Im Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura, genauer gesagt im Süden des Landkreises Forchheim, liegt das romantische Lillachtal. Benannt ist es nach der gleichnamigen Lillach, einem kleinen Bach, der mit seinem glasklaren Wasser über kleine Kaskaden von Kalksinterterrrassen plätschert. Solche Besonderheiten sind in Deutschland nur selten zu finden. Ein malerischer Naturlehrpfad führt von Weißenohe über den Ortsteil Dorfhaus durch die Mischwälder immer am Bachlauf der Lillach entlang bis zur Lillachquelle.
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Weißenohe
Die Anfänge der Geschichte Weißenohes können bis ins Jahr 806 zurückverfolgt werden. Damals taucht der noch als Guizna bezeichnete Ort in Urkunden von Karl dem Großen auf.

Benediktinerkloster Weißenohe
Um 1100 gründete der Pfalzgraf Aribo ein Kloster in Weißenohe zu Ehren des Heiligen Bonifatius. Damals gehörte die Gegend zum Nordgau, was mit der Oberen Pfalz gleichbedeutend ist. Unterstellt war es den Bischöfen von Bamberg. Und so kamen wohl auch die ersten Mönche aus dem dort ansässigen benediktinischen Reformkloster in die heutige Fränkische Schweiz. Die klösterliche Gemeinschaft war nicht besonders groß. Man weiß, dass sie 1327 lediglich aus drei Patern und einem Abt bestand. Einhundert Jahre später waren bei der Abtwahl nur zwei Priestermönche im Konvent, von denen aber überliefert ist, dass sich keiner der beiden besonders an die Klosterdisziplin gehalten hat.
Über viele Jahrhunderte hinweg gehörte das Kloster samt Dorf zur Oberpfalz. Seine geografische Lage gab allerdings ab dem 16. Jahrhundert immer wieder Anlass zu Streitigkeiten. Ansprüche stellte nicht nur die Reichsstadt Nürnberg, sondern auch die Bamberger. So unterstand das Konvent zwar dem Bamberger Bischof, doch die Nürnberger ließen nichts unversucht, die abseits gelegene Ortschaft in ihren Besitz zu bekommen. Anfang des 16. Jahrhunderts fielen sie sogar mit Truppen ein, um die Höfe und das Kloster zu brandschatzen. Erst 1523 konnte ein Vertrag geschlossen werden, der der Reichstadt Nürnberg die hohe Gerichtsbarkeit zusprach und alle anderen Rechte bei den pfälzischen Kurfüsten beließ.

Reformationszeit
Das 16. Jahrhundert war von der Reformation geprägt, und so wundert es nicht, dass auch Weißenohe irgendwann erreichte. Nach dem Tod des letzten Abtes 1554 wurde das Dorf samt Kloster protestantisch. Es traf sich gut, dass einer der beiden verbliebenen Mönche zur Lehre Luthers konvertierte und so gleich einmal die administrative Leitung des Klosters übernehmen konnte. Das folgende Jahrhundert wechselte die Konfession dann mehrfach hin und her und blieb dann letztendlich katholisch.
In diesem Zuge wurde das Kloster komplett neu aufgestellt. Dazu gehörte auch der Neubau des in die Jahre gekommenen Bauten. Kirche und Klosteranlage wurden abgerissen und in den folgenden Jahren neu errichtet. Die heute noch erhaltenen Flügel der Vierflügelanlage stammen von 1727, das Treppenhaus aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.
Und weil die Äbte gerne Singspiele und andere Feste veranstalteten, mussten natürlich auch repräsentative Räumlichkeiten geschaffen werden, in denen diese stattfinden konnten. Wichtig war dem Orden neben ihrer geistlichen Tätigkeit die wissenschaftliche Bildung. Und so entstand eine gut sortierte Bibliothek nebst Naturalienkabinett, in dem die gelehrten Pater, die auch an den bayerischen Universitäten lehrten, ihren Forschungen nachgehen konnten. Während früher alle Schriften per Hand kopiert wurden, konnte das Kloster ab 1785 auf eine eigene Druckerei zurückgreifen, was die Arbeit doch deutlich vereinfachte.

