Mächtige Bauten aus der Vergangenheit prägen den Norden Bayerns. Hier regierten Jahrhunderte lang Kaiser und Könige. Wir reisen mit euch zu den schönsten Schlössern und Burgen in Mittelfranken. Gelegentlich haben wir auch besonders attraktive Herrenhäuser oder andere historische Bauten mit in die Liste aufgenommen.
Wehrhafte Burgen und bezaubernde Residenzen in Mittelfranken
Während die wehrhaften Burganlagen meist aus strategischen Gründen hoch oben auf einem Berg oder an dessen Flanke positioniert wurden, suchten sich Deutschlands Regenten in der Renaissance bis in den Barock die schönsten Orte aus, um ihre repräsentativen Wohnsitze zu errichten. In Franken gibt es bis heute noch unzählige mächtige Anlagen, in denen die royale Geschichte zu spüren ist. Und obwohl einige nur noch Ruinen sind, so haben sie dennoch von ihrem einstigen Glanz noch ein Quäntchen erhalten.
Die meisten dieser historischen Gebäude darf man besichtigen, in die Innenräume kommt man jedoch meist nur im Rahmen einer Führung hinein. Einige der Anwesen sind in Privatbesitz und können leider nur von außen bewundert werden.
Übersicht
Nürnberg
- 1. Kaiserburg Nürnberg
- 2. Wasserschloss Unterbürg
- 3. Schloss Hummelstein
- 4. Wasserschloss Oberbürg
- 5. Tucherschloss
- 6. Pellerhaus
- 7. Nassauer Haus
Lk und Stadt Ansbach
- 8. Residenz Ansbach
- 9. Schloss Schillingsfürst
- 10. Wasserschloss Rügland
- 11. Burg Colmberg
- 12. Festung Lichtenau
- 13. Schloss Bruckberg
- 14. Ruine Leonrod
- Kappl Lehrberg
Lk Fürth
Lk Neustadt a.d. Aisch – Bad Windsheim
Lk Nürnberger Land
- 20. Petzsches Schloss Schwarzenbruck
- 21. Faberschloss Schwarzenbruck
- 22. Altes und Neues Schloss Behringersdorf
- 23. Burgthann
- 24. Burg Veldenstein
- 25. Festung Rothenberg
- 26. Schloss Grünsberg
- Pflegschloss in Velden
Lk Roth
- 27. Schloss Ratibor
- 28. Burg Abenberg
- 29. Burg Hilpoltstein
- 30. Burg Wernfels
- 31. Fürstbischöfliches Schloss Greding
- 32. Markgrafenschlösschen Georgensgmünd
Lk Weißenburg – Gunzenhausen
Nürnberg
1. Kaiserburg Nürnberg
Nürnberg
Die Kaiserburg ist als das Wahrzeichen Nürnbergs auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Bereits seit dem Mittelalter repräsentiert ihre Silhouette die Macht des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Und auch heute noch ziert sie Firmenlogos und Visitenkarten bedeutender Nürnberger Unternehmen. Die Burg ist das Sinnbild für die herausragende Stellung der Reichsstadt Nürnberg und wird 1050 als Königsgut erstmals urkundlich erwähnt. Noch heute ist man bei einem Spaziergang durch die Altstadt umgeben von uralten Gemäuern, die Geschichten erzählen.
- Museum
2. Wasserschloss Unterbürg
Nürnberg
Das zweite Wasserschloss in Nürnberg steht ebenfalls im östlichen Stadtgebiet an der Pegnitz. Immer wieder wechselten die Besitzverhältnisse. Während die einen sie verkommen ließen, bauten andere die Anlagen um. Noch im 18. Jahrhundert boten die Gebäude den Anblick einer trutzigen Wasserburg mit einer Zugbrücke und Wehrmauern. Den Zweiten Weltkrieg überstand die Unterbürg wie durch ein Wunder, wenn auch mit erheblichen Schäden. Die Wirtschaftsgebäude hingegen wurden dem Erdboden gleich gemacht. Nachdem der Ansitz 1990 wiederum den Besitzer wechselte, wurde sie restauriert, wobei das Schloss eine Rekonstruktion der alten Dachform und seine Scharwachttürmchen zurückerhielt.
