Wacholderwanderweg Teil 1 (Schmidmühlen – Hohenburg)

Inmitten der Urlaubsregion Bayerischer Jura im Amberg-Sulzbacher Land liegt der Naturpark Hirschwald mit dem schönen Lauterachtal. Mitten hindurch führt meine erste mehrtägige Wanderung auf dem Wacholderwanderweg. Der perfekte Einstieg für alle Anfänger unter den Fernwanderern, denn pro Tag sind nur rund 16 Kilometer Strecke auf leicht hügeligem Gelände zu bewältigen.

Wacholderwanderweg 1. Etappe

Schmidmühlen – Hohenburg

Mein Blick schweift von der Bäckerei Grosser zur Rechten hinüber zu den rosaroten Gebäuden der Metzgerei Spies und des Gasthofes Goldener Ochse bis zum sonnengelben Haus mit dem Marktcafé. Ich sitze auf einer bequemen Bank vor der Pfarrkirche Ägidius auf dem weitläufigen Marktplatz in Schmidmühlen, der auf einer Halbinsel liegt, eingebettet von den beiden Flussläufen der Markt: Vils und Lauterach. Ich trinke noch einen letzten Latte Macchiato, bevor ich mich endgültig auf den Weg mache.

Auf dem Marktplatz genieße ich am Morgen noch einen Kaffee, bevor es losgeht

Schmidmühlen

Ich bin aufgeregt, voller Tatendrang. Schließlich gehe ich heute meine erste mehrtägige Tour, ganz alleine, denn mein Sohn hat diesmal keine Lust, mitzukommen. Trotzdem kann ich mich nur schwer loseisen. Zu sehr in seinen Bann hat mich das beschauliche Dorf mit den drei Schlössern gezogen. Schmidmühlen, irgendwo mitten in der Oberpfalz, weit weg vom Schuss und dennoch ein wahres Kleinod. Welches Dorf mit nicht einmal 2500 Einwohnern kann schon mit solch einer Fülle an Sehenswürdigkeiten aufwarten?

Es geht durch verträumte, enge Gassen Richtung Norden

Es hilft nichts, schließlich habe ich heute noch rund 16 Kilometer bis Hohenburg zu bewältigen. Es ist erst 8:15 Uhr, aber das Thermometer zeigt bereits 26 Grad an. Hochsommer 2018 in Deutschland, Hitzewelle. Für heute sind über 35 Grad gemeldet. Nicht gerade die besten Temperaturen für eine Wanderung. Aber allemal besser als Kälte und Regen.

 Ortsrand von Schmidmühlen 

Eine Wanderung entlang der Lauterach

Ich mache mich also auf den Weg zurück zum oberen Schloss, dem Rathaus von Schmidmühlen, und halte mich auf der Poststraße bis zur Brücke. Hier begegne ich das erste Mal der Lauterach, die mich  meine ganze Tour über den Wacholderwanderweg begleiten wird. Es geht geradeaus über die Staatsstraße über die Brunnlettstraße ins „Neubaugebiet“. Im Garten einer der letzten Häuser – einem rustikalen Landhaus – hebt eine ältere Dame in Kittelschürze ihre faltige Hand zum Gruß und schenkt mir ein zahnloses Lächeln. Die letzte Person, die ich für viele Stunden auf meiner Wanderung treffe …

Blick auf den Harschhof am Ortsrand von Schmidmühlen

Schon bald bin ich am Ortsrand angekommen und beginne meine Wanderung mit der hübschen Wegmarkierung mit einem Wacholderbusch. Wir befinden uns unweit der Mündung der Lauterach in die Vils, die mich ein kurzes Stück meines Weges begleitet. Rechts passiere ich den Harschhof, auf dessen Weiden ein paar Pferde grasen und sich nicht durch mich stören lassen. Auf dem Weiher schwimmt ein einsamer Schwan. Es geht einmal quer über den Markthof, der eine Hofkapelle sein eigen nennen kann.

