Naturschutzgebiet Rhäden am Monte Kali

Einer der wohl ungewöhnlichsten Berge in Deutschland befindet sich an der Grenze von Hessen zu Thüringen nahe des Ortes Heringen. Der fast schneeweiße Monte Kali ist die größte Kalihalde in Deutschland und besteht aus Steinsalz, das bei der Gewinnung von Kalidünger übrigbleibt. Zu seinen Füßen liegt ein wahrhaft beeindruckendes Naturschutzgebiet: der Rhäden. Ein Feuchtgebiet, das nach seiner Trockenlegung renaturiert wurde und heute Heimat unzähliger Vogelarten, Reptilien, Amphibien und anderer seltener Tiere und Pflanzen geworden ist. Hindurch führt der etwa 7 Kilometer lange Rhäden-Rundweg an zahlreichen Aussichtspunkten und Infotafeln vorbei.

Zwischen Wildeck, Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Hessen und Werra-Suhl-Tal OT Großensee, Wartburgkreis, Thüringen

Alle Details zur Wanderung findet ihr weiter unten (GPX-Daten, Karte, Beschreibung)

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Blick von der Beobachtungsstation Lindenhauptkopf auf das NSG Rhäden

Monte Kali

Schweift der Blick über die weitläufige Hügellandschaft der Werra, so bleibt er unweigerlich an einem riesigen weißen Zeugenberg hängen. Bei dem Berg handelt es sich um den sogenannten Monte Kali, auch Kalimandscharo genannt. Solche Abraumhalden des Kalibergbaus kann man im Raum Hannover, im Harz und im eben im Werratal finden. Doch während die anderen Kegel meist gesprenkelt oder gräulich erscheinen, ist diese hier bei Heringen fast schneeweiß.

Im Land der weißen Berge

Seit über 100 Jahren werden im Revier Werra Kalisalze in einer Tiefe bis zu 1000 Meter bergmännisch abgebaut. Hier bei Heringen werden seit den 1970er Jahren die Bestandteile des unter Tage geförderten Rohsalzes abgelagert, die bei der Gewinnung des begehrten Kalidüngers nicht verwertet werden können. Seit 1976 sind an die 260 Millionen Tonnen Salz aufgeschüttet worden. Inzwischen ist der Monte Kali im hessischen Heringen der größte künstliche Salzberg in ganz Deutschland.

Ein paar Zahlen

  • Höhe über dem umliegenden Gelände: bis zu 260 m
  • Grundfläche der Halde: 120 ha
  • Masse: über 200 Millionen Tonnen Salz
  • Fläche des Plateaus: 25 ha
  • Aufhaldung im Jahr: etwa 7 Millionen Tonnen
  • Aufhaldung pro Stunde: etwa 1000 Tonnen
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Über 200 Meter ragt der Salzberg Monte Kali über das Umland hinaus

Gewinnung von Kalisalzen

Der Chemiker Justus von Liebig konnte bereits um 1840 in Versuchen nachweisen, dass Stickstoff, Phosphate und Kalium sich wachstumsfördernd auf Pflanzen auswirken. Zunächst begann man also damit, Vogelkot (Guano) wegen seines natürlich hohen Phosporgehaltes von der Pazifikinsel Nauru zu exportieren. Das war natürlich ein weiter Weg bis nach Deutschland – und die Vorräte reichten wegen der explosionsartig ansteigenden Nachfrage in der Landwirtschaft auch nicht ewig.

Eine weitere natürliche Lagerstätte fand man nicht nur in Chile, sondern auch hier direkt bei uns in der Mitte Deutschlands: Kalisalpeter (Kaliumnitrat). Diese Lagerstätten sind hier bei uns in einer Tiefe von gut 1000 Meter zu finden und müssen unter Tage im Bergbau abgebaut werden. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts veränderte der Einsatz von Mineraldünger die gesamte Landwirtschaft. Neben den staatlichen Bergwerken sprossen nun auch private Gewerkschaften aus dem Erdboden, die später in dem Düngemittelhersteller K+S aufgingen, die im Übrigen heute noch das Werk in Heringen betreibt.

