Drei-Burgen-Steig Riedenburg

Ein kurzer, aber knackiger Rundweg, bei dem es allerhand zu entdecken gibt, ist der Drei-Burgen-Steig. Er führt auf schmalen, naturbelassenen Pfaden zu drei Burgen, von denen heute zwei nur noch als Ruine über Riedenburg wachen. Hin und wieder wird die Anstrengung beim Aufstieg durch eine atemberaubende Aussicht auf den Main-Donau-Kanal belohnt. Das Highlight der Tour ist das Schloss Rosenburg, das heute in neuem Glanz erstrahlt und auch besichtigt werden kann. Im Hof zeigen in der Sommersaison Adler, Geier und Bussard ihre Flugkünste.

Die Details zur Wanderung findest du weiter unten (Karte, GPS-Daten, etc.)

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Auf dem Katzensteig erwartet euch ein hölzener Ritter

Die Drei-Burgen-Stadt Riedenburg

Zu den ältesten Siedlungsräumen in Europa zählt das untere Altmühltal. Archäologische Funde weisen darauf hin, dass hier bereits in der Steinzeit Menschen lebten. Der Ortsname Riedenburg ist entweder von der „Burg des Rito“ aus dem Jahr 1111, oder aber von dem altdeutschen Wort riten für Felsen abgeleitet und hieß damals Ritenburg.

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Die Altstadt von Riedenburg liegt direkt am Main-Donau-Kanal

Die Grafen von Riedenburg

Die ersten geschichtlich bekannten Hüter des Ortes waren die mächtigen Burggrafen von Regensburg, die bereits seit 970 im Gebiet der westlichen Donau herrschten. Ob sie tatsächlich auch die Erbauer aller drei Burgen waren, ist nicht so ganz klar nachgewiesen.

Damals war das Stammesherzogtum Bayern in Gaue aufgeteilt. Der Sitz des Herzogs war in Regensburg, jeder Gau mit einem Gaugrafen besetzt, der vor Ort die Gerichtsbarkeit ausübte und die Verwaltung übernahm. Neben dem Hochadel und den abhängigen Bauern gab es seit dem 8. Jahrhundert sogenannte Edelinge, die eigenen Grundbesitz hatten und auch in der Kirche Würdenträger innehatten. So entstand auch das Geschlecht der Babonen, der Grafen von Riedenburg, das sich zu einem bedeutenden Bayerischen Adelsgeschlecht entwickelte.

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Der Drei-Burgen-Steig in Riedenburg beginnt auf dem Katzensteig

Nach dem Aussterben der Grafen zu Riedenburg fiel die Grafschaft dann mit Herzog Ludwig I. an die Wittelsbacher und blieb fortan in deren Besitz. Damit ereilte sie ein ähnliches Schicksal wie die meisten damaligen Adelsfamilien im 12. und 13. Jahrhundert. Schuld an der Misere war das Konzept, nachgeborene Söhne davon abzuhalten, zu heiraten, um damit die Erbteilung zu verhindern. Verschied dann der Erbe und hatte keine eigenen Söhne, starb damit gleich das ganze Geschlecht aus.

Damit ist allerdings lediglich gemeint, dass es keine männlichen Nachkommen mehr gab. Eine Tochter des Grafen heiratete nachweislich ins englische Königshaus ein.

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Von jeder der drei Burgen hat man eine atemberaubende Aussicht auf den Main-Donau-Kanal in Riedenburg

Altmühl, Ludwigskanal und Main-Donau-Kanal

Dort, wo sich früher die Altmühl durch das Tal schlängelte und Landschaft wie Menschen prägte, da bahnt sich heute eine schiffbare Wasserstraße ihren Weg bis zur Donau. In der Mitte des 19. Jahrhundert wurde zunächst der Ludwigskanal gebaut, der den Main mit der Donau verband. Pferde zogen die hölzernen Lastschiffe noch bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges über die Wasserstraße.

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Und weil der schmale Ludwigkanal irgendwann nicht mehr den Bedürfnissen der modernen Schifffahrt genügte, wurde er weiter ausgebaut. Sein Nachfolger, der Main-Donau-Kanal, wurde 1992 fertiggestellt und ermöglicht nun Personen- wie Frachtschiffen die Reise von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer. Unzählige Schleusen überbrücken dabei die Höhenunterschiede.

