Drei tolle Wanderungen am Königssee – Malerwinkel, Eiskapelle und Fischunkelalm

Wie ein Smaragd funkelt der Bergsee in der Sonne, auf lautlosen Booten drängeln sich die Touristen und im Hintergrund die kleine Wallfahrtskirche St. Bartholomä, das Wahrzeichen des Königssees. Die Bilder sind weltberühmt. Neben einer Bootsfahrt mit Trompetensolo, gibt es auch einige Wandermöglichkeiten am Königssee, die keine alpinen Klettererfahrungen erfordern, sondern auch für relativ unerfahrene Wanderer zu bewältigen sind. Drei davon möchten wir euch ganz besonders ans Herz legen: den aussichtsreichen Malerwinkelweg, die etwas anspruchsvollere Tour zur Eiskapelle und die Wanderung zur Fischunkelalm am Obersee.

Touren auf einen Blick

Elektroschiffe

Zu den Almen und der Kirche Sankt Bartholomä geht es per Elektroboot

Die Entstehung vom Königssee

Die Landschaft rund um den Königssee in Berchtesgaden hat Seltenheitswert. Nirgendwo anders in Mitteleuropa findet man einen fjordartigen Gebirgssee wie diesen. Vor Urzeiten grub sich ein Fluss in eine Bruchzone im Fels und erschuf so ein V-förmiges Tal. In der Eiszeit erhielt dieses Kerbtal dann seine heutige Gestalt. Der Königssee selbst stammt von einem Gletscher, der weit ins Alpenvorland reichte. Dieser Gletscher erschuf ein Becken mit bis zu 200 Meter Tiefe. Nach dem Ende der Eiszeit sammelte sich Wasser in diesem Becken und erschuf den ursprünglichen Königssee. Eine Moräne und ein Felssturz im Jahr 1172 trennten dann den hinteren Bereich vom Königssee ab, sodass der Obersee entstand.

Ein paar Fakten zum Königssee:

  • Länge: 6,3 km
  • Breite: 1,0 km
  • Umfang: 20 km
  • maximale Tiefe: 190 m

Ringsum nur Berge und ein paar Almen

Einst säumten etwa 100 Almen das heutige Gebiet des Nationalparks Berchtesgaden über dem Königssee. Heute gibt es davon nur rund zwei Dutzend. Seit der Gründung des Nationalpark Berchtesgaden im Jahr 1978 werden die noch verbliebenen Almen nachhaltig bewirtschaftet. Unter dem Begriff Alm versteht man nicht nur die urigen Hütten, sondern das ganze Weideland auf dem Berg. Die Sennerin ist nicht in erster Linie die Dame, die hungrigen Wanderern eine deftige Brotzeit und ein kühles Bier anbietet, sondern vor allem verantwortlich für ihr Weidevieh. Allerdings spielen solche Almen heute eine große Rolle im Tourismus. Denn es ist der Verdienst genau dieser Almbauern, dass die Natur so erhalten bleiben, wie wir sie kennen. Denn ohne sie würden sich die Almweiden schnell in unbegehbare Wildnis zurückverwandeln.

Almabtrieb über den Königssee

Je nach Wetterlage beginnt die Almbewirtschaftung im späten Frühjahr. Um Pfingsten herum werden die Kühe auf die Alm getrieben. Zunächst geht es auf die weniger hoch gelegenen Almen, dann im Sommer auf die Hochalmen. Das Ende der Almzeit, auch Almabtrieb genannt, ist gegen Ende September gekommen. Dazu werden die Kühe aufg´kranzt (mit Blümenkronen geschmückt) und in den heimatlichen Stall gebracht. Und weil es hier am Königssee keine für die Kühe begehbaren Wege am Ufer gibt, verschifft man sie im Frühjahr und Spätsommer mit sogenannten Landauern. Um die 15 Tiere schafft ein solches Boot pro Überfahrt. Und um die 60 Rinder stehen im Sommer auf den Bergweiden der Fischunkel– und Saletalm. Die Jungkühe dürfen rund drei Monate ihre Freiheit in den Bergen genießen, bevor es wieder zurück in den Stall geht.

Einst zog sich der Königssee bis zur heutigen Fischunkelalm, jetzt liegt hier der romantische Obersee

Nationalpark Berchtesgaden

Hoch, wild und schön ist er, Deutschlands einziger Nationalpark in den Alpen. Hohe Berge, grüne Täler und glasklare Gebirgsseen charakterisieren das 210 Quadratkilometer große Schutzgebiet an der Grenze zu Österreich. 1978 wurde er gegründet, seit 1990 ist er zudem von der UNESCO als Biosphärenreservat ausgewiesen. In der Kernzone, die 75 Prozent des Nationalparks ausmacht, wird die Natur sich selbst überlassen.

