Geotope in Mittelfranken – Teil 2

Unsere Liste der Geotope in Mittelfranken wächst ständig, ist aber immer noch lange nicht vollständig. Wir haben hier nur all jene Geotope aufgenommen, die wir bereits persönlich besucht haben – meist in Kombination mit einer kleinen Wanderung. Wenn ihr auf der Suche nach einem tollen Ausflug in die Nachbarschaft seid oder nach einem Highlight auf einer Wanderung sucht, schaut gerne mal rein. Wenn ihr auf die Bilder klickt, kommt ihr zur ausführlichen Tourenbeschreibung mit zahlreichen Bildern und Tipps.

GEOTOPE NACH REGION

Landkreis Ansbach – Erlangen-Höchstadt –  Stadtgebiet Nürnberg – Landkreis Nürnberger Land – Stadtgebiet/Landkreis Fürth – Landkreis Roth – Neustadt a.d.A. – Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen



Die schönsten Geotope im Landkreis Erlangen-Höchstadt

1/10

Tongrube Marloffstein

Nur sieben Kilometer nordöstlich von Erlangen liegt die Gemeinde Marloffstein. Bekannt ist sie nicht nur durch ihr Schloss, sondern auch durch ihre ehemalige Tongrube am Ortsrand. Die Tongrube Marloffstein wird schon seit vielen Jahren nicht mehr bewirtschaftet. Inzwischen gehört sie zu Bayerns Geotopen und steht unter Schutz, sodass sich inzwischen ein einzigartiges Biotop entwickeln konnte. Für umsichtige Naturliebhaber und Familien mit Kindern ist sie ein perfektes Ausflugsziel, um die Schönheit der Natur zu entdecken. ALLE INFOS ZUR TONGRUBE MARLOFFSTEIN

Details

  • Start/Ziel: Wanderparkplatz am Wasserturm Marloffstein
  • Markierung: keine
  • Länge: 3 km
  • Dauer: 1 bis 1,5 Stunden
  • Schwierigkeit: leicht
  • für Kinderwagen/Buggy geeignet: ja (Tongrube nur bedingt befahrbar)
  • Aufstieg: 128 m


Die schönsten Geotope im Landkreis Fürth

2/10

Ehemalige Steinbrüche am Druidenstein bei Keidenzell

Einst stand ein sagemumwobener Druidenstein auf dem Dillenberg. Den Druidenstein gibt es leider schon lange nicht mehr, er ist für immer verloren. Nicht so die ehemaligen Steinbrüche gleich in der Nähe. Und da uns der Sandstein an dieser Stelle wunderbare Einblicke in 200 Millionen Jahre Erdgeschichte liefert, hat das Bayerische Landesamt für Umwelt sie in die Liste der Geotope in Bayern aufgenommen. Zwar stehen die Abbaustellen des uranhaltigen Gesteins im Burgsandstein nicht unter Schutz, sie sollten aber dennoch mit Umsicht und Ehrfurcht von Besuchern behandelt werden, um sie auch für unsere Kinder und Enkel zu erhalten. MEHR INFOS ZUR RUNDWANDERUNG VON CADOLZBURG ZUM DRUIDENSTEIN

Details

  • Start/Ziel: Wanderparkplatz Gonnersdorfer Str.,Cadolzburg
  • Markierung 1: Grünpunkt
  • Markierung 2: Blaustrich
  • Markierung 3: gekreuzte rote Balken
  • Länge: 9 km
  • Dauer: etwa 2,5 bis 3 Stunden
  • Schwierigkeit: mäßig
  • für Buggy geeignet: nein
  • Aufstieg: 460 m


Die schönsten Geotope im Nürnberger Land

3/10

Sandgruben und Dünen bei Weißenbrunn (Flechtenkiefernwald bei Leinburg)

Versteckt im Nürnberger Reichswald liegt nördlich von Altdorf eine ganz eigene Eigentümlichkeit in der fränkischen Natur. Hier machen sich üppige Blaubeervorkommen und Heidebüsche moosbewachsenen Kiefern breit. Aber das wirklich Bemerkenswerte ist der geologische Untergrund. Auf meterhohen Sandschichten haben sich in der letzten Eiszeit durch den Flugsand beeindruckende Dünenfelder südlich von Leinbord gebildet. Der Sand ist Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen und zu jeder Jahreszeit ein wirklich beeindruckendes Geotop in Mittelfranken, das aber noch nicht jeder kennt. MEHR ZUR GEOTOPENWANDERUNG