Für den Ausbau des Kanals waren jedoch auch einschneidende Eingriffe in die Landschaft notwendig. Vielerorts musste sogar der Grundwasserspiegel um einige Meter abgesenkt werden. Seit dem Bau sind die Bewohner von Riedenburg jedoch weitestgehend vor Hochwasserschäden verschont geblieben. Die Häuserzeile am Ufer des Main-Donau-Kanals wurde übrigens auf dem ehemaligen, jetzt verfüllten Flussbett der Altmühl errichtet.

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Kreuzfelsen mit Aussicht auf das St. Anna Kloster

Der Kreuzfelsen liegt versteckt an der Kante des Jägerberges über der Stadt. Von hier aus hat man – inzwischen wegen der hohen Bäume etwas eingeschränkt – eine wunderbare Sicht auf das Klarissenkloster mit Klosterkirche St. Anna im Tal. Die ehemalige Wallfahrtskirche ist sehr viel älter als das Kloster. Sie stammt ursprünglich aus dem 15. Jahrhundert, wurde im 18. Jahrhundert jedoch erneuert. 1891 bekam sie dann wieder ihren gotischen Charme zurück.

Das Kloster wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts auf Wunsch der Riedenburger von den Regensburger Klarissen gegründet. Die Nonnen übernahmen die örtliche Mädchenschule und errichtete zudem ein eigenes Lehrerinnenseminar. Und weil die Gemeinschaft gleich neben der St. Anna Kirche stand, erübrigte sich der Bau eines neuen Gotteshauses.

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Der Aufstieg zum Kreuzfelsen ist schmal und steil

Wegen des enormen Zuwachses wurde das zu klein gewordene Gebäude bald zu einer vierflügeligen Anlage mit zwei Türmen ausgebaut und 1898 von einer Niederlassung zu einem selbstständigen Kloster. In diesem Zuge wurde auch die St. Anna Kirche vergrößert.

Im 20. Jahrhundert wurde aus der Volksschule für Mädchen zunächst eine Mittelschule, dann ein sechsklassiges Gymnasium. Zusätzlich wurde eine Haushaltungsschule unterhalten. Nach der Neuordnung der katholischen Orden wurden die Klarissen dem Franziskanerinnenorden zugeteilt, seitdem nennt sich die Gemeinschaft Franziskanerinnen des Klarissenklosters. Die letzte Ordensschwester führte die Schule bis 2006. Wegen des akuten Nachwuchsmangels übernahm dann die Diözese Regensburg die Bildungsanstalt und führt sie auch heute noch weiter.

Das Burgentrio in Riedenburg

Die schroffen Felsformationen auf den Anhöhen im Altmühltal boten ideale Voraussetzungen für die Errichtung von befestigten Anlagen, die nur schwer einzunehmen waren. Und so wundert es nicht, dass hier ab dem Jahr 1000 eine große Anzahl von Burgen errichtet wurde. Zum Teil sind diese schon lange verfallen, andere sind bis heute erhalten geblieben. Zu ihnen gehört auch das Burgentrio in Riedenburg.

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Dritte im Burgentrio über Riedenburg ist die Ruine Rabenstein

Ruine Rabenstein

Die erste Burganlage hoch über Riedenburg war Rabenstein, die wahrscheinlich von den Babonen im 11. Jahrhundert gebaut wurde. Von dem Geschlecht der Rabensteiner ist heute nur wenig bekannt. Erhalten geblieben von der einst terrassenförmigen Anlage sind nur noch Reste des Wohn- und Wehrturmes, sowie im unteren Teil Bruchstücke einer Ringmauer.

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Von der Ruine Rabenstein ist die Aussicht über das Altmühltal wirklich grandios

Das steile, schmale Areal, auf dem die Burg stand, erlaubte kaum Ausdehnung. Und so war es hier für die Grafen sehr beengt. Deshalb machten sie sich daran, gleich in unmittelbarer Nähe eine größere Anlage zu planen, die Rosenburg. Nach dem Verlassen der Burg Rabenstein wurde diese noch einige Zeit als Beobachtungsposten genutzt, verfiel aber schon damals im Mittelalter.

Wenn wir den Blick nach rechts wenden, können wir bereits die nächste Burg erkennen. Die gut erhaltene Burg Prunn thront auf einem Kalkfelsen auf dem gegenüberliegenden Hang.

