Noch mehr Höhlen und Felsen – Die schönsten Geotope in Oberfranken

Nichts hat einen so abenteuerlichen Charakter wie dunkle Höhlen, verlassene Steinbrüche oder auch bizarre Felsformationen mitten im Wald. Und deshalb haben wir unsere Suche nach einer tollen Wandertour einmal von einer ganz anderen Seite aufgezogen. Wir suchen nicht nach Wanderwegen mit einzigartigen Naturschönheiten, sondern nach Wundern in der Natur, um die herum wir dann eine Wanderung planen. Was dabei herausgekommen ist, sind ein paar Dutzend Wandertouren rund um die schönsten Geotope in Oberfranken. Lasst euch überraschen!

Oberfranken ist voller grandioser Tropfsteinhöhlen, die zu den Geotopen in Bayern zählen

Die kleinen Wunder in der Nachbarschaft

Sicherlich gibt es auch bei euch direkt um die Ecke eines dieser wunderbaren Kleinode, in deren Umgebung sich durch den Schutzstatus oft ein einzigartiges Biotop entwickeln konnte. Und das Schöne: Fast alle Geotope in Bayern liegen irgendwo versteckt im Wald, manche sogar direkt am Rande eines dicht besiedelten Gewerbegebietes. Und kaum jemand schaut hin.

Massentourismus ist deswegen bis auf wenige Ausnahmen keiner zu erwarten. Bei unseren Besuchen waren wir meist ganz alleine dort und hatten genügend Zeit, alles ganz in Ruhe anzuschauen. Und wir haben so einige tolle Entdeckungen gemacht. Besonders viele dieser Geotope tummeln sich in der Fränkischen Schweiz, die sich hauptsächlich über Oberfranken erstreckt.

Eine ganze Parkanlage voller spektakulärer Geotope gibt es im Felsengarten Sanspareil

Abenteuerreise ins Erdinnere mit Kindern

Deshalb können wir die Wunderwerke der Natur auch allen Familien mit Kindern empfehlen. An manchen Orten könnt ihr euch auf die Suche nach versteinerten Ammoniten oder anderen uralten Überresten aus Flora und Fauna machen. Und die Besichtigung einer schaurig-dunklen Höhle mit der Taschenlampe ist auch nicht gerade ein Erlebnis, das man jeden Tag macht.

GEOTOPE NACH REGION

Landkreis Bamberg – Landkreis Bayreuth –  Landkreis Coburg – Landkreis Forchheim – Landkreis Hof – Landkreis Kronach – Landkreis Kulmbach – Landkreis Lichtenfels – Landkreis Wunsiedel

Die schönsten Geotope im Landkreis Forchheim

1/10

Binghöhle in Streitberg

Wer glaubt, dass eine Schauhöhle der anderen gleicht, der ist noch nicht in der Binghöhle in Streitberg gewesen. Es gibt in der Binghöhle nicht nur Stalaktiten und Stalagmiten, sondern jede Menge weiterer Tropfsteinformationen, die sich auf eine ähnliche Weise bilden und die den legendären Tropfsteinen in nichts nachstehen. Auch große Hallen braucht die Binghöhle im Wiesenttal nahe Forchheim in der Fränkischen Schweiz nicht, um den Besuchern in ihren märchenhaften Bann zu ziehen. MEHR ZUR BINGHÖHLE


2/10

Schwammkalkfelsen Streitburg (Streitberg)

Im romantischen Wiesenttal liegt einer der ältesten Luftkurorte in der Fränkischen Schweiz: Streitberg auf dem gleichnamigen Berg. Und weil es hier an jeder Ecke etwas Besonderes zu entdecken gibt, haben wir eine 4 Kilometer kurze, aber spannende Wandertour zusammengestellt, die uns von Streitberg über den Geologischen Erlebnispfad zur Streitburg, der Binghöhle und dem Prinz-Rupprecht-Pavillon führt.

VOM STREITBERG ZUR BINGHÖHLE – RUNDTOUR

Details

  • Start/Ziel: Parkplatz am Dorfplatz in Streitberg
  • Distanz: 4 km
  • Dauer: 2 Stunden
  • Schwierigkeit: mäßig
  • Markierung: folgt keiner einheitlichen Markierung (Geologischer Erlebnispfad, Frankenweg, 1000 Höhenmeter)
  • Anstieg: 259 m
  • für Kinderwagen/Buggy geeignet: nein (steile Passagen und Treppen)

3/10

Steinerne Frau, Zwillingsfelsen und Ehrenbürgfelsen auf der Ehrenbürg (Walberla)

Welcher Berg nun tatsächlich der Berg der Franken genannt werden darf, ist heiß umstritten. Das Walberla bei Forchheim, ein einsamer Zeugenberg am Eingang zum Wiesenttal, steht dabei ganz hoch im Kurs. Seit Urzeiten hat der oberfränkische Berg, obwohl er nicht zu den Höchsten in Franken gehört, etwas Mystisches und Geheimnisvolles. Und deshalb gehört er heute zu den beliebtesten Wanderbergen in der Fränkischen Schweiz. Auf der Ehrenbürg tummeln sich gleich drei der schönsten Geotope in Oberfranken: die Steinerne Frau, der Zwillingsfelsen und der Ehrenbürgfelsen. Ein Besuch lohnt sich daher besonders.