- in Privatbesitz
3. Herrenhaus Hummelstein (Schloss Hummelstein)
Nürnberg
Die Geschichte beginnt mit Nikolas Hummel, dem die Stadt Nürnberg 1484 fünf Weiher aus ihrem Besitz überließ. Daraufhin errichtete Hummel dort eine Weiherhaus in typischer Turmbauweise. Nach vielen Besitzerwechseln kaufte der Physikus Ordinari der Stadt und Doktor der Medizin Michael Friedrich Lochner das Anwesen nach dem Dreißigjährigen Krieg. Jahre später baute er sich dort ein für die Zeit untypisches Herrenhaus im Stil der Renaissance, das uns bis heute im Wesentlichen erhalten geblieben ist.
- Privatbesitz
- nur von außen zu betrachten
4. Wasserschloss Oberbürg
Nürnberg
Als eine der prächtigsten Herrensitze in Nürnberg galt einst die Oberbürg am östlichen Stadtrand von Nürnberg. Das in einer Weiheranlage gelegene Wasserschloss wurde Anfang des 15. Jahrhunderts schon nach wenigen Jahrzehnten im Ersten Markgrafenkrieg niedergebrannt und lag einige Jahre in Trümmern. Das neu aufgebaute Schloss schaffte es wiederum nur rund 50 Jahre. Denn dann kam der Zweite Markgrafenkrieg, in dem auch dieser Bau zumindest geplündert, wenn nicht gar zerstört wurde. Heute trifft man nur noch auf die Ruine der alten Gemäuer.
- Außenanlage frei zugänglich
- Eintritt frei
5. Tucherschloss
Nürnberg
Das hübsche kleine Sommerschlösschen der Nürnberger Patritzierfamilie Tucher wurde 1544 fertiggestellt. Heute gehört das Gebäude zur Hälfte dem Freistaat Bayern und zur anderen Hälfte der Stadt Nürnberg, die ein Museum eingerichtet haben. Von März bis Oktober finden an einigen Tagen standesamtliche Trauungen im Foyer des Museums statt.
- Museum
6. Pellerhaus
Nürnberg
Im 16. Jahrhundert war Martin Peller sicherlich einer der reichsten Männer in Deutschland. Und das sah man seinem Haus auch an. Mit all seinen Arkaden, geschmückten Giebeln und unzähligen Verzierungen in der Sandsteinfassade eine wahre Meisterleistung! Nachdem der Prachtbau im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war, konnten die Altstadtfreunde Nürnberg in den letzten Jahren den Innenhof mit Spendengeldern wieder aubauen lassen.
- Haus des Spiels
- Innenhof an den Wochenenden nachmittags zugänglich
7. Nassauer Haus
Nürnberg

Adresse
Karolinenstraße 2, 90402 Nürnberg
Gegenüber der Lorenzkirche liegt der letzte erhaltene Wohnturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung Nürnbergs. Der romanische Bau des sogenannten Nassauer Hauses stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde im 15. Jahrhundert noch einmal erweitert. An der Fassade befinden sich zwei Sonnenuhren aus dieser Zeit. Nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg baute man den wunderschönen Turm wieder auf. Heute ist er Sitz der Schlüsselfelderschen Stiftung, im Erdgeschoss/Keller befindet sich ein Restaurant.
- Privatbesitz
- Restaurant in den unteren Etagen
Ansbach (Stadt und Landkreis)
8. Residenz Ansbach
Ansbach
Mitten im romantischen Frankenland an der Burgenstraße, zwischen sanften Hügeln, Wiesen und Wäldern liegt die ehemalige Hohenzollernresidenz der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach. Die Kleinstadt Ansbach – heute Regierungshauptstadt von Mittelfranken – gilt als Stadt des fränkischen Rokoko mit barocken Fassaden und versteckten Innenhöfen. Wohl berühmtestes Bauwerk der mittelfränkischen Kleinstadt ist die prachtvolle Residenz der Markgrafen.
- Museum
9. Schloss Schillingsfürst
Schillingsfürst – Landkreis Ansbach
Eine der schönsten Regionen in Mittelfranken ist der Landkreis Ansbach. Durch ihn zieht sich die Romantische Straße durch sanfte Hügel und grüne Täler. Und überall finden wir mittelalterliche Städtchen – weltbekannte und auch weniger bekannte. Schlösser, Burgen, Klöster und Ruinen säumen überall den Weg und spicken eine Wanderung oder einen Ausflug mit ein wenig Geschichte. So auch das trutzige Barockschloss Schillingsfürst und der fürstliche Falkenhof mit Greifvogelflugschau.