Säkularisation
Die Blütezeit des Konvents dauerte jedoch nicht lange an, denn die Säkularisation machte um die Jahrhundertwende auch vor dem Kloster nicht halt. Schon 1802 war das Kloster unter die Administration des Kurfürsten gestellt worden. Die sieben Ordensbrüder wollten ihren Rauswurf nicht tatenlos abwarten und stellten daher selbst den Antrag auf Auflösung bei der Regierung in München. Nur kurze Zeit darauf erging dann tatsächlich der Auflösungsbescheid.
Private Besitzer
Zu dieser Zeit gehörten neben einer Brauerei 32 Bauernhöfe und 129 Häuser in einem Dutzend Dörfern ringsum und unzählige Hektar Wald und Acker zum Kloster, die vom Staat versteigert wurden. Die Kirche dient seitdem als Pfarrkirche der Gemeinde, das ehemalige Klosterrichterhaus wurde zum Pfarrhof. Mitte des 19. Jahrhunderts kam es leider zu einem Großbrand, dem der östliche und südliche Flügel zum Opfer fielen. Heute sind deshalb nur noch die Gebäude vorhanden, die verschont blieben.
Ab 1827 sind Brauerei und Wirtshaus in Privatbesitz der Familie Winkler, die bis heute die klösterliche Brautradition weiterführt. Die kräftigen fränkischen Bierspezialitäten könnt ihr natürlich im Shop kaufen oder auch in der Gastwirtschaft zusammen mit einer Brotzeit oder warmen fränkischen Köstlichkeit verkosten.
Reportage über die Klosterbrauerei in der ARD-Mediathek

Adresse
Wirtshaus Klosterbrauerei Weißenohe
Klosterstr. 20, Weißenohe
Öffnungszeiten Wirtshaus
- Freitag, Samstag: 10 bis 21 Uhr
- Sonntag, Feiertage: 11 bis 20 Uhr
- Durchgehend warme Küche
- Zahlung nur mit Bargeld möglich
Brauereiführung
Sechsmal im Jahr bietet die Familie Winkler eine Brauereibesichtigung für Besucher an. In etwa 1,5 Stunden erfahrt ihr jede Menge über die Geschichte und den Brauprozess in der Klosterbrauerei. Wenn ihr an der Führung teilnehmen möchtet, müsst ihr euch im Vorfeld anmelden.
- Preise: 15,00 Euro pro Person
- Treffpunkt: 10 Uhr im Brauereihof
- Termine und weitere Infos
Brauereitour für Gruppen
Wenn ihr gleich mit einer größeren Gruppe von mindestens 10 Personen eine Brauereitour machen möchtet, ist dies auch an nahezu allen Werktagen möglich. Neben Bierproben ist hier auch eine traditionelle Brotzeit Teil der etwa dreistündigen Veranstaltung enthalten. Nähere Infos, Preise und Anmeldung findet ihr HIER
Der KunstRaum
Lohnenswert ist auch die Ausstellung zeitgenössischer Kunst in den Räumlichkeiten der ehemaligen Mälzerei. Seit 2004 stellen hier wechselnde Künstler ihre Werke aus.
Öffnungszeiten (Stand 2026)
- Freitag, Samstag: 13 bis 18 Uhr
- Sonntag: 11 bis 18 Uhr
- Aktuelle Informationen
Eintritt (Stand 2026)
- Erwachsene: 4,50 Euro
- Ermäßigt: 3,00 Euro
- Kinder frei

Dorfhaus
Das Dorf Haus, auch Hausen genannt, wurde erstmals 1172 in den Urkunden des Klosters erwähnt, denn zu diesem gehörte die Ansiedlung damals. Heute ist der Name zu Dorfhaus zusammengefaßt und der Ort ist einer der beiden Gemeindeteile von Weißenohe, die übrigens flächenmäßig kleinste Gemeinde im Landkreis Forchheim.

