannte das Wild, dass das Horn Futter bedeutete, sodass es sich bei dessen Ertönen gleich zu den Futterplätzen aufmachte. Das Ganze war natürlich nur ein Trick, denn wenn zur Jagd ins Horn geblasen wurde, fanden sich die Tiere des Waldes natürlich in Erwartung ihres täglichen Futters ebenso auf den Plätzen ein.

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Jagdschirm in der Jagdanlage Rieseneck

Jagdschirme

Diese waren mit sogenannten Jagdschirmen ausgestattet. Diese Art von Ansitz ist im Gegensatz zu den heute oft in den Wäldern anzufindenden hohen Varianten ebenerdig, allerdings ebenfalls gut getarnt und mit Beobachtungs- und Schießscharten ausgestattet. Diese Jagdschirme boten den Jägern nicht nur Sichtschutz, sondern schützten sie auch vor angreifenden Wildschweinen.

Umbauarbeiten nach dem Dreißigjährigen Krieg

Die Anlage erfuhr im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts umfangreiche Umbaumaßnahmen. Unter der Leitung des Kammerherrn von Beust entstand die Bauweise aus Stein unter der Regentschaft von Herzog Friedrich II., der gleichzeitig auch die Jagdresidenz ausbaute. Zu dieser Zeit hatte der Forstknecht Hans Otto Köhler die Anlage unter seiner Obhut, der sein Revier so gut pflegte, dass der Wildbestand enorm anstieg. Und weil ihn das regional so bekannt machte, setzte man ihm und seinem treuen Hund eine Gedenktafel.

Noch einmal optimiert wurde die Jagdanlage durch den Sohn von Friedrich II., Friedrich III. von Sachsen-Gotha-Altenburg. Er legte schicke Alleen und Reitwege an, um sie zu perfektionieren. Und so wundert es kaum, dass die Jagdanlage Rieseneck in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis in das 19. Jahrhundert ein geschätzter und beliebter Ort für das Hohe Jagdvergnügen unter dem hiesigen Adel war.

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Das Grüne Haus hat seinen Namen von dem grünen Anstrich

Das Grüne Haus

War die Jagd erfolgreich zu Ende gebracht worden, fanden sich die Teilnehmer auf der etwa 300 Meter entfernten Wiese ein, die an das Grüne Haus angrenzt. Seinen Namen hat das Gebäude von der grünen Farbe, mit der man es angestrichen hatte und die es bis heute noch hat. Das grüne Haus ist 1727 errichtet worden und hatte die Aufgabe, die Jagdgesellschaften unterzubringen und ihre Versorgung zu gewährleisten. Als das grüne Haus Anfang des 18. Jahrhunderts bereits tief in das feuchte Erdreich eingesunken war, entschloss man sich, es an einer höhergelegenen Stelle neu zu bauen.

Wagenremise

Direkt gegenüber vom grünen Haus steht eine weitläufige Remise oder Scheune. Sie ist für die Unterstellung der Pferde und Kutschen errichtet worden und enthält auch einen Heuboden. Das Ensemble wird von dem Blockhaus für den Wildwart ergänzt. In seinem Keller, der immer recht kühl war, wurde das erlegte Wildbret aufbewahrt.

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Unterstellmöglichkeit für Kutsche und Pferde am Grünen Haus

Das Ende der Jagdanlage

Als sich Anfang des 19. Jahrhunderts die politischen Verhältnisse änderten, war es mit den bisherigen Jagdgewohnheiten der adligen Herren vorbei. Zusätzlich kam es durch den extrem hohen Wildbestand in der Region zu starkem Verbiss, sodass sich die Bewohner der umliegenden Ortschaften zusammentaten und wegen der Umstände protestierten. Da man aber weiterhin der Jagdlust frönen wollte, entschloss man sich zu der neu aufkeimenden Variante, die schon 1818 vom Freiherrn von Ziegesar umgesetzt worden war: einem sogenannten Tiergarten. Dieser wurde zwischen den Ortschaften Hummelshain und Trockenborn in Angriff genommen. Um ihn mit Wildtieren zu füllen, trieb man kurzerhand an die 200 Hirsche aus Rieseneck und der Umgebung in das etwa 850 Hektar große Areal.