Weitere Informationen zum Salz der Erde

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Blick vom Rhäden auf den Monte Kali
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Grünes Band Hessen/Thüringen

Umweltschonende Verfahren

Doch leider sind die Vorkommen nicht rein. Die Kalisalze machen nur rund 20 Prozent des Vorkommens aus, der Rest ist meist Steinsalz und andere geringfügige Verunreinigungen. Früher war die Trennung der Salze mit hohem Wasseraufwand verbunden. In den 1960er Jahren hat die westdeutsche Kaliindustrie jedoch ein Verfahren entwickeln, bei dem es möglich ist, die Salze auf trockenem Weg zu trennen, was Unmengen an Prozesswasser einspart. Hierbei handelt es sich um das sogenannte ESTA-Verfahren, bei dem die Aufarbeitung auf elektrostatischem Weg passiert.

Hierfür wird das Rohsalz erst einmal fein gemahlen und die kleinen Körnchen im Anschluss in einem wirbelnden Fließbett mit oberflächenaktiven Substanzen behandelt. Dabei laden sich die verschiedenen Salze elektrostatisch auf. Und zwar je nach Substanz anders. Wenn die Partikel dann durch ein elektrisches Hochspannungsfeld fallen, werden sie unterschiedlich abgelenkt. So können die einzelnen Salze getrennt voneinander aufgefangen werden. Da die Trennung in einem Schritt keine ausreichende Reinheit garantiert, wird der Prozess in mehreren Stufen durchgeführt.

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Naturschutzgebiet Rhäden mit dem Monte Kali im Hintergrund

Wo kommt das Salz her?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir in der Erdgeschichte ein wenig zurückgehen. Genauer gesagt so um die 250 Millionen Jahre. Zu dieser Zeit entstand eine breite Senke, das sogenannte Germanische Becken, in das das Meer von Norden her eindringen konnte. In der Folgezeit überdeckte ein flaches urzeitliches Binnenmeer die Mitte und den Norden des heutigen Europas. Dieses Meer wird auch Zechsteinmeer genannt. Die Flüsse trugen Unmengen von kleinen Partikeln in die Mündungsbereiche, zudem enthielt ihr Wasser natürlich auch Mineralstoffe, die der Regen oder der Fluss selbst aus dem Gestein auf seinem Weg zum Meer gelöst hatte.

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Dann irgendwann trocknete das Meer langsam aus. Auf dem Grund lagen die Sand- und Tonteilchen und bildeten die untere Schicht. Das Wasser verdunstete, nicht so die darin enthaltenen Salze. Und als das Wasser nicht mehr ausreichte, um all die Mineralstoffe in Lösung zu halten, fielen diese als Salze aus. Und zwar nicht willkürlich, sondern ihrer Löslichkeit entsprechend. Zunächst bildete sich Gips (Calciumsulfat oder auch Anhydit genannt) mit der schlechtesten Löslichkeit. Ihm folgte Kalk (Calciumcarbonat).

Und dann kamen weitere Salze, wie Steinsalz (Natriumchlorid, Kochsalz), danach Kalisalze und Magnesiumsalze. Dieser Vorgang wiederholte sich einige Male. Diese Ablagerungen befinden sich heute hier am Rande des Thüringer Waldes und im Osten Hessens in etwa 1000 bis 1600 Metern Tiefe. Über ihnen befindet sich eine Deckschicht aus wasserundurchlässigem Gestein und Tonen. Nur durch diese Isolationsschicht konnten diese riesigen Salzvorkommen den Witterungseinflüssen – vor allem durch Wasser – so lange Zeit überstehen.

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Beobachtungsstand an der Trift

Besteigen des Haldengipfels

Vom Gipfel des Monte Kali bietet sich eine phänomenale Aussicht, die bei klarem Wetter bis in die Rhön und den Inselsberg im Thüringer Wald reicht. Der Berg ist ausschließlich im Rahmen einer Führung begehbar, da der Abbau weiterhin nahezu rund um die Uhr in Betrieb ist. Eine Besichtigung ist nur nach Voranmeldung zu bestimmten Zeiten möglich. Die Besichtigung beginnt immer auf dem Hexentanzplatz, wo ihr auch parken könnt. Im Anschluss geht es zu Fuß den steilen Hang hinauf zum etwa 100 Meter höher gelegenen Plateau.

Besucherinformationen Monte Kali

Tickets und Termine

Besucherinformationen Monte Kali

Eintrittspreise (Stand 2026)
  • Erwachsene: 8,00 Euro
  • Kinder (ab 6 Jahren): 6,00 Euro
  • Nicht geeignet für Kinder unter 6 Jahren
  • Hunde nicht erlaubt (wegen der Salze an den Pfoten)

Da die Eingabe von Hexentanzplatz oder Monte Kali im Navigationssystem zu einer falschen Routenführung führen kann, bitte Heringen/Werra, Bodesruh oder Mahnmal Bodesruh eingeben.