Mit dem Schiff auf die Alm

Habt ihr euch durch die Einkaufsmeile mit Souvenierläden zwischen Parkplatz und Königssee geschlängelt, kommt ihr zur Bootsanlegestelle. An den Ticketschaltern gibt es oft lange Schlangen, denn schließlich kennt die ganze Welt den Königssee und will ihn einmal im Leben besucht haben. Ihr findet euch zwischen Familien aus China, Kanada, Polen oder auch einem Paar aus Spanien oder Namibia wieder, die mit Spannung dem Trompetenecho entgegenfiebern.

Elektoboote am Königssee

Trotz der enormen Besucherzahl ist der Königssee in Berchtesgaden auch heute noch einer der saubersten Seen in Deutschland. Das ist nicht zuletzt der Tatsache zu verdanken, dass seit 1910 außer dem Boot des Fischers vom Königssee und des Jägers ausschließlich Elektroboote über den Bergsee fahren dürfen. Damals hatte Prinzregent Luitpold Angst, dass das Rotwild in seinem Lieblings-Jagdrevier ansonsten Reißaus nehmen könnte. Gegen die Böllerschüsse für das Echo an der Echowand hatte der Prinzregent nichts einzuwenden. Übrigens dürfen auch die Abwässer von St. Bartholomä nicht in den Königssee geleitet werden. Ein aufwändiges System pumpt sie durch Druckrohrleitungen bis zu Kläranlage nach Berchtesgaden.

Tickets für die Schiffe über den Königssee

Kaum abgelegt, taucht man schon in die fantastische Bergwelt am Königssee ein

Wer die Wahl hat, hat die Qual, denn an der Kasse müsst ihr euch für eine der Optionen entscheiden: In der Hauptsaison bringen euch nicht weniger als 18 Elektroboote zu den drei Anlegestellen am Königssee. Die erste Anlegestelle, St. Bartholomä und den Watzmann, erreicht ihr in etwa einer halben Stunde Fahrzeit. Die Fahrt bis Salet Obersee dauert etwa eine Stunde und geht bis ans südliche Ende des Sees. Bucht ihr die große Runde dürft ihr natürlich auch in St. Bartholomä aussteigen und später weiterfahren. Die dritte Anlegestelle ist der Halt Kessel. Hier steigen aber normalerweise nur Langstreckenwanderer ein und aus.

Die idyllische Aussicht lässt die hohen Preise für die Überfahrt schnell vergessen

Strecken und Preise

Kinderwagen und Buggys dürfen auf den Elektrobooten mitgenommen werden. Da es aber oft sehr eng auf den Schiffen zugeht, ist ein klappbares Modell ideal. Für alle Strecken gibt es auch spezielle Familienkarten. Ein voll zahlender Erwachsener (Mutter, Vater, Oma oder Opa) zahlt für das erste eigene Kind den Kindertarif, alle weiteren kosten dann nur 1 Euro. Kinder unter 5 Jahren sind auf allen Fahrten frei.

Hunde müssen, egal wie klein oder groß, einen Maulkorb auf der Fahrt tragen. Alle Hunde, die als Kampfhunde eingestuft sind, werden nicht mitgenommen. Die Hundekarte kostet – unabhängig von der Strecke – 4,00 Euro.

Ausblick Malerwinkel am Morgen

Königssee – St. Bartholomä (hin und zurück)

  • Erwachsene: 16,70 Euro
  • Kinder (ab 6 Jahren): 8,40 Euro
  • Hundekarte: 4,00 Euro

Königssee – St. Bartholomä (oder umgekehrt, einfach)

  • Erwachsene: 8,40 Euro
  • Kinder: 4,20 Euro

Königssee – Salet (hin und zurück)

  • Erwachsene: 20,20 Euro
  • Kindertarif: 10,20

Königssee – Salet (oder umgekehrt, einfach)

  • Erwachsene: 10,10 Euro
  • Kinderticket: 5,10 Euro

Es gibt auch Tickets zwischen St. Bartholomä und Salet, beziehungsweise von der Anlegestelle Königssee oder Bartholomä zur dritten Anlegestelle Kessel. Diese ist vor allem für Wanderer gedacht, die dort starten oder ankommen. Die Anlegestelle Kessel wird nur auf Anfrage angefahren. Wer von dort mitgenommen werden will, muss die Flagge am Steg hissen, damit das nächste Boot dort hält.