Die Lillach
Die Lillach entspringt östlich von Weißenohe aus einer kleinen Felshöhle. Ihr Wasser stammt aus den Karsthochflächen, die unmittelbar an die Lillachquelle angrenzen. Nach weniger als drei Kilometer Länge vereinigt sie sich mit dem kaum längeren Kalkach am Ortsrand von Weißenohe zum Aubach. Die Quelle der Lillach ist vom Bayerischen Landesamt für Umwelt als Geotop ausgewiesen. An die Oberfläche quillt die Lillach aus einer kleinen Felsenhöhle unter hohen Bäumen. Zu Ostern ist sie liebevoll dekoriert und gleich gegenüber hat man einen Pavillon angelegt, in dem sich Wanderer und Besucher der Quelle erholen und in schöner Kulisse rasten können.

Kalksinterterassen
Auf ihrem kurzen Weg talwärts kann man jedoch gleich neben dem Wanderweg eine ganz besonders schöne, aber sehr fragile Besonderheit entdecken, die Naturliebhaber immer wieder in ihren Bann zieht. Hier befinden sich nämlich unzählige Sinterstufen aus Kalktuff, die mit der Zeit von Moosen überwachsen wurden.

Entstehung
Eigentlich ist die Lillach ein eher kühler und nährstoffarmer Bach. Allerdings weist er eine Besonderheit auf, die eben zur Entstehung solcher Kalksinterterrassen beitragen: Er enthält sehr viel gelösten Kalk. Aber nicht alle kalkhaltigen Flüsse und Bäche bilden auch die seltenen Tuffkaskaden. Hierzu sind mehrere Faktoren notwendig.
Einer der wichtigsten Faktoren ist der kalksteinhaltige Boden, so wie er hier in der Fränkischen Schweiz vorkommt. Das Regenwasser, das auf die benachbarte Hochfläche niedergeht, ist mit Kohlendioxid aus der Luft angereichert. Wenn es durch das kalkhaltige Gestein der Fränkischen Alb hindurchsickert, löst sich ein Teil des Kalks aus diesem Gestein auf. Tritt das stark mit gelöstem Kalk angereicherte Wasser dann an die Oberfläche, sorgen kleine Wasserfälle und Verwirbelungen im Wasser dafür, dass das Kohlendioxid wieder entweicht.
Das hat zur Folge, dass der gelöste Kalk ganz langsam wieder ausfällt. Zuerst bilden sich nur winzig kleine Kristalle in Form feiner Nadeln, die sich dann an Pflanzen ablagern können. Dazu ist es notwendig, dass im Flusslauf Pflanzen wachsen, denn sie lösen die Tuffbildung erst aus. Am besten funktioniert das mit solchen Arten, deren Blattwerk eine große, verästelte Oberfläche bietet, wie etwa bei Moosen oder Algen. Damit wiederum Moose im Wasser wachsen können, benötigen sie ausreichende Mengen an Licht.

Kalktuffe
Dort, wo sich Moose oder Algen angesiedelt haben, wachsen diese über die Kalkschicht hinaus weiter, sodass im Laufe von Jahrzehnten und Jahrhunderten mehrere Stockwerke entstehen. Und diese stockwerkartigen Kalkgebilde nennt man Tuffe. In der Lillach gibt es um die 100 solcher Kalktuffterrassen, allerdings sind nicht alle auf dem Wanderweg zu sehen. Eine andere Form der Tuffe kennen wir von den sogenannten steinernen Rinnen, wo sich die Ablagerungen rechts und links der Fließrichtung aufbauen und somit eine Art Rinne entsteht.
Die Kalktuffsysteme sind sehr empfindlich. Entstanden sind sie seit der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren. Sie bauen sich zwar etwas schneller auf als Tropfsteine, allerdings auch nur etwa zwei Millimeter im Jahr. Für ihr Überdauern sind auch die am Ufer wachsenden Bäume und Büsche von Bedeutung. Denn sie stehen oft in der Nahrungskette der Tiere, die im Tuffgestein leben. Seit 1976 sind die Quelle und die Sinterterrassen in der Lillach und deren Quelle als flächenhaftes Naturdenkmal ausgewiesen. Zudem hat sie das Bayerische Landesamt für Umwelt in die Liste der Geotope aufgenommen.