Hinter dem Markhof treffe ich wieder auf den Radweg. Vor lauter Enthusiasmus übersehe ich gleich den Wegweiser mit dem Wacholderbusch, der bei der Brücke nach links zeigt. Stattdessen laufe ich erst einmal weiter auf dem Radweg geradeaus. Irgendwas kommt mir komisch vor, da ich keine weiteren Wegweiser für den Wacholderwanderweg mehr finden kann. Nach mehreren Hundert Metern Irrweg kehre ich dann schließlich um und finde die richtige Abzweigung.

 

Hinauf in den Hirschwald

Hinter Schmidmühlen beschreibt der Wacholderwanderweg einen Bogen über die nördlich gelegenen Hügel, die teils bewaldet, teils auch landwirtschaftlich genutzt werden.

Gleich den ersten Abzweig verpasst – das fängt ja schon gut an!

Rechts hinter der Kreuzung liegt gleich eine alte Abbruchkante eines Steinbruchs, nach der ich in den Wald eintauche. Langsam wird es richtig heiß und die Sonne brennt gnadenlos auf mich herab. Da kommt ein wenig Schatten gerade wie gerufen. Ich bin wirklich froh, dass ich mich nur für leichtes Gepäck entschieden habe. Der Weg steigt stetig an, bringt mich aber nicht sonderlich aus der Puste – allerdings ordentlich ins Schwitzen. Im Waldstück zweigt der Wacholderwanderweg das eine oder andere Mal ab, ist aber gut beschildert.

Naturpark Hirschwald

Nur gelegentlich blinzelt die Sonne durch die hohen Kronen der Kiefern und Fichten. Ich fühle mich fast ein wenig in die Märchen der Gebrüder Grimm versetzt, in dem sich Kinder im dunklen Wald verirrten. Hinter der nächsten Biegung erwarte ich fast schon ein Lebkuchenhaus. Am Wegesrand begleiten mich leuchtend orangefarbene Schmetterlinge, die lautlos zu den wenigen Blüten auf dem kargen Waldboden schweben.

Herrlich schattig an heißen Tagen: der Hirschwald in der Oberpfalz zwischen Schmidmühlen und Amberg

Das eigentliche Herz des Naturparks ist der Hirschwald, der sich im Norden von Schmidmühlen bis fast nach Amberg erstreckt. Das zusammenhängende Waldgebiet ist Ursprung für so manch geheimnisvolle Legende.

Naturpark Hirschwald e.V.

Hauptstr. 4
92266 Ensdorf

Homepage: naturparkhirschwald.de

Herrliche Rundumsicht auf die umliegenden Ortschaften

Am Waldrand steht eine idyllische Bank mit Sicht auf die Felder. Ideal, um eine kleine Pause einzulegen und etwas zu trinken. Ich packe auch meine mitgebrachte Butterbreze aus und genieße die unglaubliche Stille, die mich umgibt. Nur ein paar Vögel zwitschern und die alten Bäume ächzen unter der Trockenheit. Es ist absolut windstill, nichts bewegt sich.

Eine kleine Rast mit herrlicher Aussicht in den Naturpark Hirschwald

Der Wacholderwanderweg führt weiter nach Hammerberg. Schon von Weitem sind die wenigen Höfe, die den winzigen Ort bilden, erkennbar. Hier mitten auf dem Feld bietet sich ein herrlicher Rundumblick, links bis nach Pirkenhof und Ofen, drehe ich mich nach rechts, kommt Vilshofen in Sicht.

Kapelle in Hammerberg

Es geht vorbei an der Kapelle – eine Kirche gibt es hier nicht – und einigen Gehöften. Ansonsten wirkt der Ort wie ausgestorben. Lediglich ein paar Hühner scharren auf dem völlig überwucherten Gelände herum, von weitem weht ein schwacher Hauch des nicht mehr ganz so frischen Misthaufens zu mir herüber. Ich fühle mich, wie in eine andere Zeit versetzt. Bei manchem Gebäude ist nicht erkennbar, ob es bereits verlassen oder immer noch bewohnt ist.

