SCHLOSSPARK DENNENLOHE

Romantik trifft Moderne – Schlosspark Dennenlohe

Die Gartenlandschaft in Bayern ist reich an Parks und Schlossgärten. Darunter befinden sich viele barocke Hofgärten, die zu einer repräsentativen Residenz gehören oder auch weitläufige Landschaftsparks nach englischem Vorbild. Ein Paradebeispiel für einen gelungenen Park ist der Schlosspark Dennenlohe.

Gelebte Gartenleidenschaft

Er gilt als größter Rhododendronpark in Süddeutschland, doch ein Besuch im Schlosspark Dennenlohe im Landkreis Ansbach (Mittelfranken) entführt den Besucher in weit mehr als nur einen Garten mit Rhododendren. Die faszinierende Gartenlandschaft bietet noch so vieles mehr: Moorlandschaften, Labyrinthe, Wasserfälle, eine Präriesteppe und nicht zuletzt einen chinesisch-japanischen Bachlauf mit Tempelanlage.

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Die weitläufige Parkanlage gehört zu einem Barockschloss, das im Jahr 1734 nach einem Entwurf des ansbacher Hofbaumeisters Leopold Retty errichtet wurde.

Der Park von Dennenlohe

ist heute rund 26 Hektar groß und 99 Prozent aller Pflanzen sind vom Freiherr von Süsskind selbst gepflanzt und die Steine selbst gesammelt. Er verbringt sehr viel Zeit in seinem Garten und verwirklicht immer wieder neue Ideen, die auch Besuchern frei zugänglich sind. 1990 begann der Freiherr, den Park neu zu gestalten. Im Laufe der Zeit entstand dabei nicht nur eine gekonnte Inszenierung Tausender Rhododendren und Azaleen. Zudem wurde auch eine reichhaltige Fülle an verschiedenen Themenbereichen geschaffen, die den Park in einzelne Bereiche gliedern und ihnen einen einzigartigen, zauberhaften Charakter verleihen.

 

Es ist Anfang September. Die Ferien in Bayern neigen sich dem Ende  zu und nachts wird es bereits wieder etwas kühler. Die Natur gibt vor dem nahenden Herbst und dem bevorstehenden Winterschlaf noch einmal alles, was sie zu bieten hat. Der perfekte Zeitpunkt für einen Besuch in einem der schönsten Parkanlagen in Deutschland, dem Schlosspark Dennenlohe.

Es ist noch früh am Morgen und aus den Wiesen und Feldern steigen dünne Nebel auf. Außer uns ist fast niemand unterwegs. Direkt vom Eingang aus öffnet sich der Blick auf eine weitläufige Landschaft mit sanften Hügeln.

Die Parkanlage gliedert sich in drei Bereiche auf:

Der Rhododendronpark, der wegen seiner Artenvielfalt als Botanischer Garten anerkannt ist und täglich geöffnet hat, der permanent wachsende Landschaftspark, eine geschickte Mischung aus traditioneller Wildlandschaften und Kulturland, sowie dem Privatgarten des Schlosses Dennenlohe, der aber nur an bestimmten Tagen im Jahr geöffnet hat.

 

Seit der Expo 2000

wünschte sich der „grüne Baron“ wie der aktuelle Besitzer des Schlosses genannt wird, eine Tempelanlage aus Bhutan. Doch wie es eben so ist, bleibt es nicht beim frommen Wunsch.

 

Der Buthanberg

Mit seinen im Wind wehenden Gebetsfahnen ist der Buthanberg mit seiner schmückenden Tempelanlage schon von Weitem zu erkennen. Er ist ein weiteres Element der asiatischen Landschaftsarchitektur im Park. Der auf einer Anhöhe thronende Tempel wurde erst 2014 in Bhutan vorgebaut und von fünf Handwerkern in Dennenlohe wieder errichtet. Die Tempelanlage gehört zu den begehrten Aussichtspunkten, die man sich als Besucher nicht entgehen lassen darf.

 

Jahreszeiten im Park

Im September ist es natürlich etwas zu spät, um die atemberaubende Rhododendronblüte zu bestaunen. Trotzdem büßt die Anlage nichts von ihrem verträumten Charme ein. Immer wieder tauchen im Zwielicht der Bäume kleine Brücken und andere asiatische Elemente auf, die dem Park ein ganz besonderes Ambiente verleihen.

 

Jedes Ufer des weitläufigen Sees

hat seine ganz besonderen Eigenheiten. Es wird nie langweilig, denn hinter jeder Biegung der verschlungenen Pfade wartet eine neue Überraschung.

Am Rande des Sees

liegen ausgedehnte Feuchtgebiete, die eine üppige Vegetation zum Vorschein bringen. Die Sonne steht noch recht tief am Himmel und zaubert herrliche Licht- und Schattenspiele auf die Pflanzen.

Immer wieder begegnen wir im asiatischen Elementen im satten Grün der alten Bäume.

Essen und trinken

Wenn ihr den Park an den Wochenenden besucht, könnt ihr im Orangerie Café im Schlosspark einkehren. Sonst hat das Marstall Wirtshaus geöffnet, das direkt im Schlosshof nebenan liegt. Wir haben uns zusätzlich ein paar Sachen für ein Picknick mitgenommen und auf einer einsamen Bank direkt unter den überhängenden Bambusstauden am See gefrühstückt.


Infos

Öffnungszeiten Schlosspark

Der Park ist vom 01. April bis zum 01. November für Besucher geöffnet.

Werktags: 09:00 bis 17:00 Uhr

Wochenende/Feiertage: 10:00 bis 17:00 Uhr

Eintritt: 10 Euro (Kinder bis 18 Jahre haben kostenlosen Eintritt), ihr dürft auch euren Hund mitbringen, wenn er an der Leine bleibt

Lage

Schloss und Park Dennenlohe liegen zentral in der Ferienregion Fränkisches Seenland, etwa eine Stunde südwestlich von Nürnberg.

Öffnungszeiten Marstall Wirtshaus (April bis Oktober)

Wochenende und Feiertage: 11:30 bis 16:00 Uhr

Wochentage: 11:30 bis 17:00 Uhr (im September nur bis 16:00 Uhr geöffnet)

Öffnungszeiten Orangerie Café (Mai bis September)

nur an Wochenenden geöffnet: 14:00 bis 16:00 Uhr

 


Wo fahrt ihr hin, wenn ihr euch entspannen wollt oder einfach einen schönen Tag genießen? Schreib uns!

2 thoughts on “SCHLOSSPARK DENNENLOHE”

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