Weitere Einzelheiten und aktuelle Änderungen: Seenschiffahrt-Königssee

Allein die Bootsfahrt über den türkisblauen Königssee mit den hohen Bergen ringsum ist eine Schau

Das berühmte Trompetensolo an der Echowand

Auf halber Strecke nach Sankt Bartholomä kommt ihr an der Echowand vorbei. Hier legt das Boot einen kleinen Zwischenstopp ein. Der Bootsführer holt seine Trompete oder Flügelhorn heraus und bläst hinein. Einmal, manchmal auch zweimal hallt der Ruf an der Wand wider. Schon seit Jahrzehnten gehört der Echoruf zu den besonderen Attraktionen für die Touristen. Damals hallte das Echo bis zu siebenmal wider, erzählt man sich. Aber dazu wurden Böllerschüsse abgegeben.

Wanderwege am Königssee

Gleich hinter der Anlegestelle Sankt Bartholomä liegt die beeindruckende Ostwand des Watzmann

Es gibt kaum ein Wegenetz über Land am Königssee. Die Almen sind über den Landweg nur sehr schwer oder mit extremen Steigungen zu erreichen. Deshalb ist eine Umrundung des Königssees zu Fuß – oder gar für die Rinder – nicht so einfach möglich. Die meisten Wanderwege am Königssee sind alpinen Charakters und tenthalten eilweise Passagen, in denen ihr klettern müsst oder zumindest Erfahrung haben solltet. Es gibt aber auch drei Wandertouren, die auch normale Wanderer wie du und ich problemlos mit gutem Schuhwerk schaffen. Teilweise sind diese Wege auch mit dem geländetauglichen Buggy oder Kinderwagen befahrbar. Allerdings haben die Touren immer die eine oder andere Steigung, sodass ihr doch einiges an Kondition braucht, um euren Nachwuchs den Berg hinauf zu schieben.

Tour 1

Malerwinkel-Rundweg am Königssee

Langsam lichtet sich der Morgennebel über dem Königssee

Einen ersten Vorgeschmack auf den malerischen Königssee bekommt ihr auf dem Malerwinkel-Rundweg am Nordufer. Um diesen Rundweg zu dem beliebten Aussichtspunkt zu wandern, müsst ihr nicht mit dem Boot fahren, sondern könnt direkt vom Parkplatz oder der Bootsanlegestelle am Königssee starten.

Vom Parkplatz Königssee führt ein knapp 300 Meter langer Weg zur Bootsanlegestelle mit den Bootshütten. Am Seeufer haltet ihr euch links leicht den Hang empor an den Gebäuden der Werft vorbei. Schon nach wenigen Metern erreicht ihr das Café Malerwinkel, das ihr hinter euch liegen lasst und nach kurzer strecke erreicht ihr den sogenannten Malerwinkel.

Vom Parkplatz aus kommt ihr zunächst an der Einkaufsmeile vorbei. Auch die Talstation der Jennerbahn liegt hier

Auf mehreren Bänken könnt ihr die Aussicht auf die rund vier Kilometer entfernte Wallfahrtskirche und die unglaubliche Ruhe genießen. Der Rundweg führt weiter bergauf durch den dichten Mischwald in ein paar Kehren dann bergab wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Achtung: Bitte geht auf keinen Fall den schmalen Pfad entlang, der vom Malerwinkel am Ufer des Königssees entlangführt. Dabei handelt es sich um einen alten, verfallenen Steig, an den Absturzgefahr droht!

Abstecher zur Rabenwand – noch mehr Panorama

Schnell verzieht sich der morgentliche Nebel und legt einen fatastischen Blick auf den Königssee frei

Wer noch ein wenig mehr Aussicht haben möchte, macht auf halbem Weg auf dem höchsten Punkt der Wanderung einen Abstecher nach rechts zur Rabenwand (ausgeschildert). Über einen Felsen durchzogenen, relativ steilen Weg gelangt ihr weiter nach oben bis etwa zur Hälfte der Bergflanke. Der Weg zur Rabenwand ist nicht zum Befahren mit dem Buggy geeignet und an feuchten Tagen etwas glitschig. Am besten packt ihr ein paar Wanderstöcke ein, damit ihr etwas mehr Halt habt (vor allem bergab). Nach einem kurzen, relativ ebenen Stück Pfad gelangt ihr zu einem weiteren spektakulären Aussichtspunkt unterhalb der markanten, überhängenden Rabenwand.