Es geht weiter hinaus aufs Feld und direkt wieder in den Wald  hinein. Hier sind die Abzweigungen kompliziert, aber durchgängig perfekt ausgeschildert, sodass ich kein zweites Mal Gefahr laufe, vom rechten Weg abzukommen.

Bei der Überquerung der Hauptstraße erhasche ich rechts einen kurzen Blick auf die Ortschaft Winbuch. Der Weg führt mich langsam aber stetig hinab ins stille Mühltal. Das eine oder andere Mal muss ich stehen bleiben, um die unglaubliche Fülle von Faltern und Schmetterlingen zu betrachten, die auf den wilden Disteln nach Nektar suchen.

Ich kann mich gar nicht satt sehen an den vielen Faltern auf den Blüten am Wegesrand

Endlich: die Wacholderheide in Sicht!

Der Wanderweg hat jetzt einen Halbkreis nördlich von Schmidmühlen beschrieben und führt nun wieder zurück zur Lauterach Richtung Westen. Kurz bevor ich die Staatsstaße erreiche, geht es rechts hinauf in den Hang.

Hier gibt es keinen eigentlichen Weg, schließlich handelt es sich um ein Privatgrundstück, auf dem Wanderer wie ich lediglich geduldet sind. Rechts am Waldrand entlang steige ich durch trockene, von der Sonne ausgebleichte Trockenrasen, die nach links zur Lauterach steil abfallen. Der Duft nach trockenem Gras und Kräutern ist überwältigend. Langsam tauche ich in die würzige Welt der Trockenrasen und Wacholderbüsche ein, die sich saftig grün aus der sonst sommertrockenen Landschaft erheben. Nicht umsonst wird das Lauterachtal auch als Bayerische Toskana bezeichnet.

Typischer Südhang im Lauterachtal: Magerwiesen und Wacholderheide

Biotop Trockenrasen

Trockenrasen gehören zu den am stärksten gefährdeten Biotopen überhaupt. Bebauung, Landwirtschaft und letztendlich auch der Tourismus wirken sich negativ auf die Bestände in unserer Heimat aus. Hier im Lauterachtal entstand dieses seltene Biotop durch den Einfluss des Menschen. Der Erzbergbau im Mittelalter erforderte einen enormen Bedarf an Holz. Riesige Waldgebiete wurden gerodet, wertvoller Boden ging durch Erosion verloren und bietet seitdem für Bäume keinen Halt mehr. Die trockenen Südhänge wurden Heimat für Pflanzen, die sich an diese unwirtlichen Bedingungen angepasst haben.

Trotz extremer Trockenheit blüht es überall im Lauterachtal

Ein Standort für einen Trockenrasen ist schon von Weitem an den Wacholdersträuchern zu erkennen, denn hier wachsen nur trockenresistente Pflanzen. Diese Magerweiden sind ohne Wanderschäferei nicht denkbar, da die Flächen in hohem Maße durch eine zunehmende Verbuschung gefährdet sind.


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So karg der Trockenrasen auch wirken mag, es tummeln sich unzählige seltene Pflanzen und Insekten auf diesen geschützten Wiesen. Egal, wo ich meinen Fuß hinsetze, überall schwirren und springen Käfer, Heuschrecken und andere Tiere raschelnd und summend von dannen. Ich kann nicht umhin, immer wieder stehen zu bleiben  und einen zweiten Blick auf die unglaubliche Natur zu riskieren.

Das Lauterachtal

Lauterach – Schmidmühlen

Die Lauterach entspringt in Lauterhofen in der Fränkischen Alb aus zwei Quellen: dem Lauterbrunnen und dem Ziegelbrunnen. Auf ihrem nur rund 30 Kilometer langen Weg bis zur Mündung bei Schmidmühlen in die Vils, mäandert die Lauterach durch den Oberpfälzer Jura.