WANDERUNG AUF DEN BERG DER FRANKEN: DAS WALBERLA

Details

  • Start/Ziel: Wanderparkplatz Kirchehrenbach, Zur Ehrenbürg
  • Markierung: keine durchgängige Markierung
  • Länge: 5,7 km
  • Dauer: etwa 2 Stunden
  • Schwierigkeit: mittel
  • Aufstieg: 358 m
  • Westseite mit Trockenrasen steil
  • für Kinderwagen/Buggy geeignet: nein (von Kirchehrenbach hoch zur Kapelle begehbar)

4/10

Kapuzinerkegelbahn und Gernerfels in Gößweinstein

Direkt im oberfränkischen Gößweinstein beginnt einer der landschaftlich abwechslungsreichsten Wanderwege in der Fränkischen Schweiz, der Rundweg von der Fellner-Doline zur Stempfermühlquelle. Die Wanderung von knappen sechs Kilometer Länge ist als Geopfad ausgewiesen. Die Highlights sind aber nicht die sieben Infotafeln am Wegesrand, sondern die ganz besonderen Schönheiten der Natur im Landkreis Forchheim. Wie auf einer Perlenkette sind sie aufgefädelt und man muss schon sehr aufmerksam sein, um keines der kleinen Naturwunder im Wiesenttal zu verpassen, darunter gut ein halbes Dutzend der berühmten Geotope in Bayern.

AUF DEM GEOPFAD GÖSSWEINSTEIN ZUR KAPUZINERKEGELBAHN

Details

  • Start/Ziel: Wanderparkplatz Breitenberg
  • Markierung: Geopfad Gößweinstein
  • Länge: 6,4 km
  • Dauer: etwa 2,5 bis 3 Stunden
  • Schwierigkeit: mittel
  • für Kinderwagen/Buggy geeignet: nein
  • Aufstieg: 405 m


Die schönsten Geotope im Landkreis Kulmbach

5/10

Felsengarten Sanspareil bei Wonsees

Was könnte sich als Einstimmung für die wunderbaren Wanderungen durch die Fränkische Schweiz besser eignen als ein Besuch im Felsengarten Sanspareil! Dieser von außen unscheinbar erscheinende Hain aus alten Buchen hat es bei näherer Betrachtung in sich: Skurrile Felsgebilde vermitteln einen ersten Einblick in die Schönheit der ungewöhnlichen Landschaft. Überall begegnen euch von der Natur geschaffene Sehenswürdigkeiten. Mit einer akribisch angeordneten Parkanlage hat der Felsengarten allerdings so gar nichts gemein. Vielmehr führen abgeschiedene Wege durch einen Buchenhain, durch dessen Blätterdach sich nur hier und da ein Sonnenstrahl auf den weichen Waldboden verirrt. MEHR ZUM FELSENGARTEN SANSPAREIL



Die schönsten Geotope im Landkreis und Stadt Bayreuth

6/10

Kleiner Lochstein bei Michelfeld im Veldensteiner Forst

Besonders bizarr wird die Landschaft im Veldensteiner Forst, wo Dolomitnadeln wie der Kleine oder Große Lochstein frei gelegt wurden. Der Kleine Lochstein ist – wie schon am Namen erkennbar – die kleinere der beiden Felskuppen mit einer kurzen Durchgangshöhle. Er liegt direkt am Wegesrand des Auerhahnrundweges und ist zudem auch noch mit einem Holzschild versehen, sodass ihr ihn kaum übersehen könnt. AUF DEM AUERHAHNWEG ZUM KLEINEN LOCHSTEIN

Details

  • Start/Ziel: Wanderparkplatz auf der BT 28 zwischen Plech und Pegnitz
  • Länge: 4,7 km (mit beiden Abstechern 6,5 km)
  • Schwierigkeit: einfach
  • Dauer: 1,5 Stunden
  • Markierung: blauer Auerhahn
  • Markierung zu den Eislöchern: roter Punkt
  • Markierung zum Großen Lochstein: grüner Habicht
  • Aufstieg: 88 m