Fortan fand die Jagd also hier im Tiergarten statt. Das war so bis kurz vor dem Ersten Weltkrieg. 1918 wurde auch der Tiergarten aufgelöst. Die Jagdanlage Rieseneck hatte mit der Errichtung des Tiergartens seine Funktion verloren und wurde nicht mehr genutzt. Da die Anlage jedoch über viele Jahrhunderte eine große Bedeutung für die Jagd hatte, wurde sie als Zeitzeuge für diese Jagdmethode noch bis in die 1930er Jahre vom herzoglichen Forstamt Hummelshain instantgehalten.

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Eingangsbereich Grünes Haus mit Picknickplätzen

Die Jagdanlage Rieseneck heute

Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte man wenig Interesse daran, die feudale Anlage instant zu halten. Und so nahm sich die Natur langsam zurück, was vormals sorgfältig geplant, errichtet und gepflegt worden war. Und an dem Verfall hatten natürlich auch so einige Vandalen ihren Anteil. Erst 1987 kam dann das Wiedererwachen. Befürworter des Erhalts der Anlage für die Nachwelt gründeten 1954 nämlich den Freundeskreis Rieseneck. Ab jetzt sorgten die Mitglieder mit viel Herzblut und Einsatz dafür, die Jagdanlage zu erhalten und restaurieren. Sie haben es geschafft, Rieseneck seitdem in einem guten baulichen Zustand zu halten und die Anlage zum attraktiven Ziel für Wanderungen oder einen Ausflug zu machen.

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Blick von der Picknick-Terrasse auf den Herzogstuhl

Der Herzogstuhl

Ein ganz besonderes Schmuckstück in dem weitläufigen Waldareal der historischen Jagdanlage Rieseneck ist sicherlich der Herzogstuhl, der etwas abgelegen am Südrand der Anlage wie ein Pilz aus dem Boden sprießt. Der Herzogstuhl entstand im Gegensatz zu den anderen Bauten in der Jagdanlage Rieseneck erst im 20. Jahrhundert, genauer gesagt 1917. Das Gebäude mit wunderschönem Fachwerkaufbau ist dem Herzog Ernst II. zu verdanken.

Sein Wunsch nach Ruhe und Frieden ließ ihn von einem abgelegenen Ort hier im Wald träumen, schließlich war er im Krieg schwer erkrankt. Also verwirklichte er sich seinen Wunsch nach seiner Genesung und baute ein turmähnliches Gebäude nach dem Vorbild des Topplerschlösschens in Rothenburg ob der Tauber als privaten Rückzugsort für sich. Damals hatte das kleine Schlösschen noch keine Elektrizität oder fließendes Wasser.

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Räume im Herzogstuhl (Fotos Infotafel)

Böse Zungen behaupten, dass der Herzogstuhl auch dafür gebaut wurde, sich mit seinen amourösen Abenteuern zu vergnügen. Ob das wirklich so war oder nur üble Nachrede, ist nicht belegt. Fakt ist jedoch, dass im Schloss Altenburg etliche Geheimgänge existieren, die zum Einlass der Geliebten des Herzogs dienten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte zunächst ein Schuhfabrikant aus Eisenberg den Herzogstuhl, später dem volkseigenen Betrieb Carl Zeiss als eine Art Wanderheim. Nach der Wiedervereinigung kaufte die Gemeinde Kleineutersdorf den Herzogstuhl und stellt ihn seitdem dem Freundeskreis Reiseneck zum Erhalt und Nutzung zur Verfügung.