Im Gebiet der Gemeinden Kastl, Hohenburg und Schmidmühlen verläuft das von dem schmalen Gewässer in Jahrtausenden ausgewaschene Lauterachtal entlang des heute noch von der US-Armee genutzte Truppenübungsgelände Hohenfels. Dort bildet sie auch die südliche Grenze des Naturparks Hirschwald.

Direkt an der Lauterach entlang führt der Lauterachtalradweg, der Kastl beginnt, über Hohenburg führt und schließlich nach etwa 23 Kilometern in Schmidmühlen endet. Wer mit dem Kinderwagen oder Buggy wandern möchte, kann auf diesem Radweg die Strecke zwischen den beiden Ortschaften zurücklegen. Ob mit oder ohne Zwischenstopp in Hohenburg ist Geschmack- und Konditionssache. Da es in dem Ort jedoch viel zu sehen gibt, empfehle ich unbedingt eine Übernachtung.

Die Lauterach bei Hohenburg auf dem Wacholderwanderweg

Adertshausen

Nach einigen Kilometern parallel zur Lauterach und der Staatsstraße ist bereits der Kirchturm der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Adertshausen erkennbar, auf den wir uns immer weiter zubewegen. Um  1800 werden in Adertshausen ganze 20 Herdstellen und ein Dorfbrunnen gezählt. Viel mehr sind es bis heute nicht geworden. Noch immer schlummert das Dorf gemütlich vor sich hin, viel los ist hier nicht. Neben der hübschen Pfarrkirche sind vor allem das Pfarrhaus und ein Gasthof aus dem 18. Jahrhundert sehenswert.

Schroffe Felsen dekorieren die karge Wacholderheide

In der Ortschaft geht es weiter am Südhang entlang durch die Wacholderheide. Zahlreiche Felsformationen säumen den Weg, teils wird der Weg etwas steil und holprig. Auf diesem Teil des Wacholderwanderweges begleitet mich der Jurasteig, der wenig später aber wieder seiner eigenen Spur folgt.

Überall in diesem Abschnitt des Wacholderwanderweges ragen skurille Steinformationen aus dem Boden

Auf der anderen Seite des Lauterachtals liegt auf dem Nordhang der Truppenübungsplatz der US-Armee. Oben auf dem Hügel sind die Überreste der Hohenburg als zackige Silhouette mit drei Spitzen erkennbar.

Ein kurzes Stück des Weges führt uns durch einen lichten Kiefernwald, an einer engen Kehre geht es flankiert von hohen Schlehenbüschen hinab ins Tal. Im Hohlweg entlang der Hecke ist das Gras so hoch gewachsen, dass ich meine Hände anheben muss, um nicht alle Zecken einzusammeln, die hier sicherlich auf ihre Opfer warten.

Lichter Kiefernwald auf den Hügeln im Lauterachtal

Weiter geht es durch den Wald. Inzwischen hat die Sonne ihren Zenit überschritten und die Luft hat gefühlte 40 Grad. Meine Wasservorräte sind schon seit einer Stunde leer, obwohl ich an die drei Liter eingepackt habe. Der Hals ist trocken, der Schweiß läuft mir in die Augen und brennt gnadenlos. Kurz vor Weihermühle kommt die Rettung.

Ein Schild macht mich auf den Gasthof Burggarten aufmerksam und ich nehme den Umweg gerne in Kauf, um mir ein paar Hände voll Wasser ins Gesicht zu werfen und in Ruhe auf der Terrasse ein kühles Getränk zu genießen. Es ist nicht mehr weit, ich kann schon in der Ferne Hohenburg erkennen, mein heutiges Etappenziel. Aber noch ist keine Eile angesagt, die Sonne geht noch lange nicht unter.