7/10

Teufelshöhle bei Pottenstein

In der Fränkischen Schweiz gibt unzählige Höhlen. Die Größte davon liegt direkt vor den Toren Pottensteins: die Teufelshöhle. Eine unterirdische Wunderwelt, die an die drei Kilometer lang ist. Die Hälfte davon ist für die Öffentlichkeit zugänglich und ihr könnt sie bei einer 45-minütigen Führung etwas genauer erkunden. Dafür müsst ihr aber gut zu Fuß sein, denn es sind über 400 Treppenstufen zu bewältigen, um die herrlichen Tropfsteine genauer zu betrachten. Besonders beeindruckend ist sicherlich der Barbarossadom mit seinen 45 x 18 x 15 Metern Ausmaßen. Kein Wunder also, dass auch die Teufelshöhle zu den schönsten Geotopen in Oberfranken und ganz Bayerns ausgewählt wurde.

MEHR INFOS ZUR TEUFELSHÖHLE IN POTTENSTEIN


8/10

Großes Hasenloch bei Pottenstein

Schon bei der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren diente die Höhle bereits Menschen als Unterschlupf, wenn sie sich auf die tagelange Jagd nach Rentieren, Hirschen oder auch einem Mammut machten. Als Camp für die Nacht ist sie durch ihre außergewöhnliche Form geradezu prädestiniert. Das Große Hasenloch liegt versteckt mitten im Wald bei Pottenstein und ist jederzeit für kleine und große Abenteurer zugänglich. Ihr solltet allerdings eine Taschenlampe mitnehmen, um sie zu erkunden. RUNDWANDERUNG UM POTTENSTEIN ZUM GROSSEN HASENLOCH

Details

  • Start/Ziel: Parkplatz an der Teufelshöhle (B470)
  • Distanz: 11 km (tatsächliche gelaufen: 15 km)
  • Dauer: 4 Stunden
  • Schwierigkeit: mittel (ein paar steile Passagen)
  • Markierung: folgt keiner einheitlichen Markierung
  • Anstieg: 548 m
  • für Kinderwagen/Buggy geeignet: nein


9/10

Burgstall und Dolomitfelsgruppe Plankenstein

Das idyllische Lochautal und Plankenfels werden vom 481 Meter hohen Plankenstein überragt. Der markante Felsen aus Dolomitgestein markierte einst die Grenze zwischen der Burgrafschaft und späterer Reichsstadt Nürnberg und dem Bistum Bamberg. Von hier oben hat man eine hervorragende Weitsicht über die Fränkische Schweiz, und das nutzten auch die Menschen damals, um Feinde oder Händler schon aus der Ferne zu erkennen. Die markante Felsengruppe auf dem Plankenstein gehört übrigens zu den schönsten Geotopen in Oberfranken und ganz Bayern. Hinzu gezählt wird auch der alte Burgstall an der Flanke.

WANDERN AUF DEM GEO-PFAD PLANKENFELS

Details

  • Start/Ziel: Wanderparkplatz Bayreuther Straße, Plankenfels
  • Markierung: GEO (weiße Schrift auf blauem Grund)
  • Länge: 6 km
  • Dauer: etwa 2,5 Stunden
  • Schwierigkeit: mäßig
  • für Kinderwagen/Buggy geeignet: nein
  • Höhendifferenz: 171 m


Die schönsten Geotope im Landkreis Lichtenfels

10/10

Hohler Fels bei Schwabthal

Die Geschichte der Besiedlung hier am Übergang der heutigen Fränkischen Schweiz und dem Obermaingebiet reicht weit zurück. Verschiedene Funde deuten darauf hin, dass bereits in der frühen Steinzeit vor 11.000 Jahren nacheiszeitliche Jäger hier am Hohen Stein rasteten und sich vor 5000 Jahren Menschen über mehrere Generationen in einer Siedlung niederließen. Der Hohle Stein ist aber nicht nur für seine keltische Geschichte berühmt, sondern gehört auch zu dem bemerkenswerten Geotopen in Oberfranken.

WANDERUNG AUF DEM KELTENWEG H BEI STAFFELSTEIN

Details

  • Start/Ziel: Wanderparkplatz am Hohlen Stein
  • Länge: gute 13 km
  • Dauer: 3,5 Stunden
  • Höhendifferenz: 233 m
  • Markierung: Ammonit und H
  • Schwierigkeit: mittel (teils sehr steile, schmale Pfade, die gute Trittsicherheit fordern)
  • für Kinderwagen/Buggy geeignet: nein


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2 Gedanken zu „Noch mehr Höhlen und Felsen – Die schönsten Geotope in Oberfranken“

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