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Einzige noch erhaltene Burganlage ist die Rosenburg

Die Rosenburg

Einzige noch erhaltene Burganlage des Trios ist die Rosenburg, die bis heute auf dem Bergrücken über Riedenburg und das Altmühltal wacht. Ehemals als Stammsitz der Grafen zu Riedenburg errichtet, wurde die Anlage seit dem 12. Jahrhundert mehrfach erweitert.

Als Standort für die im Stil der klassischen Ritterburg errichtete Burganlage wurde der dominierende Platz am Ende des Bergrückens gewählt. Ein breiter Halsgraben trennt die Anlage vom Hinterland, auf der anderen Seite folgt die Umfassungsmauer der natürlichen Felsformation, die an der Talseite steil abfällt.

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Durch ein unscheinbares Tor geht es hinein in die Rosenburg

Die Burg wurde bis ins 16. Jahrhundert immer wieder dem Stand der neuesten Wehrtechnik und den Bedürfnissen der Bewohner angepasst. So entstand beispielsweise südwestlich der Hauptburg erst später eine Vorburg, aus der ein größeres Gebäude heute vollständig verschwunden ist. Nach der Zerstörung 1524 wurde das heutige Erscheinungsbild mit den Treppengiebeln geprägt.

Zu den jüngsten Teilen der Burg gehören zwei mehrgeschossige Trakte der Hauptburg, die erst in der Renaissance errichtet wurden. Dabei handelt es sich um recht schlichte Flügel mit Satteldach. Die Räume im Erdgeschoss der Hauptburg sind mit aufwendigen Gewölbedecken bestückt. Die Kapelle schmücken Wandmalereien aus der Zeit um 1550. Heute betreut die Bayerische Schlösserverwaltung die Rosenburg.

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Ausblick vom Museum auf Schloss Rosenburg bei Riedenburg
Öffnungszeiten
  • von Mitte März bis Mitte Oktober geöffnet
  • Dienstag bis Sonntag: 10 bis 17 Uhr
  • letzter Einlass: 16:30 Uhr
  • Montag Ruhetag (außer an Feiertagen)
  • in den Wintermonaten geschlossen

Eintrittspreise
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Im Museum der Rosenburg sind Elemente der Falknerei und Jagd ausgestellt
Museum

Im Burgmuseum kannst du die Geschichte der Burg erleben und auch viel Neues über die Falknerei oder die Jagd erfahren. Es lohnt auch ein Blick aus dem Fenster hinab ins Tal. Der Museumsbesuch ist im Eintrittspreis enthalten.

Das Museum ist ohne Führung zu den Öffnungszeiten der Burganlage begehbar und kostet keinen separaten Eintritt. Während die Falknerei privat betrieben wird, ist die Rosenburg unter der Verwaltung der Bayerischen Schlösserverwaltung.

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Rund 40 Greifvögel gibt es auf der Rosenburg

Falkenhof Schloss Rosenburg

Seit 1978 ist der privat betriebene Falkenhof auf Schloss Rosenburg ansässig. Mit ihm wird die lange Tradition der Falknerei bewahrt, die früher auch in den umliegenden Ländereien der Burg praktiziert wurde. Jägersprachlich wird die Jagd mit Greifvögeln auch Beizjagd, kurz Beize. Ihre Ursprünge in der mongolischen Steppe reichen mindestens in die Zeit um 3.000 v. Chr. zurück. Bei uns wurde die Beizjagd im 2. bis 4. Jahrhundert bekannt und beliebt.

Allerdings war sie wegen der kostspieligen Haltung und des gut ausgebildeten Personals in der Regel nur in begüterten Kreisen gängig – oder sogar ein Privileg des Herrschers. Durch die Veränderungen in der Landschaft und der Erfindung von Handfeuerwaffen trat die Falknerei zunehmend in Vergessenheit.

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Zwischen März und Oktober führen die Greifvögel zweimal täglich ihre Flugkünste vor

Greifvögel, die im Altmühltal selten geworden – oder schon ausgestorben – sind, werden von den Falknern im Burghof gehalten. Von Dienstag bis Sonntag präsentieren Adler, Geier und Co. zweimal täglich ihre Flugkünste, bei der sie ihre arttypischen Fähigkeiten bei Flug und Jagd präsentieren. Auf der Rosenburg leben heute rund 40 Greifvögel. Darunter Falken, Adler, Eulen und Geier.