Stettkirchen

Schon ein kleines Stück weiter liegt unterhalb des Weges die Wallfahrtskirche St. Joseph von Stettkirchen. Durch diesen Teil der Oberpfalz führt auch heute noch einer der vielen Jakobswege, der nicht nur früher zahlreiche Pilger Gott und sich selbst näher brachte. Auch heute noch ist der Pilgerweg gut besucht.

Die Wallfahrtskirche St. Joseph ist täglich für Pilgerreisende und alle anderen Besucher geöffnet

An der Tür hängt ein Schild: Bitte Türe wegen der Katzen geschlossen halten! Ich muss schmunzeln. Schließlich wissen auch die Fellnasen einen kühlen Schlafplatz zu schätzen. Fragt sich nur, was der Pfarrer sagen würde, wenn mitten in der Messe eine Katze durch die Kirche schleicht und womöglich während der Predigt lauthals miaut, um wieder nach draußen zu kommen. Ich sehe mich vorsichtshalber um, entdecke aber keine Katze weit und breit. Es ist einfach zu heiß, um sich zu bewegen.

Von außen recht unscheinbar, innen reich verziert und aufwendig geschmückt

Etappenziel: Hohenburg

Weiter geht es auf dem schmalen Graspfad durch die Wacholderheide. Schon nach wenigen Hundert Metern führt der Weg über die Brücke auf den Marktplatz von Hohenburg. Alle, die hier übernachten möchten oder eine Besichtigung oder Einkehr geplant haben, biegen genau wie ich Richtung Tal ab. Verlaufen könnt ihr euch in Hohenburg nicht, dafür ist der Ort viel zu klein. Nehmt euch genug Zeit, denn hier gibt es so einiges zu entdecken. Neben einem wunderschön restaurierten Rathaus gibt es auch das Fledermaushaus, der letzte Zufluchtsort und Heimat der seltenen Hufnasen-Fledermaus.

Marktplatz in Hohenstadt, hier ist auch das Fledermaushaus zu finden

Ich übernachte heute in Hohenstadt. Heute Abend gönne ich mir noch einen kleinen Spaziergang entlang der Lauterach und ein gemütliches Abendessen auf dem Biohof und Taverne Hammermühle.

Tourendaten

  • Start: Rathaus, Schmidmühlen
  • Ziel: Marktplatz, Hohenburg
  • Distanz: 16,3 km
  • Aufstieg: 377 m
  • Abstieg: 349 m
  • Dauer: je nach Kondition zwischen 5 und 7 Stunden
  • Markierung: Rundes Schild mit einem grünen Wacholderbusch (Wacholderwanderweg)
  • Schwierigkeit: mittel (nur mäßig lange Steigungen)
  • DOWNLOAD Karte als pdf: Wacholderwanderweg-Teilstrecke1
  • DOWNLOAD Wegbeschreibung als pdf: Beschreibung-Wacholderwanderweg-Etappe1

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So funktioniert´s: Auf den Link klicken, dann wird euch die Datei angezeigt. Mit der rechten Maustaste irgendwo in den Text klicken. „Speichern unter“ auswählen und an beliebiger Stelle (auf dem Smartphone, PC oder dem mobilen GPS-Gerät) speichern.

Höhenprofil

Fazit

Radweg entlang der Lauterach

Es ist herrlich ruhig hier im Lauterachtal. Die Menschen sind offen und hilfsbereit, überall fühlt man sich willkommen. Leider ist auch diese wunderschöne Region davon betroffen, dass die Menschen in die Städte ziehen und die Dörfer vereinsamen. Überall stehen Häuser leer, Gaststätten und Geschäfte schließen. Ob der schönen Landschaft müsste man meinen, der Tourismus würde florieren. Stattdessen ist es hier sehr ruhig. Ich habe auf meiner Tour auf dem Wacholderwanderweg keinen einzigen anderen Wanderer getroffen. Ich kann das gar nicht verstehen, denn hier ist es wirklich wunderschön. Eine echte Empfehlung von mir! Nehmt euch viel Zeit, denn es wäre schade, etwas tolles zu verpassen, nur weil ihr weiter müsst.


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