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Details und Route

  • Start/Ziel: Großparkplatz oder Bootsanlegestelle
  • Länge (inkl. Rabenwandsteig): 5,6 km
  • Länge (ohne Rabenwand): 4,0 km
  • Aufstieg: 394 m
  • Abstieg: 378 m
  • Dauer: 2 Stunden
  • Schwierigkeit: mäßig (Rabensteig mittel)
  • Wanderkarte zum DOWNLOAD: Rundwanderweg-Malerwinkel-Rabenwand-Karte.pdf

Höhenprofil

PLANDATEN FÜR GPS-GERÄTE

So funktioniert´s: Auf den Link klicken, dann wird euch die Datei angezeigt. Mit der rechten Maustaste irgendwo in den Text klicken. „Speichern unter“ auswählen und an beliebiger Stelle (auf dem Smartphone, PC oder dem mobilen GPS-Gerät) speichern. 

Sankt Bartholomä – das Wahrzeichen des Königssees

Wer kennt sie nicht, die berühmte Kirche Sankt Bartholomä am Königssee?

Erste Anlegestelle nach einer halben Stunde Fahrt ist die Halbinsel Hirschau, hinter der die beeindruckende Ostwand des Watzmann aufragt. Schon von Weitem erblickt man die kleine Kirche mit dem auffälligen roten Kuppeldach, die zu den beliebtesten Motiven für Fotografen aus aller Welt zählt. Sie gehörte ehemals zum Jagdrevier eines Fürstbischofs und soll an den Dom in Salzburg erinnern. Heute ist sie im Besitz des Freistaates Bayern. Seit fast 400 Jahren findet am Bartholomäus-Tag (24. August) die Almer Wallfahrt statt.

Sankt Bartholomä befindet sich übrigens auf der einzigen Landzunge im Königssee. Sie wurde in den letzten 10.000 Jahren vom Schutt gebildet, den der Eisbach aus den verwitterten Wänden des Watzmann in den See transportierte.

Errichtet wurde die hübsche kleine Kirche mit den zwei unterschiedlich geformten Türmchen bereits im Jahr 1134 mit dem Grundriss eines dreiblättrigen Kleeblattes. Die Zahl Drei steht im Christentum nicht nur für die Heilige Dreifaltigkeit, sondern auch für die Heilige Familie und die Heiligen Drei Könige. Der Heilige Bartholomäus war einer der zwölf Apostel und ist der Schutzpatron der Bauern, Hirten und Fischer.

Traditionsgaststätte St. Bartholomä

Neben der barocken Wallfahrtskirche lockt natürlich auch ein Abstecher ins königliche Jagdschloss. Seit 1912 werden in den ehemaligen fürstlichen Gebäuden Wanderer und Pilger vom Bartholomä-Wirt mit Speis und Trank versorgt.

Absolute Stille umgibt uns auf der Fahrt mit dem Elektroboot über den Königssee

Hoch oben thront der Watzmann

Dominantes Bergmassiv in den Berchtesgadener Alpen ist der Watzmann. Als imposantes Wahrzeichen des Berchtesgadener Landes thront er mit 2.713 Metern über dem Talkessel. Hier am Watzmann finden Bergsteiger, aber auch Wanderer Touren in allen Schwierigkeitsgraden, wie beispielsweise die einfache Tour auf den Grünstein bis hin zur hochalpinen Bergtour. Besonders beliebt – auch bei nicht klettererfahrenen Wanderern – ist die Wanderung zur Eiskapelle am Königssee. Obwohl die Schneegrenze fast 2000 Meter höher liegt, befindet sich unterhalb der Watzmann- Ostwand permanentes Eisfeld. Die Eiskapelle wird von gewaltigen Lawinen aus der Ostwand genährt, die hier im Winter und Frühjahr abgehen. Im Inneren des Eisfeldes ist ein geräumiger Hohlraum, Eiskapelle genannt. Im Sommer erreichen die Schächte an die 30 Meter Breite und 15 Meter Höhe, im Winter schrumpfen die Schächte wieder.

Tour 2

Wanderung zur Eiskapelle

Während sich zahlreiche Besucher an der Kirche tummeln, sind es auf dem Wanderweg zur Eiskapelle dann nur noch wenige

Die Eiskapelle könnt ihr nur von Sankt Bartholomä aus erreichen. Ihr müsst also zunächst ein Stück mit dem Elektroboot über den Königssee fahren. Von der Anlegestelle geht ihr Richtung NationalparkInformationsstelle. Ab hier weisen euch Schilder den Weg über den Eisbach zur Kapelle St. Johann und Paul. Jetzt wird der Weg etwas steiler und führt zunächst durch ein kurzes Waldstück, bevor ihr zwischen den rauen Felsbrocken hinauf zur Eiskapelle gelangt.