- Museum
10. Wasserschloss Rügland
Rügland – Landkreis Ansbach
Verwunschene Schlösser sind nur schwer zu finden. Im Norden des Landkreises Ansbach liegt die Gemeinde Rügland mit ihren Ortsteilen. Rügland ist zwar eine kleine, dafür aber ganz besondere Gemeinde im Naturpark Frankenhöhe. Denn hier findet ihr eines der wenigen Wasserschlösser Mittelfrankens, das Wasserschloss Rügland. Und die Geschichte des Ortes ist schon seit Generationen mit dem Anwesen eng verbunden.
- in Privatbesitz, Besichtigung über die Gemeinde
11. Burg Colmberg
Colmberg – Landkreis Ansbach
Hier trieben nicht nur die Raubritter, sondern auch der Markgraf Friedrich I und die staufischen Kaiser ihr Unwesen. 1000 Jahre hat die Burg Colmberg jetzt schon auf dem Buckel, heute befindet sich in den historischen Gebäuden ein Hotel nebst Gaststätte, in der man sich zumindest beim Ritteressen noch einmal in die alten Zeiten zurückversetzen kann. Im Sommer ist der wunderschön im Innenhof gelegene Biergarten eine echte Attraktion.
- in Privatbesitz
- Hotel/Gaststätte
12. Festung Lichtenau
Lichtenau – Landkreis Ansbach
Aus einer an der Rezat gelegenen Wasserburg wurde unter den Nürnberger Burgherren ab dem 15. Jahrhundert zu einer stattlichen Festung ausgebaut, als sie dies von Gottfried von Heydeck kauften. Der taktische Vorposten war dringend notwendig, Wil die Reichsstadt Nürnberg zu dieser Zeit immer einmal wieder von den Markgrafen von Brandenburg-Ansbach angegriffen wurden, bis das Territorium schließlich an das Königreich Bayern fällt. Bis 1973 nutzte man die Veste als Gefängnis. Nach umfangreicher Sanierung befindet sich heute hier das Staatsarchiv.
- tagsüber frei zugänglich
- Eintritt frei
13. Schloss Bruckberg
Bruckberg – Landkreis Ansbach
In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichteten die Herren von Bruckberg hier eine Burg als ihren Stammsitz, um die Handelsstraße von Schwaben nach Eger zu sichern . Im 17. Jahrhundert gehörte das Anwesen kurz den Freiherren von Eyb, bis dann schließlich die Markgrafen von Ansbach Besitzer wurden und die Gebäude zu einer dreiflügeligen Anlage umbauten. Seit 1891 nutzt das Diakoniewerk Neuendettelsau das Schloss Bruckberg.
- Privatbesitz
- nur von außen zu besichtigen
14. Ruine Leonrod
Dietenhofen OT Leonrod – Landkreis Ansbach
Einst muss die heutige Ruine im Bibertal bei Dietenhofen einmal ine malerische Wasserburg gewesen sein. Sie war seit dem 13. Jahrhundert der Stammsitz der Herren von Leonrod. Leider brannte sie 1651 nieder und wurde nicht wieder aufgebaut. Heute gilt der romantische Lost Place mit zugewucherten Mauerresten und Turm als einsturzgefährdet und sollte deshalb nicht betreten werden.
- Achtung: Einsturzgefahr!
Landkreis Fürth
15. Faber-Castell´sches Schloss in Stein
Stein bei Nürnberg – Landkreis Fürth
Wer kennt sie nicht: die Bleistiftfabrik von Faber Castell in Stein. Und das dazugehörige Schlösschen gleich nebenan. Das Alte Schloss wurde bereits ab 1843 von Lothar von Faber aufgebaut, während die Gräfliche Familie von Faber-Castell in der folgenden Generation die Bauten im Stil der Deutschen Romantik erweiterte. Das Schloss ist bis heute in Familienbesitz und nur zu bestimmten Anlässen oder im Rahmen einer Führung zu besichtigen.
- Privatbesitz
- zu besichtigen bei Veranstaltungen oder im Rahmen einer Führung
16. Burg Cadolzburg
Cadolzburg – Landkreis Fürth
Muffig riecht es nur im Hungerturm, und das ist mit Absicht so inszeniert. Ansonsten trifft man im neuen Museum Mittelalter zum Anfassen. Anfassen und Fühlen ist nicht nur an vielen Stationen erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht. An manchen Tagen könnt ihr das Mittelalter auch Schmecken, denn es gibt tolle Workshops, vor allem für Kinder. Nach jahrelangem Leerstand hat sich nun endlich etwas getan. Die Burg Cadolzburg ist nach liebevoller Sanierung jetzt wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Ein sehenswertes Museum der etwas anderen Art ist entstanden.