Refugium für seltene Tiere
Ein absolutes Kleinod ist das Lillachtal auch wegen seiner artenreichen Tierwelt. Rund 120 verschiedene Schmetterlingsarten und unzählige seltene Käfer haben sich hier in der Fränkischen Schweiz angesiedelt. Im Bereich der Kaskaden leben viele bedrohte Tierarten, die die kühle und nährstoffarme Umgebung zu schätzen wissen. Zu ihnen gehört der Feuersalamander ebenso wie die Wasseramsel und die Zweigestreifte Quelljungfer, eine Libellenart. Die Hälfte der Tierarten, die hier leben, sind vom aussterben bedroht.

Drohende Austrocknung
In den 1990er Jahren führten Starkregen dazu, dass der Schotterweg an der Lillach immer wieder ausgespült wurde. Das hatte zur Folge, dass der Bach seinen Lauf veränderte und immer weniger Wasser zu den Sinterstufen gelangte. Zudem gab es damals nur einen schmalen Pfad an der Lillach entlang, sodass die vielen Besucher ebenfalls Schäden verursachten, weil immer wieder Erde vom Uferbereich in den Bachlauf eingetragen wurde.
Dadurch veränderte sich nicht nur der Verlauf des Bachbettes, sondern auch die Nährstoffzusammensetzung im Wasser. Da der Sintervorgang jedoch nur unter Beteiligung spezieller Algen abläuft, die nun einmal Wasser zum überleben benötigen, wäre das Trockenfallen oder eine Veränderung des Nährstoffgehaltes im Wasser gleichbedeutend mit dem Ende der Kalkterrassen gewesen.
Die Rettung der Sinterstufen
Als das wunderschöne und fragile System zusammenzubrechen drohte, schritt die Gemeinde Weißenohe ein. In einer großangelegten Aktion befestigte man den Uferrand mit großen Steinen und verlegte den Fußweg ein Stückchen weiter vom Bachlauf weg. In diesem Zusammenhang baute man den Wanderweg auch weiter zu einem breiten Schotterweg aus.
Glücklicherweise gab es Experten, die sich damit auskannten, den bereits geschädigten Kalktuff schonend zu reinigen. Man kann sich vorstellen, dass die Sanierung einiges an Fachkompetenz und sehr viel Geld verschlungen hat. Dabei wurde die Umgestaltung nicht nur durch Mittel der EU gefördert und vom Landschaftspflegeverband Forchheim begleitet. Auch viele Bürger aus Weißenohe haben tatkräftig und unentgeldlich mit angepackt, damit das Naturdenkmal erhalten bleibt. Im Frühjahr konnten die Sinterstufen wieder für die Öffentlichkeit freigegeben werden. Zu diesem Zeitpunkt entstand auch ein Lehrpfad, der auf die Eigenarten des Lillachtals hinweist.

Milchtankstelle am Lillachtal-Wanderweg
Am Ausgang von Dorfhaus Richtung Lillachtal liegt der Kuhstall der Familie Hänfling. Zunächst als Milchtankstelle eröffnet, gibt es hier inzwischen auch zwei Automaten mit Spezialitäten aus der Region und Eis. Die Milch ist direkt von den Kühen, also nicht pasteurisiert oder anderswie behandelt.
- Geöffnet von 6:00 bis 22:00 Uhr
- Nur Bargeld (Münzen und kleine Scheine)
Im Offenkuhstall nebenan könnt ihr auch die Kühe besuchen. Der Hof hat um die 60 Kühe, sogenanntes Fleckvieh. Davon grasen einige an den schwer zu bewirtschaftenden Hängen im Lillachtal mit Streuobstwiesen und Hangwiesen.