Die Falknerei frönt aber nicht nur der hohen Jagdkunst und veranstaltet Flugvorführungen. Viel wichtiger ist die Arbeit, die hinter den Kulissen stattfindet. Hier werden Greifvögel nachgezüchtet, um sie dann wieder auszuwildern.

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Flugvorführungen

Burgkeller

Für den kleinen oder großen Hunger und Durst könnt ihr euch im gelegenen Burgkeller, der Gaststätte innerhalb der Burg Rosenburg, niederlassen. Im Sommer hat der romantisch im Innenhof gelegene Biergarten geöffnet. Für Gruppen ab 30 Personen lässt sich ein Ritteressen buchen. Die Gaststätte ist allerdings nur über den Eintritt des Falkenhofes zu erreichen.

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Von der ehemaligen Burganlage Tachenstein steht heute noch der Wohn- und Wachturm

Burg Tachenstein

Dritte im Bunde – aber erste auf unserem Weg über den Drei-Burgen-Steig – ist die recht kleine Burg Tachenstein, die wohl als letzte der drei Burgen entstanden ist. Der genaue Zweck ihrer Erbauung bleibt jedoch bis heute in den dunklen Wirrungen der Geschichte verborgen. Man vermutet, dass wohl ein Machtkampf oder eine Erbteilung Anlass für ihre Errichtung war, denn von einem Tachensteiner Geschlecht findet man keinerlei Nachweise. Schon in der Mitte des 16. Jahrhunderts war nur noch von eine Ruine Tachenstein die Rede.

Es geht das Gerücht, dass die drei Burgen durch einen unterirdischen Gang miteinander verbunden seien. Und es gab sicherlich jede Menge Menschen, die versuchten, diese ausfindig zu machen. Auf seiner Suche nach einem verborgenen Schatz soll der eine oder andere Forscher ganz schön abgehaust haben. Von Irrlichtern bis ins Mark erschreckt, suchten die Wüteriche dann jedoch das Weite.

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Die erste Burg auf dem Rundweg ist die Ruine Tachenstein

Während früher der Blick von den markanten Burganlagen frei über das Altmühltal schweifen konnte, haben sich im Laufe der Zeit Bäume und Sträucher die offenen Hänge zurückerobert. Feinde, die den Bergrücken erklimmen, wären heute kaum noch auszumachen. Trotzdem hat man immer noch eine atemberaubende Aussicht über das Tal und den Main-Donau-Kanal.

Historische Stadtmauer

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts umgab eine Stadtmauer von knapp zwei Kilometer Länge die Stadt Riedenburg mitsamt allen drei Burgen. An den Wegen, die hinein und heraus führten, waren Tortürme integriert. In ihnen waren Unterkünfte für Nachtwächter, Ratsdiener oder auch anderes Dienstpersonal eingerichtet. Neben den vier Tortürmen gab es einen Strafturm. Durchreisende und Bürger, die sich einer leichteren Straftat schuldig gemacht hatten, mussten in diesem Kerkerbau einsitzen. Zu diesen Vergehen gehörten unter anderem der Verkauf stinkenden Fleisches, der Diebstahl von Holz oder auch das unerlaubte Brauen von Bier.

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Langweilig wird es auf dem Drei-Burgen-Steig zu keiner Zeit

Artenreiche Wälder im Altmühltal

Eine Besonderheit an den steilen Hängen der gesamten südlichen Altmühlleite sind die Buchenwälder, die viele seltene Arten beherbergen. Wer zur richtigen Jahreszeit etwas genauer hinsieht, findet hier Türkenbundlilien oder auch Weiße Waldhyazinthen.

Dort, wo es Einschnitte im Hang gibt und die Luftfeuchtigkeit höher ist, finden wir einen ganz außergewöhnlichen Waldtyp: den Schluchtwald. In dem ganz ungewöhnlichen feuchtkühlen Klima fühlen sich Linde, Ahorn, Eschen und Eiben wohl. Seltene Farne und eine sehr artenreiche Krautschicht auf dem Waldboden sind ebenfalls ein Indikator für das typische Mikroklima dieser Schluchten.