Mahnmal Bodesruh

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An der Zufahrt zum Hexentanzplatz steht gleich auf der linken Seite ein Aussichtsturm. Er wurde 1963 von der Gemeinde Kleinensee errichtet, um an die Teilung der Region zwischen 1961 und 1989 zu erinnern. Das Mahnmal ist fast direkt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze platziert, um die schlimmen Folgen des Zweiten Weltkriegs für die Menschen aufzuzeigen und an eine Wiedervereinigung zu erinnern. Anscheinend hat es geholfen, denn nach dem Mauerfall hat man den Teil der Tafel entfernt, der die ehemaligen deutschen Ostgebiete präsentierte.

Von der Aussichtsplattform in rund 17 Meter Höhe hat man eine herrliche Ausicht nach Kleinensee in Hessen und den Nachbarort Großensee, der sich bereits in Thüringen befindet. Über viele Jahre war es den ehemaligen Nachbarn nicht möglich, sich gegenseitig zu besuchen.

Kali-Bergbaumuseum

In Heringen wurde 1993 ein Museum über den Kali-Bergbau eröffnet, in dem ihr viele Informationen über den Bergbau und dessen Bedeutung in der Region erhaltet.

AKTUELLE INFO: Wegen Renovierungsarbeiten ist das Museum jedoch leider momentan geschlossen. Die Wiedereröffnung ist für das Frühjahr 2028 geplant.

Adresse

Werra-Kalibergbau-Museum

Dickesstraße 1

36266 Heringen

Homepage

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Drei überdachte Beobachtungspunkte gibt es auf dem Rundweg

Ehemalige innerdeutsche Grenze

Die Kalihalde in Heringen liegt unmittelbar an der Grenze von Hessen zu Thüringen und damit zu Beginn des Abbaus in den 1970er Jahren an der innerdeutschen Grenze. Auf der thüringischen Seite befand sich hier über Jahrzehnte hinweg die sogenannte Todeszone. Stacheldraht, Minen und bewaffnete Grenzpatrouillen trennten 28 Jahre lang Familien und Freunde in Ost und West. Mit der strikten Grenzschließung 1952 konnten Arbeitskräfte nicht mehr ihre Arbeitsstellen auf der anderen Seite erreichen und für die Bewohner der Sperrzone änderte sich von heute auf morgen das gewohnte Leben schlagartig. Die Todeszone sollte weniger den Einfall der westdeutschen Truppen verhindern, sondern vielmehr die Bürger der DDR davon abhalten, in die Bundesrepublik zu fliehen.

Das Grüne Band

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Grünes Band Hessen/Thüringen

Nach dem Fall der Mauer entpuppte sich ebendieser Sperrstreifen, der vom Drei-Länder-Eck Sachsen/Bayern/Tschechien bei Hof bis nach Travemünde an die Ostsee reicht und damit an die 1.400 Kilometer Länge aufweist, als wahrer Schatz der Natur. Fast 30 Jahre hatte hier die Natur Zeit, sich ganz anders zu entwickeln als in besiedelten Gebieten. Die Biotop- und Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren auf dem schmalen Steifen ist schier unglaublich hoch. Und deshalb sind große Teile davon nach der Wiedervereinigung unter Naturschutz gestellt worden.

Das Grüne Band verknüpft Lebensräume über neun Bundesländer hinweg und schafft damit Verbindungen von Sumpfgebieten und Heideflächen, Altgrasbrachen und Feuchtgebieten, Trockenrasen mit Altholzbeständen, die es sonst in unseren Kulturlandschaften kaum noch gibt.

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Feuchtbiotope im Naturschutzgebiet Rhäden

Der Rhäden

Hier an der Grenze zwischen Heringen in Hessen und Werra-Suhl-Tal in Thüringen durchqueren wir im Naturschutzgebiet Rhäden den ehemaligen Todesstreifen. Doch die Entstehung des Rhäden ist schon sehr viel länger her.

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Sumpflandschaft im Naturschutzgebiet Rhäden

Die Entstehung des Rhäden

Die Entstehung des Rhäden, einer Senke bei Bosserode und Obersuhl am Rande der Werra-Aue, ist eng mit dem Zechsteinmeer und den Salzvorkommen verbunden. Denn irgendwann in der Erdgeschichte lag das 300 Meter mächtige Salzlager höher als der damalige Meeresspiegel. Und so kam es, dass die unterirdischen Salzvorkommen durch eindringendes Regenwasser oder Wasser aus Flüssen langsam aufgelöst wurden. Durch den Schwund an Substanz entstanden viele Klüfte, sodass das Deckgebirge nachsackte, was zu weiteren Auflösungen führte. Eine dieser Auslaugungssenken ist der Rhäden.