Naturlehrpfad Lillachtal
Im Herbst 2018 wurde entlang der Lillach ein Lehrpfad angelegt, der dem Besucher viele der Besonderheiten und Phänomene auf der Strecke erklärt. Der Wanderweg führt zu einem Teil über schmale Pfade mit ein paar Stufen und ist deshalb nicht für Kinderwagen und Buggys geeignet.
Beschreibung
Wir beginnen die Wanderung am Bahnhof in Weißenohe bzw. auf dem Wanderparkplatz.
#1 Vom Bahnhof aus gehen wir auf der Bahnhofstraße bis zur B2, überqueren diese und halten uns weiter geradeaus auf der Hauptstraße, die an der Kreuzung mit dem Baum in der Mitte nach links abbiegt.
#2 Vom Wanderparkplatz in der Weiherstraße gehen wir zunächst nach links und folgen dem Straßenverlauf bis zur Hauptstraße (Kreuzung mit Baum), dort halten wir uns rechts.
Von hier aus gilt der Streckenverlauf für beide Startpunkte:
Nach wenigen Metern liegen die Gebäude der Klosterbrauerei mit der Kirche und Gaststätte auf der rechten Seite und sind durch die Toreinfahrt zu erreichen. Wir wandern weiter auf der Hauptstraße geradeaus und biegen bei nächster Gelegenheit nach rechts in die Dorfhausstraße. Diese führt uns immer an der Lillach entlang auf der Gelbringmarkierung einmal durch Weißenohe hindurch nach Dorfhaus.
Hinter dem Gasthaus Zum Lillachtal biegen wir an der nächsten Abzweigung nach links, dann nach rechts ab. Hier befindet sich die Milchtankstelle und der Kuhstall der Familie Hänfling. Wir wandern an der Weiherkette auf der rechten Seite vorbei auf dem breiten geschotterten Feldweg weiter. Nachdem der Weg leicht in den Wald eintaucht, können wir auf der rechten Seite die ersten Sinterterrassen in der Lillach erkennen. (Bitte nicht betreten!) Hinter den Kalkterrassen führt der Weg nach links weiter den Hang hinauf. An der T-Kreuzung biegen wir nach rechts ab und gehen weiter immer an der Lillach entlang weiter. An einer Kreuzung führt eine Brücke nach rechts zur Lillachquelle und einem überdachten Picknickplatz.
Wer mag, kann denselben Weg wieder zurückgehen. Wir haben uns entschieden, oben am Hang auf der gegenüberliegenden Seite zurückzuwandern. Dazu biegt ihr hinter der Quelle auf den breiten Weg leicht nach links und biegt dann sofort auf den Trampelpfad nach rechts ab (Gelbringweg). Dieser führt uns den Hang empor immer durch den Wald bis zu einem breiteren Weg, an dem wir uns rechts halten.
Am Ortseingang von Dorfhaus biegen wir nach rechts auf die Hüttenbacher Straße ab und folgen deren Verlauf bis zu einer Gabelung. Hier wandern wir nach links auf der Waldstraße weiter. Hinter dem letzten Haus biegen wir nach rechts ab und halten uns gleich wieder links und wieder links auf den Trampelpfad vor den Obstbäumen entlang. Wir passieren die Streuobstwiese und biegen an deren Ende nach rechts ab. Der Feldweg bringt uns zum Ortseingang von Weißenohe.

Wenn wir die zweite Abzweigung nach links nehmen, kommen wir über die Lillach hinüber, dort gehen wir wieder links auf die Weiherstraße. Hier befindet sich der Wanderparkplatz, von dem wir gestartet sind. Zum Bahnhof gehen wir die Straße weiter geradeaus und folgen dem Verlauf nach rechts bis zur Kreuzung mit dem Baum. Hier halten wir uns links und kommen über die Hauptstraße zur Bundesstraße. Wenn wir diese überqueren, liegt dort der Bahnhof.
Route

Höhenprofil

Details
- Start/Ziel: Bahnhof Weißenohe oder Wanderparkplatz Weiherstraße
- Länge: 6,6 km
- Dauer: 3 Stunden
- Markierung: Lehrpfad Lillachtal (alternativ Gelbring)
- Schwierigkeit: leicht
- Anstieg: 125 m
- Abstieg: 123 m
- Für Kinderwagen/Buggy geeignet: nein
- Für Kinder ab etwa 5 Jahren geeignet
- DOWNLOAD Karte als pdf: Lillachtal-Karte.pdf
TOURENDATEN FÜR GPS-GERÄTE UND WANDER-APPS
So funktioniert´s: Anleitung zum Download und Importieren in eine Wander-App oder ein mobiles GPS-Gerät