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  • Start/Ziel: Wanderparkplatz an der St2240 (bei Abzweig Weißenbrunn links)
  • Markierung: keine
  • Länge: 7,9 km
  • Dauer: 2,5 bis 3 Stunden
  • Schwierigkeit: mäßig
  • für Kinderwagen/Buggy geeignet: nein
  • Aufstieg: 272 m
  • Abstieg: 274 m

4/10

Schürfgrubenfeld am Moritzberg

Wer kennt ihn nicht, den Berg der Franken, den Moritzberg. Einige Teile des Berges stehen unter Geotopschutz. Geologisch ist der Moritzberg nämlich etwas Besonderes, weil an dem Zeugenberg der Frankenalb von der Basis bis zum Gipfel eine Schichtfolge vom Keuper bis in den unteren Malm zu erkennen ist. Der Gipfel ist durch Steinbrüche und Schottergruben, von denen heute nicht mehr viel zu erkennen ist, stark durchwühlt worden. Ein Highlight auf der Wanderung ist natürlich auch der Moritzbergturm, die Kapelle und der Berggasthof auf dem Gipfelplateau. RUNDWEG AUF DEN MORITZBERG

Details

  • Start/Ziel: Wanderparkplatz am Ende der Moritzbergstraße
  • Distanz: 6,0 km
  • Dauer: 2 Stunden
  • Schwierigkeit: mäßig
  • für Buggy/Kinderwagen geeignet: nein
  • Anstieg: 451 m

5/10

Sophienquelle in Grünsbeg bei Altdorf

Ja, auch eine Quelle kann zu den Geotopen in Mittelfranken gehören. Eine besonders schön eingefasste dieser Quellen ist die Sophienquelle im Wald von Grünsberg bei Altdorf. Der Rundweg führt uns durch das idyllische Schwarzachtal Richtung Prackenfels und hat noch mehr tolle Highlights als Überraschung im Ärmel. Eines vorweg: Ihr solltet für die Tour festes Schuhwerk tragen und trittsicher sein. WANDERUNG VON DER SOPHIENQUELLE ZUR TEUFELSKIRCHE

Details

  • Start/Ziel: Wanderparkplatz Grünsberger Str.
  • Markierung 1: Schwarzachtal (blaues Kreuz) bis Burgthann
  • Markierung 2: Prethalmühle (schwarze 7 auf gelbem Grund)
  • Markierung 3: Wallensteinweg (Wallensteinfigur)
  • Markierung 4: Altdorf Nr. 4 (weiße 4 auf grünem Grund)
  • Länge 10 km
  • Dauer: rund 3 Stunden
  • kinderwagengeeignet: nein
  • Aufstieg: 248 m
  • Schwierigkeitsgrad: mittel bis schwierig

6/10

Maximiliansgrotte bei Neuhaus an der Pegnitz

Im Landkreis Nürnberg Land bei Krottensee, einem Ortsteil von Neuhaus an der Pegnitz, liegt ein unglaublicher Schatz tief unter die Erde. In Abertausenden von Jahren hat die Natur hier in der Maximiliansgrotte eine Märchenwelt aus Tropfsteinen geschaffen. Kein Wunder, dass die Tropfsteinhöhle zu den schönsten Geotopen in Mittelfranken gehört. Das Schöne? Ihr könnt sie bei einer etwa halbstündigen Führung ganz aus der Nähe betrachten und staunen. ZUR MAXIMILIANSGROTTE

Unsere Empfehlung: Verbindet die Höhlenbesichtigung doch ganz einfach mit einer erlebnisreichen Wanderung. Auf dem Karstkundlichen Wanderpfad kommt ihr gleich am Grotteneingang vorbei. Außerdem gibt es noch ein weiteres Geotop und jede Menge toller Felsen und Höhlen auf der Tour zu entdecken. MEHR ZUM KARSTKUNDLICHEN WANDERPFAD

Details

  • Start/Ziel: Bahnhof Neuhaus an der Pegnitz
  • Länge: 12,8 km
  • Schwierigkeit: mittel (etwas Kondition gefragt)
  • Dauer: 4 Stunden reine Gehzeit
  • Markierung: grüner Punkt
  • Markierung 2: Rundweg Nr. 1
  • Aufstieg: 392 m
  • für Kinderwagen/Buggy geeignet: nein