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Leuchterweibchen im Herzogstuhl (Foto Infotafel)
Besucherinformationen Herzogstuhl
  • Zugänglich im Mai zu Muttertag bei Tag der offenen Tür
  • Teilweise auch im September zum Tag des offenen Denkmals geöffnet
  • Ansonsten nur von außen zu besichtigen
  • Wenn die Zugbrücke heruntergelassen und die Fensterläden geöffnet sein, verbringen wahrscheinlich die Vereinsmitglieder eine schöne Zeit im Herzogstuhl. Wenn ihr sie trefft, beantworten sie euch sicherlich gerne eure Fragen.
  • Alle, die leider nicht das Glück haben, können einen virtuellen Rundgang durch die Innenräume machen
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Details an der Fassade des Herzogstuhls

Den besten Blick auf den Herzogstuhl hat man von dem kleinen runden Platz aus, auf dem eine wunderschöne alte Linde steht. Früher soll einmal aus dem geöffneten Mund des Neidkopfes über der Eingangstür beim Hochziehen der Zugbrücke eine Zunge herausgekommen sein. Der Hundekopf auf der rechten Seite ist übrigens eine Nachbildung seines Lieblingshundes namens Schleich.

Wenn man sich den Herzogstuhl so von außen ansieht, mag man gar nicht glauben, dass das Innere in ganze acht Etagen aufgeteilt ist. Während sich in den oberen drei Stockwerken Schlafräume befinden, unter dem Schlafgemach des Herzogs ein gemütlicher kleiner Gesellschaftsraum, in dem auch heute noch ein Klavier steht. Darunter liegt die Küche mit einem alten Holzofen. Die darunterliegende Etage ist über die Eingangstüre mit der Zugbrücke verbunden. Nochmal eins weiter unten liegt die Gesindeküche (heute zur Toilette umgebaut) und ganz unten der Keller mit versteckter Türe. Von hier aus gelangt man übrigens über eine Geheimtreppe in den Gesellschaftsraum.

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Die Zugbrücke ist einer steinernen Brücke gewichen

Herzog Ernst II. von Sachsen-Altenburg

Ernst II. von Sachsen-Altenburg war der letzte regierende Herzog des Herzogtums Sachsen-Altenburg. Er wurde 1871 als einziger Sohn unter den fünf Kindern des Prinzen Moritz von Sachsen-Altenburg und seiner Ehefrau Auguste in Altenburg geboren. Seine schulische Laufbahn startete er auf dem Gymnasium in Dresden, im Anschluss studierte er zunächst an der Academie de Lausanne, dann Natur- und Staatswissenschaften, Geschichte und Philosophie in Jena und der Universität in Heidelberg.

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Herzog Ernst II. (Bild Infotafel)

Nach seinem Studium waren dann die Kriegsschule und Offiziersexamen von größerer politischer Bedeutung, sodass er schließlich Anfang des 20. Jahrhunderts für zwei Jahre in die Preußische Armee beitrat. Als sein Onkel Ernst I. ohne männlichen Erben verstarb, gab es im Leben von Ernst einen großen Einschnitt. Er übernahm als Ernst II. im Jahr 1908 als nachfolgendes Familienmitglied die Regierung des Herzogtums Sachsen-Altenburg. Zeitgleich blieb er jedoch weiter in der Preußischen Armee.

Dort kommandierte er verschiedene Truppen im Ersten Weltkrieg, bis er 1916 krankheitsbedingt ausscheiden musste und sich zwei Jahre später auch von den eigenen Geschäften als regierender Herzog zurückzog, um in sein Schloss nach Wolfersdorf bei Kahle zu ziehen. Hier richtete der passionierte Naturwissenschaftler eine Sternwarte ein und studierte im Anschluss Astrophysik in Jena. Seine damalige Ehefrau hatte sich wegen seiner vielen Affären bereits von ihm getrennt.

Seine langjährige Lebensgefährtin, die Sängerin Marie Triebel, heiratete er 1934. Bis zu ihrem Tode trug sie den Titel Freifrau von Rieseneck. Er selbst hatte zwischen 1923 und 1934 den bürgerlichen Namen Freiherr von Rieseneck zugelegt, da die Landesregierung von Thüringen ihn mehr oder minder dazu gezwungen hatte.