- Museum
- Hunde nicht erlaubt
17. Schloss Roßtal
Roßtal – Landkreis Fürth
Dort, wo früher einmal eine Burganlage stand, liegt heute am Marktplatz von Roßtal ein Schloss, das die Herren von Heideck im 13. Jahrhundert erwarben. Später bekam Ritter Burckhard von Seckendorff-Horuf den Bau als Lehen. Bis zum ersten Markgrafenkrieg wohnten die Ritter von Wolmertshausen in dem Gebäude, das heute zum Wohnhaus umgebaut ist.
- Privatbesitz
- nur von außen zu besichtigen
Neustadt a.d. Aisch – Bad Windsheim
18. Schloss Schwarzenberg
Scheinfeld – Landkreis Neustadt-Bad Windsheim
Die Geschichte der ehemaligen Burg reicht bis ins Jahr 1150 zurück. Aus dieser Zeit weiß man aber leider nicht allzu viel über die Anlage. Sie wechselte in der ersten Zeit mehrfach die Eigentümer, bis dann Erkinger von Seinsheim-Stephansberg die Burg für viele Jahre in Familienbesitz brachte. Einer der Burgherren war sogar maßgeblich an der ersten allgemeingültigen Gesetzgebung beteiligt, der sogenannten Bambergensis. Das war der Vorreiter der heutigen Straf- und Prozessordnung.
- Schule
- Außenanlagen für Besucher zugänglich
19. Markgrafenschloss am Wildbad
Burgbernheim – Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim
Den langgestreckten Markgrafenbau etwas abseits der Ortschaft Burgbernheim ließ sich der letzte Markgraf von Ansbach erbauen. Es entstand um 1790, nachdem sich die Gemeinde weigerte, dem Markgrafen das Wildbad zu schenken. Schon ein Jahr später dankte der Markgraf ab und wohnte wahrscheinlich nie in diesem Gebäude. Und so kam es, dass es bereits ein wenig verfallen war, als es dann rund 20 Jahre später ins Eigentum der Gemeinde Burgbernheim überging. Inzwischen ist der erneut renovierte Markgrafenbau an den Verein der Freunde Markgrafenbau-Wildbad e.V. vermietet.
- außen frei zugänglich
- Innenräume nicht zugänglich
Nürnberger Land
20. Petzsches Schloss Schwarzenbruck
Schwarzenbruck – Landkreis Nürnberger Land
Aus dem Jahr 1562 stammt das Petzsche Schloss, dass früher Schloss Schwarzenbruck genannt wurde. An seiner Stelle stand anscheinend schon ein Vorgängerbau, der allerdings im Zweiten Markgrafenkrieg zerstört wurde. Nachdem das Anwesen durch unzählige Hände gegangen war, kam es 1876 in den Besitz der Familie Petz von Lichtenhof, deren Stiftung es bis heute angehört.
- Privatbesitz
- nur von außen zu besichtigen
21. Faberschloss Schwarzenbruck
Schwarzenbruck – Nürnberger Land
Das Schlösschen mit dem hübschen Rundtürmchen wurde von dem Bleistiftfabrikanten Lothar und seiner Frau Ottilie um 1885 eigentlich als Altersruhesitz erbaut. Als dann jedoch kurz nach der Fertigstellung ihr gemeinsamer Sohn starb, nutzten es die beiden kaum noch. Heute befindet sich in dem historischen Herrenhaus ein Alten- und Pflegeheim der AWO.
- AWO-Pflegeheim
- nicht öffentlich zugänglich
22. Altes und Neues Schloss Behringersdorf
Behringersdorf – Landkreis Nürnberger Land

Adresse
Schwaiger Str. 22, 90571 Schwaig-Behringersdorf
Auf der anderen Seite der Pegnitz liegt der dritte Ortsteil der Gemeinde Schwaig: Behringersdorf. Die Geschichte des Ortes geht mindestens bis in das 13. Jahrhundert zurück, als Berengar von Rückersdorf dort eine Burg erbauen ließ, um in ihr seinen Dienstsitz einzurichten. Zusammen mit der Burg Malmsbach kam diese später als Reichslehen an die Herren von Gründlach. Nach mehrmaliger starker Beschädigung der Gebäude in den Markgrafenkriegen kam das Anwesen irgendwann im 15. Jahrhundert dann in die Hände der Patrizerfamilie Tucher.