Die schönsten Geotope im Landkreis Roth

7/10

Massendorfer Schlucht bei Spalt

Bekannt ist das Spalter Hügelland vor allem für seinen Hopfenanbau. Was aber kaum jemand weiß, ist, dass es hier im Fränkischen Seenland auch abenteuerliche Schluchten gibt, die kleine Bäche in den Burgsandstein gegraben haben. Eine davon ist die wilde Massendorfer Schlucht. Ein etwa fünf Kilometer langer Rundweg führt direkt an dem wunderschönen Geotop vorbei. Kinder sollten für die Erkundungstour schon trittsicher sein, ab einen Alter von etwa 5 Jahren sollte das Abenteuer kein Problem mehr sein. MEHR ZUM RUNDWEG

Details

  • Start/Ziel: Wanderparkplatz an der Verbindungsstraße Spalt/Massendorf
  • Länge: 5 km
  • Dauer: etwa 1,5 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: mäßig
  • Markierung: blaues Schild mit Brombachsee 24
  • Anstieg:  216 m
  • für Kinderwagen/Buggy geeignet: nein


Die schönsten Geotope im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen

8/10

Quellenaustritt der Sieben Quellen bei Heidenheim

Ein besonders idyllisches Plätzchen liegt an der Flanke des Heidenheimer Bucks kurz vor dem Waldende auf der rechten Seite. Wäre da nicht die hübsche hölzerne Hütte direkt am heutigen Geotop, würden Wanderer achtlos an der Stelle vorbeigehen. Da am Berg zwei verschiedene Gesteinsarten übereinanderliegen, hat sich an der Grenzschicht ein Quellhorizont gebildet, dem sieben Quellen entspringen. MEHR INFOS ZUR WANDERUNG VON HEIDENHEIM ZU DEN SIEBEN QUELLEN

Details

  • Start/Ziel: Parkplatz am Münster Heidenheim, Ringstraße
  • Markierung 1: Main-Donau-Weg (blau-weiß) bis Gärtnershof
  • Markierung 2: Quellenweg (QW)
  • Länge: 8,2 km
  • Dauer: etwa 2,5 Stunden
  • Anstieg: 175 m
  • Schwierigkeit: mäßig
Alternativroute (blaue Punkte) für Buggys

9/10

Ehemaliger Steinbruch im Ludwigswald Weißenburg

Am Übergang vom Naturpark Altmühltal zum Fränkischen Seenland liegt die Stadt Weißenburg. Weißenburg ist bekannt für seine römische Geschichte. Doch wer kennt schon die geheimen Schätze der mittelfränkischen Stadt? Heute haben wir einen Naturgenuss der ganz besonderen Art ausgesucht: den Ludwigswald. Die 10 Kilometer lange Wanderung führt durch alte Laubwälder und duftende Magerwiesen zum Walderlebnispfad und dem Römerbrunnen. Und natürlich machen wir einen kleinen Abstecher zum versteckten Geotop am Hang: dem ehemaligen Steinbruch. ZUR RUNDWANDERUNG DURCH DEN LUDWIGSWALD

Details

  • Start/Ziel: Wanderparkplatz Jakobsruhe (Holzgasse)
  • Markierung 1:  Stadelhofweg (schwarze 7 auf gelbem Grund) bis Stadelhof
  • Markierung 2: Main-Donau-Weg bis zur Forststraße
  • Markierung 3: Waldlehrpfad bis Römerbrunnen
  • Markierung 4: Gunthildis-Weg (Nr. 6) zurück zum Bergtheater, Holzgasse
  • Länge 10 km
  • Dauer: rund 3 Stunden
  • Aufstieg: 557 m
  • Schwierigkeitsgrad: mäßig bis mittel
  • kinderwagengeeignet: nein

10/10

Teufelskanzel bei Solnhofen

Im Altmühltal liegt eine Fundstelle für Fossilien, die auf der ganzen Welt Bedeutung hat. In den Solnhofener Plattenkalken sind mehr als 700 Arten von urzeitlichen Pflanzen und Tieren, die im Zeitalter des Jura – also vor 200 Millionen Jahren – lebten, eingeschlossen und für die Nachwelt konserviert worden. Auf dem Rundweg bei Solnhofen könnt ihr ZUM STEINBRUCH-PANORAMA-RUNDWEG NR. 4

Details

  • Start/Ziel: Bahnhof Solnhofen
  • Markierung: Gelbes Schild mit einem Ammoniten und der Nr. 4
  • Länge: 7 km
  • Schwierigkeit: mittel, etwas Kondition für den Anstieg am Anfang nötig
  • Dauer: etwa 2 Stunden
  • Steigung: 272 m
  • nicht für Buggys geeignet


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