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Und obwohl Ernst II. im Zuge der sowjetischen Besatzung nach dem Zweiten Weltkrieg enteignet wurde, so sprach man ihm doch ein lebenslanges Wohnrecht in seinem Schloss zu. Man munkelt, dass das wohl auf die verwandtschaftlichen Beziehungen zurückging, denn seine Schwester war mit einem russischen Großfürsten verheiratet. Heute gilt Ernst II. als einziger deutscher Fürst, der Bürger der DDR wurde. Ernst starb 1955 im Alter von 82 Jahren und wurde in der von ihm selbst entworfenen Grabstätte Krähenhütte bei Wolfersdorf beigesetzt. Dort ruhte bereits seine erste Frau. Und zwei Jahre später wurde auch seine zweite Frau dort bestattet.

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Auf dem Plateau befindet sich eine wunderschöne Linde (links im Bild)

Rundwanderung Jagdfieber

Die Jagdanlage und der Herzogstuhl sind ausschließlich zu Fuß erreichbar. Es gibt zwei Parkplätze am Rundweg, von denen wir den Wanderparkplatz am Chausseehaus empfehlen, da dieser einfacher zu finden ist. Bis auf den Anstieg an der K-206, der zwar kurz, aber recht steil ist, ist der Rest des Rundwegs sehr einfach zu begehen und relativ eben.

Vom Wanderparkplatz führt ein Weg nach links in den Wald (Blick vom Parkplatz Richtung Chauseehaus). Am Waldrand knickt dieser nach links ab und führt zu einem Picknickplatz, an dem sich ein weiterer Parkplatz befindet. Wir wenden uns nach links in den Wald und folgen dem Forstweg an der Infotafel über die Verhaltensregeln im Waldgebiet Rieseneck vorbei weiter geradeaus.

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Infos und Verhaltensregeln

An einer Gabelung halten wir uns links, an der nächsten rechts und dann wieder links und kommen auf einer Lichtung aus, auf dem auf der rechten Seite das Grüne Haus und auf der linken Seite die Wagenremise und das Jagdwärterhaus steht. Hinter der Remise knickt der Weg nach rechts ab und führt in einer kerzengeraden Linie genau auf die Jagdanlage Rieseneck zu. Diese kann jederzeit besichtigt werden. Wir biegen vor dem Fachwerkhäuschen nach links ab und biegen an deren Ende nach rechts auf den Weg ab.

An der nächsten Kreuzung (etwa nach 70 m) halten wir uns links. Nach etwa 200 m biegen wir an der Gabelung nach rechts ab, folgen dem Verlauf der Linkskurve und machen an deren Ende eine scharfe Rechtswende. Der Weg führt uns direkt auf das Törchen zum Herzogstuhl zu. Wenn wir dieses passieren (für Wanderer immer geöffnet), befindet sich gleich auf der rechten Seite eine Infotafel zum Herzogstuhl. Das turmartige Schlösschen erreichen wir ein paar Meter weiter geradeaus.

Wir umrunden den Herzogstuhl und gehen auf der unteren Seite den Pfad weiter immer geradeaus. Dieser führt uns den Hang hinab zur Ortsverbindungsstraße (K206). Etwa 15 m vor der K206 treffen wir auf eine große Kreuzung im Wald. Hier halten wir uns zunächst ein paar Meter nach rechts, um uns dann gleich (noch vor dem Drehbach) nach links zu wenden. Wir bleiben jedoch nicht auf dem breiten Waldweg, sondern biegen gleich wieder nach rechts auf den Trampelpfad, der steil im Zickzackkurs den Hang emporführt.

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Wegweiser Rundwanderweg Jagdfieber

Haben wir die Anhöhe erreicht, wird die Wegführung wieder entspannter und führt uns kerzengerade durch den Wald weiter geradeaus bis zum Parkplatz am Chausseehaus, von dem wir gestartet sind.