- in Privatbesitz
- nur von außen zu besichtigen
23. Burgthann (oder Burg Thann)
Burgthann – Nürnberger Land
Aus 35 Metern Höhe konnten die Bewohner der Burg Thann die Umgebung bestens überwachen. Als natürlicher Schutz vor Feinden diente der Burgberg, denn nur ein einziger Zugang führte von der Südseite über eine Zugbrücke hinein in die wehrhafte Vorburg, die ihrerseits die Hauptburg schützte. Alle anderen Seiten waren durch steile Abhänge gesichert. Drohte Gefahr, schloss man die schweren Eichentore und zog einfach die Zugbrücke hoch. Heute ist in der Burg ein Museum untergebracht, das ihr in den Sommermonaten an jedem dritten Sonntag im Monat besuchen könnt.
- Museum
24. Burg Veldenstein
Neuhaus a.d. Pegnitz – Nürnberger Land
Oberhalb von Neuhaus an der Pegnitz im wunderschönen Nürnberger Land steht die mittelalterliche Höhenburg Veldenstein. Ob die Anlage nun vom Eichstädter Bischof im 10. Jahrhundert oder unter Kaiser Friedrich II. gut 100 Jahre später erbaut wurde ist strittig. Sicher ist aber, dass die Burg Veldenstein ab dem 13. Jahrhundert zum Bistum Bamberg gehörte. Unter den adeligen Vertretern des Bischofs zeitweise auch die Herren von Egloffstein. Zwar ist die Burgruine noch nicht ganz fertig restauriert, trotzdem aber jetzt schon herrlich anzusehen.
- in den Sommermonaten tagsüber frei zugänglich
- Eintritt frei
25. Festung Rothenberg
Schnaittach – Nürnberger Land
Oberhalb des Marktes Schnaittach im Landkreis Nürnberger Land thronen 200 Meter markanten Reste einer ehemaligen Veste aus dem 18. Jahrhundert, die Festung Rothenberg. Heute ist das imposante Bollwerk, dessen Ursprünge zurück bis ins 13. Jahrhundert reichen, mit der umliegenden Natur verwachsen. Beeindruckend ist nicht nur ihr guter Erhaltungszustand, sondern vor allem die unterirdisch verlaufenden Kasematten, die einen wahren Einblick in die Dimensionen der Festung gewähren.
- Zutritt nur im Rahmen einer Führung
26. Schloss Grünsberg
Grünsberg bei Altdorf – Nürnberger Land
Über dem Schwarzachtal in Grünsberg bei Altdorf thront das Schloss Grünsberg. In der kleinen Senke wurde zunächst eine wehrhafte Burganlage errichtet, auf deren Grundmauer dann im 16. Jahrhundert verschiedene Patrizierfamilien ein herrschaftliches Anwesen errichtet wurde, das ihnen als Landsitz diente. Seit 1750 ist das Schloss im Besitz der Familie Stromer. Ihr haben wir es zu verdanken, dass dieses wunderschöne Kleinod überlebt hat. Im Jahr 2000 wandelte die Familie die Besitztümer in eine Stiftung um, die das Anwesen heute auch für die Öffentlichkeit zugänglich macht.
- nur im Rahmen einer Führung begehbar (Voranmeldung notwendig)
Roth (Stadt und Landkreis)
27. Schloss Ratibor
Roth
Weil der jagdlustige Georg im 16. Jahrhundert ganz dringend ein Jagdschloss für die wildreichen Wälder für sich und seinen recht umfangreichen Hofstaat benötigte, ließ er Schloss Ratibor erbauen. Nach seinem Ableben fiel die Anlage zeitweilig in einen Dämmerschlaf. Mal wohnten dort die markgräflichen Verwaltungsbeamten, mal durchreisende Fürsten. Als das Anwesen Ende des 18. Jahrhunderts nach der Abdankung Markgraf Alexanders an die Preußen fiel, wurde die Ausstattung im Vorfeld noch schnell verkauft.