Oben auf den sonnigen Felsköpfen, die hoch aus den schattigen Gefilden herausragen, wachsen lichthungrige Arten wie der Mauerpfeffer oder die Weiße Fetthenne. Sie gehören zu den konkurrenzschwachen Arten, die sich nur deshalb hier durchsetzen können, weil sie die hohen Temperaturen von bis zu 60 Grad und die ausgeprägte Trockenheit ertragen. Viele dieser Trockenspezialisten unter den Pflanzen gab es schon lange bevor hier die ersten Menschen siedelten.

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Im Herbst leuchtet das Laub rund um die Ruine der Burg Tachenstein über Riedenburg

Drei-Burgen-Steig

Wegbeschreibung

Der Drei-Burgen-Steig beginnt auf dem Großparkplatz an der Austraße, die wir zunächst ein kleines Stück stadtauswärts gehen, bis wir an den ersten Häusern auf der linken Straßenseite eine Infotafel sehen, die uns durch den schmalen Durchlass zwischen den Häusern auf den Katzensteig leiten.

Über den Katzensteig geht es hinauf zur Holzbrücke, dem Kreuzfelsen mit Aussicht auf das Klarissenkloster und die Ruine Tachenstein. Auf der anderen Seite des Bergrückens führt ein schmaler Steig im Zickzack wieder bergab, über eine Straße und auf der anderen Seite wieder hinauf zum Schloss Rosenburg mit Falknerei.

Dann verläuft die Wanderung unterhalb der Burgmauern wieder nach unten zur Ruine Rabenstein und schließlich in die Altstadt von Riedenburg. Von hier aus ist es nur noch ein Katzensprung zurück zum Parkplatz. (Detaillierte Beschreibung zum Download weiter unten)

Details
  • Start/Ziel: Großparkplatz Austraße, Riedenburg (kostenlos)
  • Markierung: Drei-Burgen-Steig
  • Länge: 3,8 km
  • Dauer: etwa 2 Stunden (plus Besichtigung Falknerei und Rosenburg)
  • Schwierigkeit: mittel bis schwierig (teils schmale, steile Naturpfade)
  • für Kinderwagen/Buggy geeignet: nein
  • Aufstieg: 228 m
  • Abstieg: 233 m
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Höhenprofil
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TOURENDATEN FÜR GPS-GERÄTE UND WANDER-APPS

So funktioniert´s: Anleitung zum Download und Importieren in eine Wander-App oder ein mobiles GPS-Gerät


Essen und trinken

Auf dem Schloss Rosenburg gibt es in der Sommersaison eine Gaststätte. Im Ort selbst sind die meisten Restaurants rings um den Marktplatz angeordnet.

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Anfahrt: Wie komme ich nach Riedenburg?

Auf der A9 Nürnberg-München nehmt ihr die Ausfahrt 59 und folgt der Beschilderung bis nach Riedenburg hinein.

Parken

Im Ort gibt es jede Menge Parkplätze, die einfachste Lösung ist jedoch der kostenlose Großparkplatz an der Austraße. Der Parkplatz ist ab dem Ortseingang ausgeschildert.

Wohnmobil

Direkt nebenan liegt ein riesiger Wohnmobilstellplatz (50 bis 80 Plätze) für alle, die gleich hier übernachten möchten (Preis etwa 8 Euro/24 h, Strom, Entsorgung).

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Ruine Tachenstein im Altmühltal bei Riedenburg

Fazit

Einer der schönsten Rundwege, auf dem es nicht nur jede Menge Historisches, sondern auch atemberaubende Ausblicke ins Altmühltal zu bewundern gibt, ist sicherlich der Drei-Burgen-Steig in Riedenburg. Die Tour ist zwar recht kurz, dafür hat sie es aber in sich. Der Weg führt nahezu ausschließlich über steile naturnahe Pfade und heißt deshalb nicht umsonst „Steig“. Vor allem bei nasser Witterung oder Schnee ist der Rundweg nur für trittsichere Wanderer mit guter Kondition und festen Wanderstiefeln geeignet. Dafür hat er wirklich was zu bieten. Am besten plant ihr eure Tour so, dass ihr rechtzeitig zu einer der wunderbaren Flugshows auf Schloss Rosenburg ankommt.


Fotos

Michaela Trapp, mit freundlicher Genehmigung der Bayerischen Verwaltung für staatliche Schlösser, Gärten und Seen© Bayerische Schlösserverwaltung



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