Essen und trinken
Trotz der ländlichen Lage gibt es in Weißenohe ein paar Einkehrmöglichkeiten, die allerdings nicht immer geöffnet haben. Bitte erkundigt euch im Vorfeld danach. Wir empfehlen eine kleine Rast an der Lillachquelle. Dort könnt ihr vor allem mit Kindern ein schönes Picknick veranstalten.
- Gasthaus und Biergarten Klosterbrauerei, Klosterstraße 20, Weißenohe (siehe weiter oben)
- Gasthaus zum Lillachtal, Dorfhauser Straße 69, Dorfhaus
- Milchtankstelle Bauernhof Hämpfling, Dorfhauser Straße 80, Dorfhaus https://www.haenfling.de/

Anfahrt: Wie komme ich nach Weißenohe?
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln
Von Forchheim oder Gräfenberg aus fährt der Regionalbus Linie 223 über den Bahnhof Weißenohe. Von Nürnberg Nordostbahnhof fährt an den Wochenenden die Gräfenbergbahn (RB 21) im Stundentakt, unter der Woche häufiger. Vom 1. Mai bis 1. November könnt ihr außerdem am Wochenende und an Feiertagen mit dem Trubachtal-Express (Linie 229) fahren. Bitte beachtet, dass die Verbindungen ab etwa 20:00 Uhr nur noch sporadisch oder nicht mehr fahren.
Mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil
Über die A9
Wenn ihr über die A9 aus der Richtung Berlin oder Nürnberg anreist, nehmt ihr die Ausfahrt 48 Richtung Schnaittach/ Gräfenberg/Simmelsdorf und biegt auf die St2236 Richtung Eckental/Großbellhofen ab. Im ersten Kreisverkehr nehmt ihr die zweite Ausfahrt, im zweiten Kreisverkehr (Herpersdorf) die erste. Nach 2,2 km biegt ihr nach rechts auf die B2 (Forther Hauptstraße) Richtung Gräfenberg. Nach etwa 5 km erreicht ihr Weißenohe.
Über die A3
Aus Richtung Würzburg oder Regensburg fahrt ihr über die A3 und verlasst diese an der Ausfahrt 80 Höchstadt/Forchheim. Ab hier haltet ihr euch auf der B470 bis Forchheim. In Forchheim verlasst ihr die B470, indem ihr geradeaus auf die FO8 Richtung Gosberg fahrt. In Gosberg biegt ihr rechts ab und haltet euch immer an den Streckenverlauf über Kunreuth bis Walkersbrunn. Dort biegt ihr an der Kreuzung nach rechts ab Richtung Igensdorf. Hinter den Bahngleisen biegt ihr auf die Bayreuther Straße nach links ab und kommt über Mitteldorf nach Weißenohe.
Parken
Bitte beachtet, dass die Sinterstufen und die Lillachquelle nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar sind. Die Parkplätze auf den engen Straßen im Ortsteil Dorfhaus sind sehr rar, deshalb raten wir dazu, auf einem der beiden Parkplätze in Weißenohe euer Fahrzeug abzustellen und den Weg komplett auf dem Naturlehrpfad zu Fuß zurückzulegen.
- Offizieller Wanderparkplatz in der Weiherstraße (ausgeschildert)
- Parkplatz am Bahnhof, Bahnhofstraße
- Parkplatz auf der gegenüberliegenden Seite (Hauptstraße)
Fazit
Die relativ einfache Wanderung von Weißenohe an der Lillach entlang bis zu ihrer Quelle ist am schönsten im Frühjahr oder Herbst, wenn der Bach viel Wasser führt. Nach langer Trockenheit, vor allem im Hochsommer, kann es passieren, dass das wenige Wasser versickert und das Bachbett trockenfällt. Bei klirrender Kälte bilden sich an den Kalksinterterrassen feine Eiskristalle, ein seltenes, dafür aber umso schöneres Phänomen. Da lohnt es sich wirklich, auch mal bei kühlem Wetter eine Wanderung zu unternehmen.