Details

Höhenprofil

Salet Obersee – ein Traum von Bergsee

Es ist kaum zu glauben, aber im hintersten Eck des Königssees ist die Welt noch einmal ein Stückchen romantischer. Von der Anlegestelle gelangt man auf einem idyllischen Weg in ein paar Minuten zur Saletalm und im Anschluss zum Obersee.

Ganz am südlichen Ende des Königssees liegt die Anlegestelle Salet

Seine Wasseroberfläche hinter der einfachen Bootshütte ist absolut ruhig, sodass sich die Bergmassive darin spiegeln. Ideal für ein paar weitere traumhafte Fotos. Um perfekte Aufnahmen zu bekommen, solltest du aber entweder sehr früh oder am späten Nachmittag vorbeikommen. Denn in der Zwischenzeit erkämpft sich ein stetiger Strom an Touristen die besten Plätze  für ein Selfie auf den großen Felsen am Ufer.

Saletalm

Die wohl bekannteste unter den Almen am Königssee ist die Saletalm. Wenn ihr ganz am südlichen Ende des Sees das Schiff verlasst, braucht ihr nicht weit zu laufen, um in die Berggasthütte zu gelangen. Umgeben von hohen Felswänden könnt ihr hier im Biergarten gutbürgerliche Speisen und kühle Getränke genießen.

Aber macht noch nicht zu früh Pause, denn von der Saletalm führt ein breiter Wanderweg weiter zum Obersee und der Fischunkelalm.

Tour 3

Von Salet zur Fischunkelalm

Idylle pur: direkt hinter der Saletalm führt ein Weg zum wunderschönen Obersee

Ganz hinten im Talkessel hinter dem Obersee liegt die Fischunkelalm. Hierher gelangt ihr über einen gut gesicherten Wanderweg am Südufer des Obersees entlang. Stellenweise ist der Weg jedoch recht schmal und steil, deshalb solltet ihr auf keinen Fall in Flip-Flops unterwegs sein. Auch für den Kinderwagen ist der Weg nicht geeignet.

Zur Fischunkelalm verirren sich nicht mehr ganz so viele Touristen. Wer also etwas ruhiger rasten und speisen möchte, sollte die etwa 45-minütige Wanderung von der Anlegestelle Salet auf sich nehmen – herrliches Panorama garantiert. Denn oberhalb der Fischunkelalm befindet sich der Röthenbachfall. Seine Gesamtfallhöhe beträgt nicht weniger als 470 Meter, damit ist er der höchste Wasserfall in Deutschland.

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Details

Höhenprofil

Der Königssee im Winter

Trotz seiner Höhenlage in den Voralpen gehört der Königssee zu den wenigen Alpenseen, die im Winter in der Regel nicht zufrieren. Nur in sehr strengen Wintern bei lange anhaltenden sehr tiefen Minustemperaturen bildet sich eine geschlossene Eisdecke. Das war beispielsweise im Jahr 2006 der Fall. In diesem Jahr wurde der Königssee zur Begehung freigegeben. Herrlich!

Direkt hinter Sankt Bartholomä erstreckt sich eine saftige Wiese am Ufer des Königssees

Parken

Am Königssee könnt ihr auf dem Großparkplatz euer Auto oder Wohnmobil abstellen. Es gibt zwar auch Tickets für ein bis drei Stunden, meist lohnt sich aber eher das Tagesticket. Es ist für 24 Stunden gültig.

Adresse

Großparkplatz am Königssee

Seestraße 3
83471 Schönau am Königssee

Preise

  • Tageskarte mit Gästekarte: 2,50 Euro
  • Tageskarte ohne Gästekarte: 5,00 Euro
  • Wohnmobile: entsprechen Preisen für Pkw
  • Übernachten mit dem Wohnmobil nicht erlaubt
  • Mehrtagesticket für Pkw: bis zu 5 Tagen möglich
  • Parkautomat nimmt nur Münzen

Fazit

Die drei beschriebenen Wanderungen am Königssee verlangen etwas Kondition und zum Teil Trittsicherheit, vor allem die Tour zur Eiskapelle am Watzmann. Aus diesem Grund solltet ihr die Wege nur mit festen Schuhen in Angriff nehmen und bei nasser Witterung sehr vorsichtig sein. Bei Glätte und Schnee sind sie nur bedingt zu empfehlen. In den Sommermonaten sollten die Touren jedoch kein Problem sein. Mit dem Kinderwagen oder Buggy ist lediglich der Malerwinkel ohne den Abzweig zur Rabenwand und die kurze Strecke von der Anlegestelle Salet zum Obersee möglich.


 

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