Anmerkung: Der Rundweg Jagdfieber führt eigentlich vom Chausseehaus noch weiter in einer Schlaufe bis nach Hummelshain. Dann hat er eine Gesamtlänge von etwa 10 km. Wer also gleich noch das Schloss dort besuchen möchte, kann auf dem Rundweg weitergehen.

Route

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Höhenprofil

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Details

  • Start/Ziel: Parkplatz am Chausseehaus (L1110)
  • Länge: 5,4 km
  • Dauer: 2 Stunden
  • Markierung: Jagdfieber (plus zusätzliche Hinweisschilder)
  • Schwierigkeit: mittel (bis auf den Anstieg hinter dem Herzogstuhl leicht)
  • Anstieg: 98 m
  • Abstieg: 95 m
  • Für Kinderwagen/Buggy geeignet: nein
  • Für Kinder ab etwa 5 Jahren geeignet
  • DOWNLOAD Karte als pdf: Jagdfieber-Rieseneck.pdf

TOURENDATEN FÜR GPS-GERÄTE UND WANDER-APPS


So funktioniert´s: Anleitung zum Download und Importieren in eine Wander-App oder ein mobiles GPS-Gerät

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Essen und trinken

Im Waldgebiet rund um die Jagdanlage gibt es leider keine Einkehrmöglichkeit. Am besten nehmt ihr euch eine kleine Brotzeit mit und macht an der Linde am Herzogstuhl eine kleine Rast.

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Anfahrt: Wie komme ich nach Rieseneck?

Die Jagdanlage Rieseneck liegt im Süden Thüringens zwischen den Städten Jena im Norden, Saalfeld im Südwesten und Neustadt an der Orla im Westen, nur wenige Kilometer von Kahla und Hummelshain entfernt.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Von Saalfeld über Kahla

Von Saalfeld aus nehmt ihr den RE15 nach Leipzig und steigt in Kahla in den Bus 481 nach Hummelshain. Am Chausseehaus befindet sich eine Bushaltestelle direkt am Rand der Jagdanlage Rieseneck und Einstieg zum Rundwanderweg Jagdfieber.

Von Jena über Kahla

Von Jena aus fährt der RE15 Richtung Kahla. Hier steigt ihr aus und nehmt dann den Bus 481 bis zum Chausseehaus.

Mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil

Wer weiter weg wohnt, erreicht die mittelalterliche Anlage über die A9 (Höhe Neustadt an der Orla), die A4 (Höhe Jena) oder auch die A71 Höhe Stadtfilm/Rudolstadt. Von Hier aus geht es über die Bundes- und Landstraßen immer Richtung Kahla bzw. Hummelshain.

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Wanderparkplatz am Chausseehaus

Parken

  • Parkplatz am Chausseehaus (an der L1110 zwischen Hummelshain und Kahla-Löbschütz auf der Höhe der Abzweigung Schmölln)
  • Wanderparkplatz am Waldrand, erreichbar über die L1110, etwa 1 km westlich vom Chauseehaus den Feldweg nach links nehmen (von Hummelshain aus gesehen)
  • Parkbucht an der Verbindungsstraße zwischen Chauseehaus an der L1110 und Freienorla)

Fazit

Die mittelalterliche Jagdanlage Rieseneck liegt inmitten eines wunderschönen, sehr ruhigen Waldareals zwischen Hummelshain und der Saale in Thüringen. Wer Lust auf mehr hat, kann eine zusätzliche Schlaufe bis Hummelshain zu den Schlössern wandern (dann insgesamt 10 km). Die Tour ist ganzjährig machbar, lediglich bei starker Nässe, Eis und Schnee kann der Aufstieg hinter dem Herzogstuhl etwas schwierig sein. Geht auf jeden Fall die Tour in diesem Fall in der beschriebenen Richtung, sonst müsst ihr den steilen Hang bei Glätte hinunter. Das kann ziemlich riskant sein.



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