Es dauerte nicht lange, da kaufte der Rother Tressenfabrikant Johann Philipp Stieber Ratibor, der neben seiner Wohnung auch Teile des Schlosses als Manufaktur nutzte. Später ließ er die Räumlichkeiten aufwendig neu ausgestalten. Nach seinem Tod schenkte seine Witwe Schloss Ratibor der Stadt Roth, die seit 1953 ein Museum in den historischen Räumen untergebracht hat.
- Museum
28. Burg Abenberg
Abenberg – Landkreis Roth
Im 11. und 12. Jahrhundert war die Burg Stammsitz der Grafen von Abenberg. Dann kommt sie in die Hände der Burggrafen von Nürnberg, die den Reichtum nutzen, um ihre Herrschaft weiter auszubauen. Anschließend nutzen sie rund 500 Jahre die Fürstbischöfe von Eichstätt, bis schließlich die Romantik zuschlägt und die Anlage umgebaut wird. Heute beherbergt die Burg zwei Museen: das Haus fränkischer Geschichte und das Klöppelmuseum, außerdem ein Hotel mit Restaurant.
- Innenhof frei zugänglich
- in den Gebäuden befinden sich Museen und ein Hotel
29. Burgruine Hilpoltstein
Hilpoltstein – Landkreis Roth
Noch bevor Heinrich von Stein eine Burganlage aus Sandstein um 1250 errichtete, gab es schon Bauten aus Holz an dieser Stelle. Sie wurde an der damals wichtigen Handelsstraße zwischen Nürnberg über Salzburg nach Rom gebaut. Früher einmal war die Burg – wie auch die Stadtmauer – mit weißem Kalk getüncht, sodass sie schon von Weiten vom Berg herableutete. Heute ist die Ruine, in der übrigens als letzte die Pfalzgräfin Dorothea Maria von Sulzbach wohnte, für die Öffentlichkeit zugänglich.
- in den Sommermonaten tagsüber frei zugänglich
- Eintritt frei
30. Burg Wernfels
Wernfels bei Spalt – Landkreis Roth
Mitten im Fränkischen Seenland zwischen dem Landkreis Roth und Weißenburg-Gunzenhausen liegt das Spalter Hügelland, unter Bierkennern auch als Spalter Hopfenland bekannt. Für Wanderfreunde sind die sanften Hügel mit Obst- und Hopfengärten, bunten Wiesen und weiten Wäldern schon lange kein Geheimtipp mehr. Rings um die Stadt sind malerische Wanderwege angelegt, die das Herz eines jeden Naturliebhabers höherschlagen lassen. Mittendrin Burgen, Mühlen und jede Menge Geschichte. Heute hat es uns nach Wernfels verschlagen.
- Jugendherberge
31. Fürstbischöfliches Schloss Greding
Greding – Landkreis Roth

Adresse
Marktplatz 8, 91171 Greding
Die pompöse Residenz am heutigen Marktplatz in Greding wurde als bischöfliche Sommerresidenz unter Johann Euchar Schenk von Castell, dem damaligen Eichstätter Fürstbischof, im 17. Jahrhundert errichtet. Die Residenz diente als Ausgangspunkt für unzählige Jagdausflüge des Landesherren in die Wälder ringsum, die bekannt für ihren Reichtum an Wild waren. Später diente der Bau als Landgericht, Amtsgericht und Finanzamt, bevor es in Privatbesitz kam.
- Innenbesichtigung nur im Zusammenhang mit einem Besuch des dortigen Antiquitätenhandels möglich
32. Markgrafenschlösschen Georgensgmünd
Georgensgmünd – Landkreis Roth

Adresse
Bahnhofstr. 1, 91166 Georgensgmünd
Im Jahr 1666 haben sich die Ansbacher Markgrafen in Georgensgmünd ein kleines Jagdschlösschen gegönnt, das heute noch mit seinem goldgelbem Fachwerk aus dem Ensemble am Rathaus hervorsticht. Heute ist es nach umfassender Sanierung als Museum Saazer Heimatstuben für Besucher geöffnet und enthält wechselnde Ausstellungen. Hier kann man übrigens auch in historischem Ambiente heiraten.