Vor rund einer Million Jahre schwemmten Flüsse Sande und Tone in die Senke, die das weitere Eindringen von Wasser in den Untergrund teilweise verhinderte. Zunächst bildete sich ein See, aus dem schließlich Moore und Sumpflandschaften entstanden. Heute ist im Bereich des Rhäden selbsts kein Salz mehr im Boden vorhanden.

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Der Rhäden in den letzten 200 Jahren

Das Landschaftsbild wird schon seit Urzeiten von Feuchtgebieten in dieser Senke geprägt. Irgendwann um 1859 kam man dann auf die Idee, das Gebiet trocken zu legen, um es landwirtschaftlich nutzen zu können. Dass das für die Natur ein verheerender Schritt war, das hat man knapp 100 Jahre später erkannt. Seit den 1970er Jahren begann man deshalb unter der Leitung der Gruppe für Naturschutz und Vogelkunde Wildeck, die wertvollen Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu renaturieren.

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Beobachtungsstation mit Infotafeln zur Flora und Fauna

Seit der Wende erstrecken sich Teile des heute 24 Hektar großen Naturschutzgebietes auch bis nach Thüringen hinein. Inzwischen sind die offenen Wasserflächen, die Sumpfzonen, Röhrichte, Staudenzonen und Erlengebüsche zur Heimat unzähliger bedrohter Arten geworden. Das Spektrum reicht von der Gelbbauchunke und den Teichmolch über Sumpfohreulen bis hin zu Seeadlern. Unzählige Wasservögel nutzten den Rhäden als Brutgebiet. Richtig was los ist im Frühjahr und Herbst, wenn die Zugvögel auf dem Weg in die Sommer- oder Winterquartiere im Naturschutzgebiet eine Rast einlegen.

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Kurze Rast in einer der Vogelbeobachtungshütten auf den Rhäden-Rundweg

Wanderung auf dem Rhäden-Rundweg

Der Rhäden-Rundweg ist bereits auf dem Parkplatz ausgeschildert und durchgängig gut markiert. Direkt hinter dem Wanderparkplatz an der L2117 halten wir uns links und gleich wieder links. Es geht an dem Rastplatz Drei Birken vorbei bis zur Hauptstraße. Dort halten wir uns rechts und gehen auf dem Fußgängerweg ein kurzes Stück an der Straße entlang, um dann hinter der kleinen Brücke nach rechts auf den Feldweg abzubiegen. Wir folgen dem Wegverlauf an den Feldern und Bäumen entlang und biegen hinter der zweiten Bank am Wegesrand nach rechts ab. Hier passieren wir das erste Mal das Grüne Band, also die ehemalige Sperrzone zwischen Hessen und Thüringen.

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Über die erste Kreuzung wandern wir geradeaus, an der zweiten biegen wir der Markierung folgend nach rechts ab. HInter einer Linkskurve kommen wir an zwei scheunenartigen Gebäuden vorbei und tauchen im Anschluss in den Eichenmischwald ein, durch den ein schmalerer Waldweg führt. Nach ein paar Hundert Metern liegt auf der rechten Seite der Aussichtsturm (Beoabachtungsturm am Schleusengraben), der eine hervorragende Aussicht auf das Feuchtgebiet und den Monte Kali im Hintergrund gewährt. Im Anschluss gehen wir den Waldweg weiter geradeaus. Nach einiger Zeit biegt der Rundweg nach rechts zum Anglerheim ASV Forelle nach rechts ab.

UMWEG: Als wir den Rhäden besucht haben, war der Abzweig gesperrt. Deshalb sind wir ein Stück weiter geradeaus gegangen und bei nächster Gelegenheit nach rechts abgebogen, dann wieder rechts. Nach kurzer Strecke kommen wir hinter dem Anglerheim aus und biegen nach links auf den regulären Rundweg ein. (Umweg etwa 10 Minuten)

In dem kleinen Waldstück queren wir ein zweites Mal die ehemalige innerdeutsche Grenze (an den Betonplatten des ehemaligen Kolonnenwegs noch gut zu erkennen). An der T-Kreuzung halten wir uns rechts und passieren nach kurzer Strecke einen weiteren Beobachtungsposten mit Infotafeln. Der breite Weg führt uns zu einer asphaltierten Straße (Obersuhler Weg), an der wir uns rechts halten und ein kurzes Stück weiter wieder leicht rechts weitergehen.