- Museum
Weißenstadt – Gunzenhausen
33. Burg Pappenheim
Pappenheim – Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Malerisch an einer Schleife der Altmühl liegt oberhalb der gleichnamigen Stadt die Burg Pappenheim. Erste Teile der Anlage ließ Heinrich I. Mitte des 11. Jahrhunderts erbauen. Über drei Jahrhunderte erweiterten die Reichserbmarschälle von Pappenheim immer weiter, sodass zur Kernburg eine Hauptburg mit Vorburg und Bergfried wurde. In der damaligen Kutschenhalle des Marstalls wurde 2002 das Natur- und Jagdmuseum eröffnet. Heute beherbergt die Burg ein Museum zur Geschichte der Reichserbmarschälle, eine Folterkammer, historische Säle und eine Ausstellung zur Geschichte und berühmten Personen im Grafengeschlecht.
- Museum
- nur zu den Öffnungszeiten zugänglich
- Hunde erlaubt
34. Altes Schloss Pappenheim
Pappenheim – Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Die damalige Residenzstadt Pappenheim bekam ihr erstes Schloss im 16. Jahrhundert. Wolf Christoph zu Pappenheim erweiterte ein bereits bestehendes Gebäude, das damals schon eine Art Stadtschloss war. Der Hauptbau ist mit vier Ecktürmen verziert. Die säulengestützten Portaleinfassung zeigt Elemente aus der Renaissance. Das Schloss ist heute Wohnsitz der Grafenfamilie von Egloffstein und ist leider nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.
- Privatbesitz
- nicht zugänglich
35. Neues Schloss Pappenheim
Pappenheim – Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Das zweite Schloss in Pappenheim ist nur einen Steinwurf vom Alten Schloss enfernt. Das Neue Schloss entstand um 1820. Die klassizistisch schlichte Frontseite des dreiflügeligen Baus erinnert ein wenig an ein Bahnhofsgebäude. Altes und Neues Schloss befinden sich heute im Besitz der Grafenfamilie von und zu Egloffstein und sind zu Wohnungen und Büros ausgebaut.
- Privatbesitz
- nicht öffentlich zugänglich
36. Obere Veste Treuchtlingen
Treuchtlingen – Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Die Adeligen von Treuchtlingen wohnten bis ins 12. Jahrhundert noch in einem Steinhaus an der Altmühl. Dann bauten sie sich auf den Bergsport eine wehrhafte Anlage mit Wohnturm. Für viele Jahre waren sie die alleiningen Herren über die zum Markt erhobene Ortschaft, bis sie dann im 15. Jahrhundert ausstarben. Im Anschluss wurde sie an die Marschälle von Pappenheim verkauft, bevor der Markt an die Markgrafen von Ansbach fiel. Der Verfall kam aber schon früher, denn die Pappenheimer kümmerten sich schon länger nicht mehr gebührend um ihre Burg. Heute finden hier alle drei Jahre das historische Burgfest statt.
- frei zugänglich
- Eintritt frei
- Zugang über Parkplatz Hahnenkammstraße
37. Hohenzollernfestung Wülzburg
Weißenburg – Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Auf der höchsten Bergkuppe der südlichen Frankenalb lieg auf 630 Metern Höhe die Festung Wülzburg. Die sternförmige Renaissancefestung oberhalb der Stadt Weißenburg ließ Markgraf Georg Friedrich d. Ä. von Brandenburg-Ansbach im Jahr 1588 an die Stelle bauen, an der vormals ein Benediktinerkloster stand. Die Außenmauern krönen fünf Bastionen mit den Namen Jungfrau, Krebs, Rossmühle, Kaltes Eck und Hauptwache, wobei Jungfrau und Krebs die Bezeichnung für die Kanonen war.
- Außenanlagen und Innenhof frei begehbar
- Hunde erlaubt
- Führungen in den Sommermonaten an den Wochenenden
38. Ruine der Katharinenkapelle
Hechlingen am See – Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Im Osten von Hechlingen steigt der Kapellenberg auf 585 m an. Auf dem Gipfel ist schon von weitem die Ruine der kleinen Kirche aus dem 15. Jahrhundert sichtbar, die einst der heiligen Katharina geweiht wurde. Der Verfall begann zu Anfang des 18. Jahrhunderts, als eine Renovierung beantragt, jedoch nicht genehmigt wurde. Als 1880 der Turm einstürzte, brachte man beide Glocken in die Kirche von Hechlingen. Die Glocke ist inzwischen wieder auf dem Kapellenberg, doch weil noch immer der Turm fehlt, hat man sie in ein turmartiges Gerüst gleich neben die Kapelle gestellt.
- frei zugänglich
- Eintritt frei









