Vor den ersten Gebäuden auf der rechten Seite biegen wir auf den Feldweg nach rechts ab. Dieser biegt hinter den Gebäuden nach links, um dann wieder an der asphaltierten Straße zu enden. Hier gehen wir nach rechts weiter und halten uns immer an der Straße entlang. Hier treffen wir auch auf eine weitere Vogelbeobachtungsstation, bevor wir wieder zum Wanderparkplatz zurückkommen, an dem wir die Tour gestartet haben.

Zum Schutze der Natur bitten wir euch, die Wege nicht zu verlassen und eure Hunde an der Leine zu führen!

Route

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Blaue Punkte: Originalrunde

Höhenprofil

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Details

  • Start/Ziel: Wanderparkplatz Rhäden an der L2117 zw. Großensee und Dankmarshausen
  • Länge: 6,9 km
  • Dauer: 3 Stunden
  • Schwierigkeit: leicht
  • Markierung: Rhäden-Rundweg
  • Anstieg: 17 m
  • Für Kinderwagen/Buggy geeignet: ja (gut ausgebaute Wegführung meist mit Schotter, teilweise auch Waldweg)
  • barrierearm (Beobachtungsstationen zum Teil barrierefrei)

GPX-DATEN FÜR GPS-GERÄTE UND WANDER-APPS


So funktioniert´s: Anleitung zum Download und Importieren in eine Wander-App oder ein mobiles GPS-Gerät 

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Die Beobachtungsstationen sind auch perfekt als Rastplatz geeignet

Essen und trinken

Auf dem kompletten Rundweg durch das Naturschutzgebiet Rhäden gibt es keine Einkehrmöglichkeit. Das liegt an der entlegenen Lage. Nehmt euch also am besten eine Brotzeit und ausreichende Mengen an Getränken mit. Im Anschluss könnt ihr in einigen der umliegenden Ortschaften einkehren. Viele der ansässigen Gaststätten sind inzwischen zu Eventlocations umgestaltet und wir wissen leider nicht, ob sie noch normale Gaststätten enthalten. Bitte erkundigt euch also im Vorfeld, ob und wann ihr dort etwas zu essen bekommt.

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Der Beobachtungsturm am Schleusengraben musste 2003 neu errichtet werden

Anreise: Wie komme ich zum Naturschutzgebiet Rhäden?

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Ab Eisenach fährt die Regionalbahn RB6 nach Bebra. Die sechste Station nach etwa 20 Minuten Fahrzeit ist der Bahnhof in Wildeck-Obersuhl. Alternativ fährt die Buslinie 260 von Sontra über Nentershausen in etwa 30 Minuten nach Obersuhl. Vom Bahnhof aus sind es noch 1,4 km Fußweg über den Rhädenweg bis zum Rhäden-Rundweg.

Mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil

Anreise über die A4: Ihr nehmt die Abfahrt 35 Wildeck-Obersuhl und fahrt bis Obersuhl. An der T-Kreuzung haltet ihr euch rechts über die Eisenacher Straße in Richtung Wildeck-Bosserode. Kurz nach dem Ortsausgang wechselt ihr nach links auf die L3251B Richtung Kleinensee, dann an der Kreuzung mit der L2117 wieder links.

Parken

An der L2117 befindet sich nach etwa 700 m der Wanderparkplatz Rhäden auf der linken Seite. Der Parkplatz ist kostenlos und groß genug für Wohnmobile.

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Wunderschön gelegener Wanderparkplatz am Rhäden

Fazit

Vor allem im Frühjahr und im Spätsommer bis Herbst ist das Naturschutzgebiet Rhäden eine echte Empfehlung für alle Naturliebhaber und Hobby-Ornithologen. Wir empfehlen, ein Fernglas mitzunehmen, um die Vögel besser beobachten zu können. Nehmt euch unbedingt genügend Zeit, denn nur so ist es möglich, auch wirklich schöne Beobachtungen zu machen. Als wir im Sommer 2026 hier waren, war ein Teil des Weges wegen der Eichen-Prozessionsspinner gesperrt. Deshalb haben wir einen kleinen Umweg gemacht, den wir unbedingt empfehlen können. Die Originalroute ist auf der Karte mit blauen Punkten markiert.



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